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Badminton

07.03.2017

Historischer Erfolg trotz zweier Niederlagen

Diedorf bei der Aufschlagannahme. Philipp Morgott (links) ist bereit, während Daniel Heufelder den Ball oben am Netz abfängt.
Bild: Tobias Karrer

Warum es dieses Jahr für den TSV Diedorf in der Bayernliga so gut lief

Die Federn fliegen in der Diedorfer Schmuttertalhalle. Es läuft eines der letzten Spiele der aktuellen Badminton-Bayernliga-Saison. Gerade mühen sich Philipp Morgott und Daniel Heufelder im zweiten Doppel ab. Die erste Mannschaft des TSV Diedorf spielt gegen den OSC München. Die Münchner sind aktuell Erster in der Tabelle und haben in der Saison bisher nur einen einzigen Punkt abgegeben. Insgesamt sei es dieses Wochenende nicht gut gelaufen, sagen die Spieler einstimmig. Das Heimspiel am Samstag hätten sie unglücklich mit 2:6 verloren und gegen München liefe es auch nicht viel besser. 0:8 steht es am Ende.

Trotzdem schaut die erste Mannschaft der Badmintonabteilung des TSV Diedorf auf eine erfolgreiche Saison zurück. Schon zum dritten Mal tritt das Team in der Bayernliga Süd an. Mannschaftsführer Martin Aust erklärt: „Nach dem ersten Spiel in der Rückrunde hatten wir schon so viele Punkte wie in den beiden letzten Saisons zusammen.“ In den vergangenen Jahren sei die Entscheidung über einen Verbleib in der Liga oder Abstieg in die Bezirksoberliga immer erst in den letzten zwei Begegnungen gefallen, so Aust.

Doch woher kommt der Rückenwind? Sowohl der Mannschaftsführer, als auch die Spieler sind sich sicher: Die Neuzugänge haben den Unterschied gemacht. Zum Anfang der Saison im September 2016 war unerwartet Verstärkung nach Diedorf gekommen. Kim Mayer und Patrick Flemming hatten die Jahre davor bei der TSG Augsburg gespielt und trainiert, doch im Regionalliga-Team wurde es personell eng. Kim Mayer erklärt, warum sein Vereinskollege und er die TSG Augsburg verlassen haben: „Wir waren auf der Suche nach einer Mannschaft, mit der wir in der Bayernliga spielen können.“ Leider hätte der Aufstieg mit der zweiten TSG-Mannschaft nicht geklappt. Ein anderer Verein aus München hatte für die Aufstiegsspiele einen ukrainischen Nationalspieler und einen Malaysier verpflichtet. Dagegen kamen die Augsburger nicht an.

Für den TSV Diedorf war das ein Glücksfall. Die beiden Herren hätten viel Druck rausgenommen, meint Martin Aust. „Vor allem Patrick Flemming war ein Punktegarant“, betont der Mannschaftsführer. Das bestätigt auch die Statistik: Flemming hat von 26 Spielen der aktuellen Saison 21 gewonnen und belegt in der Gesamtauswertung Platz sechs unter allen Spielerinnen und Spielern der Liga.

Gegen den OSC sieht der TSV Diedorf am Sonntag in der Schmuttertalhalle kein Land. 0:8 das Endergebnis und trotzdem haben die Spieler einen Grund zum Feiern: Nachdem auch der ESV München keinen Punkt holen konnte, ist Diedorf der sechste Platz in der Tabelle schon sicher. Drei Siege, sechs Unentschieden und fünf Niederlagen reichen für einen bequemen Abstand zu den Abstiegsplätzen und das, obwohl noch zwei Begegnungen anstehen. „Nächste Saison also das vierte Jahr in Folge in der Bayernliga, das gab es bis dato noch nie“, freut sich Martin Aust über den historischen Erfolg trotz der beiden Niederlagen.

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