Spiel der Woche

14.09.2015

Herbertshofer Höhenflug hält an

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Wermutstropfen im Freudenkelch: Mit einem mehrfachen Zehenbruch musste Sascha Bruckner ins Krankenhaus.

Der 4:1-Sieg gegen den TSV Welden, zu dem Bernd Hoffmann drei Treffer beisteuerte, wird jedoch durch die Verletzung seines Sturmpartners getrübt

Selbst langjährige Vereinsmitglieder können sich nicht mehr erinnern, wann der TSV Herbertshofen zum letzten Mal von der Tabellenspitze gegrüßt hat. „Beim letzten Aufstieg haben wir den Sprung nach oben als Zweiter geschafft“, blickt Ernst Dittrich zurück. Mit dem gestrigen 4:1-Erfolg gegen den TSV Welden haben die Lechtaler den Platz an der Sonne in der Fußball-Kreisklasse Nordwest zunächst einmal verteidigt.

Für Jürgen Zeche ist diese Tabellenführung, die in Herbertshofen wieder für neues Interesse gesorgt at, eine Momentaufnahme, die man genießen sollte. Erst in den letzten Spielen der Rückrunde hat er den TSV als Nachfolger für den aus beruflichen Gründen ausgeschiedenen Oliver Dyka übernommen. Und der 52-jährige ehemalige Landesliga-Torhüter des FC Königsbrunn hat sofort erkannt: „Hier gibt es positive Voraussetzungen, hier muss es Spaß machen.“

Also wurde in der Sommerpause ein Neubeginn gestartet. Bei einem dreitägigen Trainingslager am Gardasee ist die Mannschaft zusammengerückt. In der Vorbereitung hat man zwar kein einziges Spiel gewonnen, doch zum Punktspielstart hat dann alles gepasst. Einen wesentlichen Beitrag dazu gaben auch die reaktivierten Hans Stallinger, Sascha Bruckner, Bernd Hoffmann und Patrick Qorolli. „Sie alle fühlen sich wieder wohl“, sagt Zeche, der mit einem breiteren Kader auch die Ausfälle von Urlaubern oder Torjäger Christian Pfeilmeier auffangen kann. Künftig wird er auch auf Sascha Bruckner verzichten müssen, denn der Torjäger musste nach einem Pressschlag schon nach einer halben Stunde raus und mit einem doppelten Zehenbruch ins Krankenhaus eingeliefert werden.

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Zu diesem Zeitpunkt hatte Bruckner bereits zum 2:0 getroffen. Mit einem Blitzstart hatte der TSV Herbertshofen die schläfrigen Gäste schon nach sechs Minuten überrumpelt. Beim ersten Treffer warteten die Weldener nach einem Foul an Bruckner auf den Pfiff, doch da der nicht erfolgte, stand Bernd Hoffmann plötzlich blank. Abseits oder nicht – er schob zum 1:0 ein (3.). Drei Minuten später war es Bruckner, der nach einem Ballverlust im Mittelfeld Gästetorhüter Manuel Huber nicht gut aussehen ließ. Das alles ging viel zu schnell für den TSV Welden, dessen Abseitsfalle mit einem hohen Risikofaktor behaftet war.

Erst nach eine Viertelstunde nahm der TSV Welden dann am Spiel teil und zeigte, warum er zuletzt gegen Stadtbergen einen 0:3-Rückstand in einen 5:4-Sieg verwandelte und den bisherigen Spitzenreiter TSV Meitingen II mit 4:1 gestürzt hatte. Nachdem Tobias Both gegen Bastian Stefanovic einen Elfmeter herausgeholt hatte, verwandelte Marco Montazem zum 1:2 (17.). Bei Möglichkeiten von Andreas Rottmair und Tobias Both wäre der Ausgleich möglich gewesen. Die Partie wurde immer hektischer, als kurz hintereinander Bastian Stefanovic (40.) und Alexander Griechbaum (45.) mit der Ampelkarte zum Duschen mussten.

Spielerisch hatten die zweiten 45 Minuten nicht mehr viel zu bieten. „Flügel besetzen!“, forderte das Publikum. Ein gutes Rezept, denn nach Sololäufen von Matthias Wala und Hans Stallinger stand immer Bernd Hoffmann richtig und sorgte mit seinem Doppelpack (73. und 75.) für die Entscheidung.

TSV Herbertshofen: Brodkorb – Rauscher, Stefanovic, Sellner, Wala – Ruber, Rieder (66. Asam), Krupka (83. Schreiner), Stadler – Bruckner (29. Stallinger), Hoffmann.

TSV Welden: Huber – Hüttmann (83. Dommer), M. Vermeulen, T. Maier, A. Both – St. Maier, Montazem, Rottmair, T. Both – Griechbaum, Joachim.

Tore: 1:0 Hoffmann (3.), 2:0 Bruckner (6.), 2:1 Montazem (Foulelfmeter/17.), 3:1 Hoffmann (73.), 4:1 Hoffmann (75.). – Schiedsrichter: Andreas Löw (Ebermergen). – Bes. Vorkommnisse: Gelb-Rot gegen Stefanovic (Herbertshofen/40.) und Griechbaum (Welden/45.). – Zuschauer: 120.

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