Tischtennis

21.03.2017

Gegen eine Wand gespielt

Im Doppel konnte sich Martyna Dziadkoviec (links) zusammen mit Martina Erhardsberger noch behaupten, im Einzel scheiterte die Polin an der Gummiwand, die Schwabhausens Abwehrspezialistin Yang Ting zelebrierte.
Bild: Marcus Merk

TTC Langweid überzeugt im bayerischen Derby der 2. Bundesliga gegen Spitzenreiter TSV Schwabhausen trotz einer 3:6-Niederlage

Gegen den Spitzenreiter TSV Schwabhausen mit einer guten Leistung aufzuwarten und den Zuschauern guten Sport zu bieten, das war das erklärte Ziel des Tischtennis-Frauenteams des TTC Langweid im Heimspiel gegen den dominanten Tabellenführer der 2. Bundesliga. Dieses Ziel haben Katharina Schneider, Martyna Dziadkoviec, Maria Krazelova und Martina Erhardsberger trotz der 3:6-Niederlage erreicht. Eine Niederlage, von der gegen den bisher verlustpunktfreien bayerischen Konkurrenten auszugehen war. Die Leistung, mit der Katharina Schneider & Co. den Tabellenführer in Bedrängnis bringen konnte, sollte das Selbstvertrauen für die nächsten Spiele, schon am kommenden Sonntag zu Hause gegen Weil, stärken.

Das 2:2 zur Pause weckte Hoffnung. Es hätte auch 3:1 stehen können. Das Duo Dziadkoviec/Erhardsberger hatte gegen Yang Ting/Maier klar gewonnen. Bei Katharina Schneider/Maria Krazelova wurde es gegen Jeger/Feierabend nichts mit dem erhofften Sieg.

Tolle Ballwechsel waren den begeisterten Zuschauern dann in Menge in den ersten Einzelspielen geboten. Katharina Schneider rang die starke Kroatin Marteja Jeger 3:2 (11:9 im Entscheidungssatz) nieder. In der Box nebenan kämpfte Martyna Dziadkoviec gegen Yang Ting, mit einer Spielbilanz von 22:2 stärkste Spielerin der 2. Bundesliga, tapfer, unterlag aber am Ende mit 1:3. Die Zuschauer staunten über Serien von starken Ballwechseln, Angriff gegen Abwehr. Yang Ting war für die aufopferungsvoll auf Angriff spielende Langweiderin wie eine Gummiwand. Nach der Pause brachte Maria Krazelova mit ihrem Sieg gegen Christina Feierabend ihr Team 3:2 in Führung. Martina Erhardsberger war zwar gegen Eva-Maria Maier ebenbürtig, doch Siegerin blieb die Schwabhauserin. Nicht wenige der Langweider Zuschauer hofften dennoch auf einen Gleichstand am Ende. Die Rechnung ging aber mit dem 2:3 von Martyna Dziadkoviec gegen Marteja Jeger nicht auf. Auch Katharina Schneiders Kampfgeist reichte gegen Abwehrstrategin Yang Ting nicht zum Sieg. Damit war der Tabellenführer 5:3 in Front.

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Die Hoffnung ruhte nun auf Maria Krazelova. Sie sollte ihr Team auf 4:5 herabringen und die Chancen auf einen Punktgewinn bis zum letzten Einzel erhalten. Der Erwartungsdruck hemmte die Langweider Nummer drei. Mit dem 13:11 in Satz vier war Eva Maria Maier 3:1-Siegerin, Schwabhausen 6:3-Gesamtsieger.

Leistung und Ergebnis bestätigten die Oberbayern als würdigen Tabellenführer. Das Spiel bestätigte aber auch, dass Langweid die Liga sportlich erhalten kann und durchaus Zweitligaspielstärke hat. (jug)

TTC Langweid – TSV Schwabhausen 3:6. Dziadkowiec/Erhardsberger – Yang Ting/Maier 15:13, 4:11, 11:8, 11:3, Schneider/Krazelova – Jeger/Feierabend 8:11, 11:4, 9:11, 9:11, Schneider – Jeger 7:11, 11:5, 7:11, 11:9, 11:9, Dziadkowiec – Yang Ting 11:9, 4:11, 5:11, 7:11, Krazelova – Feierabend 7:11, 11:7, 11:8, 13:11, Erhardsberger – Maier 9:11, 8:11, 11:9, 8:11, Schneider – Yang Ting 5:11, 8:11, 9:11, Dziadkowiec – Jeger 10:12, 11:9, 11:4, 6:11, 4:11, Krazelova – Maier 11:9, 9:11, 4:11, 11:13.

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