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Sportgeschichte

16.01.2020

„Federbällchen“ wollen nur spielen

„Mir nach, ich zeige euch, wie man Badminton spielt!“ Trainerin Julia Hornstein vom TSV Diedorf mit der ersten Gruppe Federbällchen, die schon früh mit einer Sportart spielerisch vertraut werden sollen.
Bild: Tobias Karrer

Die Nachwuchsförderung ist für viele Vereine ein zentrales Thema. Die Badmintonabteilung des TSV Diedorf präsentiert ein neues Konzept

„Federbällchen“ – hinter dem niedlichen Namen verbirgt sich eine Trainingsgruppe für Vorschulkinder, die es seit November des letzten Jahres bei der Badmintonabteilung des TSV Diedorf gibt. Jugendwart Daniel Hornstein und Trainerin Julia Hornstein haben das neue Trainingsprogramm gezielt auf Kinder der Jahrgänge 2013 und 2014 zugeschnitten und wollen es jetzt ausbauen. Daniel Hornstein erklärt: „Die Anzahl der Kinder im Badmintontraining geht leider immer mehr zurück. Neue Konzepte sollen daher frischen Wind bringen.“

Bei den „Federbällchen“ toben die Kinder jeweils eine Stunde nur zusammen mit Gleichaltrigen. Auch die Eltern werden eingebunden: Jedes Mal ist ein anderer Elternteil eines Kindes als „Trainingsassistent“ dabei. Dieses Konzept verbessere nicht nur das Training durch ein zusätzliches Paar Augen, sondern auch den Kontakt zwischen Trainerin und Eltern. Ziel sei es, die Koordination der Kinder spielerisch zu schulen und sie an erste Badmintontechniken heranzuführen. Beispiele sind laut Hornstein das Kennenlernen des Schlägers oder das Hochhalten und Treffen des Balls.

Der Jugendwart erklärt, dass die Federbällchen ein erster Schritt sind, die Nachwuchsförderung in der Badmintonabteilung des TSV Diedorf zu erneuern. „Die Jugendarbeit soll den Kindern und Jugendlichen Spaß machen und eine kontinuierliche Verbesserung ermöglichen. Deshalb fangen wir jetzt wieder ganz unten an“, betont er.

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Seine Hoffnung: Kinder, die eine Sportart früh für sich entdecken, könnten dem Verein auch länger treu bleiben. Außerdem soll das Programm „Federbällchen“ die Kindern auch auf den Turnierbetrieb vorbereiten. Wer nach einer soliden Grundausbildung in der Altersklasse U11 in den Spielbetrieb starte, habe bessere Chancen auf motivierende Erfolgserlebnisse.

Julia Hornstein hat schon mehrere Jahre Erfahrung in der Jugendarbeit beim TSV Diedorf. Die Studentin der Erziehungswissenschaft hat kürzlich auch den offiziellen C-Trainerschein absolviert und betont: „Kinder brauchen viel Abwechslung während des Trainings: auflockernde Spiele zum Beispiel, die den Kopf für badmintonspezifische Übungen frei machen.“ Außerdem sei es wichtig, jedes Kind individuell zu betreuen. „Damit das Training funktioniert, brauchen sie ständig Aufmerksamkeit und Bestätigung“, erklärt sie. Auch kleine Erfolgserlebnisse und individuelle Pausen seien wichtig, um die Motivation zu erhalten.

Die Arbeit mit den Federbällchen macht Julia Hornstein viel Spaß. „Die Kinder haben meist keine Vorkenntnisse, wir fangen bei null an. Deshalb ist es eine neue Herausforderung für mich, und ich muss bei vielen Übungen anders denken, damit sie an das Alter der Kinder angepasst sind“, sagt sie.

Die Federbällchen trainieren jeden Dienstag und Donnerstag von 17.30 bis 18.30 Uhr in der Schmuttertalhalle. Teilnehmer können ein- oder zweimal pro Woche mitmachen. Ein Probetraining ist jederzeit möglich. Ansprechpartner ist Daniel Hornstein per E-Mail an jugendwart@badminton-diedorf.de. Weitere Infos auch auf der Homepage www.badminton-diedorf.de.

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