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Was erwarten die Fischacher von ihrem neuen Bürgermeister Benjamin Früchtl?

Fischach

Was erwarten sich die Fischacher vom neuen Rat und vom neuen Bürgermeister?

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    Thomas Schöner und Josef Domberger, zwei eingesessene Fischacher und Hausmeister an der Schule.
    Thomas Schöner und Josef Domberger, zwei eingesessene Fischacher und Hausmeister an der Schule. Foto: Karen Luible

    Nach der langen Amtszeit von Peter Ziegelmeier ging in Fischach eine Ära zu Ende. Nicht nur die Persönlichkeiten ändern sich, auch die Partei. Stand die Marktgemeinde bisher unter Leitung eines SPD-Mitglieds, so hat mit Benjamin Früchtl nun ein CSU-Mann das Amt übernommen. Diese doppelte Veränderung weckt Erwartungen in der Bevölkerung. Aber welche genau? Wir haben nachgefragt.

    Gabriele Bachmair und Sonja Reili haben sich auch in diesem Jahr wieder aktiv um den Osterbrunnen gekümmert. Sie wünschen sich weiterhin Unterstützung für die Vereine und die Förderung von Kindern und Jugendlichen. Die Wiederbelebung der Staudenbahn erachten die beiden aus Kostengründen für schwierig, doch eine Stärkung des ÖPNV, die Anbindung des Ortes mit Bussen auch am Wochenende oder einen Shuttleservice zu Veranstaltungen in der Staudenlandhalle, halten sie für wichtig. Darüber hinaus wünschen sie sich eine Stärkung des ehrenamtlichen Engagements in allen Bereichen des Zusammenlebens.

    Der öffentliche Nahverkehr ist nicht nur für ältere Menschen wichtig

    Thomas Schöner und Josef Domberger, eingesessene Fischacher und Schulhausmeister, räumen ein, dass auch der neue Bürgermeister wohl nicht allzu viel anders machen könne und durch die finanziellen Möglichkeiten der Gemeinde festgelegt sei. Für sie ist es wichtig, dass die „Mittel gut eingesetzt werden, für Schule und Kindergärten und für die Jugendlichen“. Dazu gehören auch Sportstätten wie zum Beispiel ein Basketballplatz. Die Unterstützung für die Vereine ist in diesem Zusammenhang auch eine wichtige Säule.

    Den Ausbau des ÖPNV hält Schöner für zwiespältig, wegen der hohen Kosten, „aber natürlich brauchen wir öffentliche Verkehrsmittel“ räumt er ein, „um ältere Menschen beweglich zu halten“. „Und für die Jungen“, wirft Domberger ein, „die Kinder müssen teilweise um fünf Uhr nach Gessertshausen gefahren werden“. Beide sind sich einig, dass Bürgermeister Früchtl sehr aktiv am Leben in den Vereinen teilnimmt und mit den Bürgern im Gespräch ist. „Man muss ihm Zeit zur Einarbeitung geben, vieles ist für ihn neu, doch kennt er innerhalb kürzester Zeit schon viele Fischacher namentlich“, loben die beiden.

    Der Marktgemeinderat hat neue und auch junge Mitglieder. „Sie müssen nicht immer gleich abstimmen, es darf auch mal fünf Gegenstimmen geben“, meinen Domberger und Schöner, das Miteinander sei jedoch wichtig. So sollen sie sich schon für ihre Ortsteile einsetzen, aber stets die Belange der gesamten Marktgemeinde im Auge behalten.

    Das wünscht sich die Rektorin der Grund- und Mittelschule

    Die Rektorin der Grund- und Mittelschule Fischach Langenneufnach, Elisabeth Kick, fand es schön, dass beide, der Kandidat und die Kandidatin für das Bürgermeisteramt schon im Vorfeld den Kontakt zur Schule gefunden hatten. Beide sähen Bildung als Herzensangelegenheit und maßen Schule und Kindergärten einen hohen Stellenwert bei. Das zeigt sich nun ganz konkret in den Ideen zum Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung in der Grundschule, wo Früchtl wohl über den eigenen kommunalen Tellerrand hinausdenkt. Wie sein Vorgänger ist er vor Ort präsent, bei Begehungen wie auch bei Jubiläen von Mitarbeitern.

    Das ist Fischachs neuer Bürgermeister Benjamin Früchtl.
    Das ist Fischachs neuer Bürgermeister Benjamin Früchtl. Foto: Andreas Lode (Archivbild)

    Natürlich wünscht sich die Rektorin, dass weiterhin die Schwimmhalle für den Sportunterricht nutzbar ist. Dass die Digitalisierung mit den elektronischen Tafeln weitergeht. Dass die Räume für die steigenden Schülerzahlen in der OGTS (Offene Ganztagesschule) zur Verfügung stehen. Dass die Schulsozialarbeit weiterhin als unverzichtbar angesehen und unterstützt wird. Vom Marktgemeinderat erwartet sich Elisabeth Kick, dass er „mit dem Bürgermeister an einem Strang zieht, zum Wohle der Kinder und vor allem der Mitarbeiter“.

    Elisabeth Kick, Rektorin der Grund- und Mittelschule Fischach-Langenneufnach
    Elisabeth Kick, Rektorin der Grund- und Mittelschule Fischach-Langenneufnach Foto: Karen Luible

    Auch Stimmen, die eine Förderung von erneuerbaren Energien für unabdingbar halten, hört man in Fischach. So wird deutlich, dass auf den neuen Bürgermeister viele interessante und wichtige Aufgaben warten. „Ich bin erleichtert, von mir ist eine Last abgefallen“, meint Marianne Koos, ehemalige dritte Bürgermeisterin der Marktgemeinde und diese Last gemeinsam mit Ines Penzhorn, der zweiten Bürgermeisterin und Andreas Thoma, dem dritten Bürgermeister und dem Marktgemeinderat zu tragen, ist Benjamin Früchtl angetreten. Und wenn er doch einmal Zeit haben sollte, freut sich die eine oder der andere, wenn er auf einen Runde Schafkopf vorbeikommt.

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