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Bezirksliga Süd

04.11.2019

Ohne Elf einen Punkt geholt

Der vermeintliche Siegtreffer des TSV Neusäß schien gefallen. Doch der Treffer von Akif Dogan wurde wegen einer angeblichen Abseitsstellung nicht gegeben. So blieb es beim 1:1-Unentschieden im Aufsteigerduell.
Bild: Marcus Merk

TSV Neusäß schießt beim 1:1 gegen den TSV Ottobeuren alle Tore selbst und trauert am Ende einem Dreier nach. Diskussionen um einen Treffer

Woche für Woche muss Charly Pecher, der Trainer des TSV Neusäß, auf weitere Spieler verzichten. So ist sein Lazarett momentan mit neun Spielern prall gefüllt. Moritz Schiele, Andreas Kastenhuber, Luca Markovic, Nico Rehm und Florian Sedlak sind langzeitverletzt, Emanuel Blenk, Ermias Gebisso, Ion Pruncu, Raphael Marksteiner und Justin Kresse krank beziehungsweise noch nicht fit. Nachdem auch Daniel Scherer privat verhindert war und Tim Hofbauer eine Pause einlegt, fehlte am Samstag eine komplette Elf. Trotzdem gab es gegen den Mitaufsteiger TSV Ottobeuren in der Bezirksliga Süd ein 1:1-Unentschieden.

Die Allgäuer konnten eine super Auswärtsbilanz von 15 Punkten vorweisen. Die Favoritenrolle lag also nicht unbedingt bei der Heimelf, obwohl die Neusässer vor 14 Tagen in Königsbrunn gezeigt hatten, dass sie auch zu einer Überraschung fähig sind und sich noch lange nicht geschlagen geben. Gut, dass sich wenigstens die Verletzungen von Akif Dogan und Nico Doll aus dem Derby gegen Aystetten als nicht so schwerwiegenden herausstellten und einen Einsatz zuließen.

Oft sind es nur Kleinigkeiten, die am Ende über den Erfolg einer Partie entscheiden. So haderte der TSV Neusäß nach Spielende über den verpassten, ersehnten Dreier. Über 90 Minuten zeigten die Schützlinge von Charly Pecher, dass sie ihre Tabellensituation trotz der nicht einfachen personellen Bedingungen unbedingt verbessern wollten. Die 150 Zuschauer wurden für ihr Kommen mit einer flotten abwechslungsreichen Partie belohnt. Die Lohwaldelf zeigte bereits in der Anfangsphase gutes Offensivspiel, und Tobi Müller schloss einen guten Angriff zur 1:0-Führung ab (14.). Die Gäste verstärkten im Anschluss ihre Offensivbemühungen, doch die Defensive um Co-Trainer Frank Lehrmann, Selami Murseli, Raphael Schimunek und Benedikt Gerstmeier stand sicher. Dann der Schock in der 32. Minute. Ein unnötiger Ballverlust im Neusässer Mittelfeld leitete den vollkommen überraschenden 1:1-Ausgleich ein. Einen Steilpass der Gäste konnte Paul Schmuck ablaufen, doch sein Rückpass ging nicht zu dem aus dem Tor eilenden Keeper Tobi Kastenhuber, sondern zum Entsetzen aller Neusässer ins eigene Netz. Doch die Mannschaft steckte diesen Treffer gut weg und knickte nicht ein.

Ohne Elf einen Punkt geholt

Im zweiten Abschnitt suchten beide Kontrahenten die Entscheidung. Ein weiterer Treffer durch Akif Dogan fand keine Anerkennung. Und wie es an einem solchen Tag ist, scheiterte auch Benni Gerstmeier in der 91. Minute mit seinem Schuss aus 20 Meter krachend an der Torlatte. Dem entgegen stand in der 51. Minute ein Pfostenschuss der Gäste.

Auch nach dem Schlusspfiff wollten die Diskussionen nicht verstummen, inwieweit der Treffer von Akif Dogen aus einer Abseitsstellung in der 75. Minute entstand oder nicht. (gh-)

TSV Neusäß: T. Kastenhuber; Schimunek (81. Burda), Murseli, Lehrmann, Schmuck, Siedlaczek, Aydugan (53. Tesic), Dogan, Gerstmeier, Müller, Doll.

TSV Ottobeuren: Raith; Lecocq, Mang, Kofler, Berger, Michels, Jakob, Rinninger (67. Harzenetter), Frei, Albrecht, Kofler (78. Wenisch).

Tore: 1:0 Müller (15.), 1:1 Schmuck (31./Eigentor). – Schiedsrichter: Fickler – Zuschauer: 150.

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