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Fußball-Nachlese: Fluch und Segen des direkten Vergleichs

Fußball-Nachlese

Fluch und Segen des direkten Vergleichs

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    Ziemlich zur Sache ging es im Derby TSV Neusäß gegen die SpVgg Westheim. Hier wird Marvin Czerwonka von Hardy Noack (links) und Fabio Martens in die Zange genommen. Foto: Marcus Merk
    Ziemlich zur Sache ging es im Derby TSV Neusäß gegen die SpVgg Westheim. Hier wird Marvin Czerwonka von Hardy Noack (links) und Fabio Martens in die Zange genommen. Foto: Marcus Merk Foto: Marcus Merk

    Früher gab es bei Punktgleichheit Entscheidungsspiele, heute entscheidet der direkte Vergleich. Und das ist manchmal komplizierter, als es auf den ersten Blick aussieht.

    So wie auch der 2:1-Sieg des SV Cosmos Aystetten im zweiten Spitzenspiel in Folge beim SV Egg an der Günz nicht die spielerische Überlegenheit der Cosmonauten nicht wider spiegelt. „Wir hätten durchaus noch den einen oder anderen Treffer mehr erzielen können und der Anschlusstreffer fiel aus dem Nichts“, so Pressesprecher Michael Brenner.

    Nun haben die Aystetter drei Punkte Vorsprung auf den SV Egg, den man von Platz zwei verdrängt hat, gegen den man allerdings im direkten Vergleich im Nachteil ist. Ebenfalls drei Punkte beträgt der Rückstand auf den TSV Bobingen, gegen den man zuletzt über ein 0:0 nicht hinauskam. „Der Spitzenreiter hat sich mit acht Mann hinten rein gestellt und hat jeden abgewehrten Ball bejubelt, als ob sie gerade ein Tor geschossen hätten“, lästert Brenner. „Anscheinend hat unser 5:0-Sieg im Hinspiel Spuren hinterlassen.“ Daher hat man gegen Bobingen wiederum den direkten Vergleich gewonnen. Das könnte wichtig werden, weil der Spitzenreiter am letzten Spieltag noch in Egg antreten muss.

    TSV Gersthofen ist noch immer nicht gerettet

    Der TSV Gersthofenbraucht nach der 0:3-Heimniederlage gegen den VfB Durachnoch immer einen Zähler, um zumindest dem direkten Abstieg zu entgehen. Sollte den Schützlingen von Trainer Gerhard Hildmanndies nicht gelingen, könnte nämlich der TSV Hollenbach noch gleichziehen. Und dann würde der direkte Vergleich für den Aufsteiger sprechen, der zuletzt beim TSV Schwabmünchen mit 0:5 unterlag. In der momentanen Verfassung ein durchaus vorstellbares Szenario.

    In der Bezirksliga Nord braucht der FC Horgau nach der 2:3-Niederlage beim FC Stätzling noch einen Punkt, um in Sachen Klassenerhalt ganz „safe“ zu sein. Den könnte man schon am kommenden Samstag im direkten Duell gegen den SC Bubesheimholen. Der direkte Vergleich würde nach dem 2:1-Auswärtssieg im Hinspiel für die Kleeblätter sprechen.

    Ähnlich ist die Lage beim TSV Dinkelscherben, dessen Vorsprung auf den Relegationsplatz vier Punkte beträgt. Auch für die Lila-Weißen steht beim TSV Haunstettenein Endspiel an, in dem man sich aller Sorgen entledigen könnte.

    Kompliziert ist die Angelegenheit in der Kreisliga Augsburg. Wenn dieSpVgg Langerringen(53 Punkte) ihre beiden noch ausstehenden Spiele gewinnt, kann sie vom TSV Zusmarshausen, der bei drei noch ausstehenden Spielen ebenfalls auf 59 Zähler kommen kann, nicht mehr eingeholt werden. Der direkte Vergleich spricht für die SpVgg. Realistischer scheint das Ziel, die SpVgg Lagerlechfeld von Platz zwei zu verdrängen.

    SpVgg Westheim hat nur noch ein Spiel

    Nach dem 2:2 beim TSV Neusäß, zustande gekommen durch einen leicht strittigen Treffer von Roman Prinz in allerletzter Sekunde, ist die SpVgg Westheimmomentan auf einem sicheren Tabellenplatz notiert. „Man hätte sich nicht beschweren könne, wenn da nach einem Foul am Torwart abgepfiffen worden wäre“, gibt Westheims Spielertrainer Thomas Hanselka zu. „Dafür war die Rote Karte gegen Marvin Czerwonkaein bisschen drüber.“ Aber: Die Kobelkicker haben nur noch ein Spiel zu absolvieren, weil die am letzten Spieltag spielfrei sind. „Eine blöde Situation“, so Hanselka. „Jetzt müssen wir gegen Stätzling gewinnen und dann hilft nur noch hoffen.“ Und bangen, denn der direkte Vergleich spricht bei allen Konkurrenten gegen die SpVgg Westheim.

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