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Basketball

05.12.2016

Kangaroos müssen sich erneut beugen

Nach gutem Beginn musste sich die BG Leitershofen/Stadtbergen auch dem dritten Spitzenteam beugen. Hier versucht sich Raphael Braun (am Ball) gegen Treuchtlingens Stefan Schmoll durchzusetzen.
Bild: Marcus Merk

Warum die BG Leitershofen/Stadtbergen nach gutem Beginn gegen den Tabellendritten verliert

Gegen den Ersten, gegen den Zweiten, gegen Dritten – wieder hat es für die BG Topstar Leitershofen/Stadtbergen gegen ein Spitzenteam nicht gereicht. Nach den Partien gegen Coburg und in Bad Aibling verloren die Kangaroos am Sonntagnachmittag in der 1. Basketball-Regionalliga Südost das Heimspiel gegen den VfL Treuchtlingen mit 80:92 (43:43).

War es ein schlechtes Zeichen, dass Dominik Veney gleich beim ersten Angriff ausrutschte, als er allein auf den Korb zusteuerte? Nein, die Gastgeber begannen trotz dieses Missgeschicks furios, boten den Mittelfranken einen eindrucksvollen Kampf und lagen nach dem ersten Viertel mit sage und schreibe 27:16 in Führung.

Dabei musste man auf Topscorer Josh Hart verzichten, der sich zwar aufwärmte, aber nach der in Bad Aibling erlittenen Verletzung letzten Endes doch passen musste. Für Hart rückte Raphael Braun in die Starformation, Dominik Veney und Max Uhlich bissen auf die Zähne, so dass sich die numerischen Ausfälle bei den Leitershofern in Grenzen hielten. Wie sich Uhlich mit vollem Körpereinsatz zum 39:24 durchsetzte, das war schon sehenswert. Die Kangaroos nutzen ein ums andere Mal Schwächen der Gäste in der Verteidigung und kamen so zu leichten Punkten. Als der an diesem Nachmittag gut aufgelegte Nedim Hadzovic per Korbleger zur zwischenzeitlichen 41:26-Führung einnetzte, schien sogar eine Überraschung möglich.

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Mit zwei Dreiern war Treuchtlingen plötzlich wieder da. Leitershofen spielten nicht mehr ganz so konzentriert, erzielte kaum noch Punkte und mussten bis zur Halbzeit eigentlich viel zu schnell den 43:43-Ausgleich hinnehmen. Mit stehenden Ovationen des lautstarken Treuchtlinger Anhangs, der am ungewohnten Sonntagnachmittagstermin und gleichzeitigem FCA-Spiel gegen Frankfurt für eine gute Atmosphäre unter den 400 Zuschauern in der Stadtberger Sporthalle sorgte. „Diese Terminüberschneidung hat uns viele Zuschauer gekostet“ so BGL-Abteilungsleiter Andres Santiago.

Nach dem Seitenwechsel intensivierte das Team von der Altmühl dann seine Bemühungen. Das Spiel wurde härter, der Weg zum Korb war für die BG nun zunehmend versperrt. Während Raphael Braun zwar in die Reuse traf, aber ein Offensivfoul abgepfiffen bekam, wurde den BG-Angreifern im Gegenzug der Ball förmlich entrissen, ohne das ein Pfiff ertönte. Beim 53:56 lagen der VfL erstmals in Führung. Die Treuchtlinger Fans waren aus dem Häuschen, machten das Auswärts- zum Heimspiel.

Und während die Kräfte der Kangaroos mehr und mehr nachließen, drehten die Gäste immer weiter auf. Insbesondere der bullige Aufbauspieler Tim Eisenberger zog fortlaufend mit großer Wucht in die Letershofer Zone, schloss entweder selbst ab oder fand einen freien Mitspieler. Zumeist war dies Simon Geiselsöder, der aus diesen Anspielen insgesamt fünf Dreipunktewürfe erfolgreich traf. Bis Ende des dritten Viertel war für die Kangaroos beim 59:65 noch alles offen, auch weil Emanuel Richter in dieser Phase wichtige Körbe erzielen konnte.

In den letzten zehn Minuten konnte der VfL aber nochmals eine Schippe drauflegen. Als Geiselsöder zum 73:86 traf, war die Parie entschieden. Schade, dass er anschließend mit einer echt ekeligen Geste seine gute Erziehung vergaß. Obwohl die Leitershofer bis zum Schluss alles versuchten, konnten die Gäste am Ende einen letztendlich sicherlich nicht unverdienten Sieg mit nach Hause nehmen.

Leitershofen bleibt nach der Niederlage mit sechs Punkten auf dem drittletzten Tabellenplatz. Noch sind die Teams davor entweder punktgleich oder nur einen Sieg voraus. Das Restprogramm bis Weihnachten in Schwabing und dann gegen Vilsbiburg hat es für die BG aber in sich. Zumal nicht absehbar ist, wie sich die Verletztensituation entwickeln wird.

BG Leitershofen/Stadtbergen: N. Breuer (6/2 Dreier), J. Breuer (2), Braun (14), Uhlich (6), Dorsch (3/1 Dreier), Veney (7), Hadzovic (19), Richter (23/3 Dreier), Tesic.

Besser machte es die zweite Mannschaft in der 2. Regionalliga, die gegen die DJK SB München mit 70:60 (40:30) gewann und sich in der oberen Tabellenhälfte der Liga festsetzte. Zuvor gewannen auch die U18 gegen Sonthofen und die U10 gegen Diedorf ihre Spiele. (mit asan)

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