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Augsburg

22.01.2020

470 neue Wohnungen: In Kriegshaber startet ein riesiges Bauprojekt

Wo früher der Post SV sein Trainingsgelände hatte, liefen in den vergangenen Monaten schon Erdarbeiten. Bis 2023 soll das ganze Areal bebaut sein, so die Planungen.
Foto: Stefan Krog

Plus Auf dem ehemaligen Post-SV-Gelände entsteht in Augsburg bis 2023 ein neues Quartier mit Eigentums- und Mietwohnungen. Auch eine Kita ist geplant.

Nach jahrelangen Vorbereitungen und Planungen starten jetzt die Bauarbeiten für rund 470 Wohnungen auf dem ehemaligen Gelände des Post SV an der Grenzstraße in Kriegshaber. Die vorbereitenden Erd- und Abrissarbeiten (unter anderem des früheren Pro-Sport-Marktes) laufen bereits seit einigen Monaten. Bis zum Jahr 2023 soll auf dem Areal neben dem Dehner-Gartenmarkt ein neues Quartier mit Wohnungen, Grünflächen, Büros und einer Kita entstanden sein.

Neue Wohnungen in Kriegshaber: Eines der größten Bauprojekte in Augsburg

Bei dem Projekt handelt es sich neben dem Martini-Park im Textilviertel und dem im Bau befindlichen Komplex der städtischen Wohnbaugruppe an der Ulmer Straße um eines der größten Wohnungsbauvorhaben in Augsburg der vergangenen Jahre. Der Anteil der geförderten Wohnungen (früher Sozialwohnungen) wird für das ganze Quartier, das aus vier- und fünfgeschossigen Bauten besteht, bei 30 Prozent liegen. Dabei bekommen Mieter je nach Einkommen gestaffelt einen staatlichen Zuschuss, um sich die Miete leisten zu können.

So soll nach einer Illustration der Investoren das neue Quartier in Kriegshaber aussehen. Ganz hinten ist der Dehner-Markt an der Bgm.-Ackermann-Straße zu erahnen, links oben der Sportplatz des TSV Pfersee an der Hessenbachstraße und rechts die Grenzstraße.
Foto: Illustration Investoren

Bauherren sind die Familie Weber (Eigentümer der Dehner-Gartenmärkte) und die Firma Scherer-Immobilien von Stadträtin Katja Scherer (CSU). Weber baut 416 Wohnungen (zum Teil Eigentums-, zum Teil Miet- und zum Teil geförderten Wohnungen) und nimmt den Großteil des Areals ein, Scherer errichtet als Riegel zur Grenzstraße hin einen Komplex, der insgesamt 57 geförderte Wohnungen, Büros und eine Kita im Erdgeschoss beherbergt. Die Kita (zwei Krippen-Gruppen und drei Kindergarten-Gruppen) wird vom Arbeiter-Samariter-Bund betrieben, der dort auch Büroflächen beziehen wird, und soll im Herbst 2021 eröffnen.

Der Ackermann-Park, wie das Quartier heißen soll, wird das kleine Neubauviertel, das vor etwa zehn Jahren an der Hessenbachstraße entstanden ist, an Kriegshaber anbinden. Am östlichen Rand des Ackermann-Parks soll ein parkartiger Grünstreifen verlaufen.

Am Dienstag legten Albert Weber, Seniorchef der Firma Dehner, Katja Scherer und Oberbürgermeister Kurt Gribl (CSU) den Grundstein für das Wohnbauprojekt. Gribl sagte, dass die Gespräche mit den Investoren immer gut verlaufen seien, auch im Hinblick auf Wünsche der Stadt wie die Kita und den Anteil an geförderten Wohnungen, der zum damaligen Zeitpunkt noch nicht rechtsverbindlich war. Augsburg brauche nach wie vor neue Wohnungen. „Die Menschen leben gerne hier, Menschen ziehen hierher, und es muss das Bestreben sein, dass die Lebensqualität dadurch nicht verschlechtert wird“, so Gribl.

Im Westen Augsburgs entstehen bald noch mehr Wohnungen

Im Gebiet rund um den Ackermann-Park wird in den kommenden Jahren ein Schwerpunkt der Stadtentwicklung in Augsburg liegen. Auf der anderen Seite der Reinöhlstraße errichtet die Wohnbaugruppe voraussichtlich ab diesem Herbst ihre neue siebenstöckige Unternehmenszentrale. Voraussichtlich im kommenden Jahr wird die Polizei etwa fünfhundert Meter weiter stadtauswärts an der Bgm.-Ackermann-Straße ihre Polizeiinspektion für den Augsburger Westen bauen.

Und auch was Wohnungsneubauten betrifft, ist der Westen ein Schwerpunkt. In Pfersee-Nord sollen auf Teilen des Dierig-Areals 200 Wohnungen entstehen. Auf dem Reese-Areal entstehen aktuell zwei Großprojekte der Wohnbaugruppe mit insgesamt geförderten 260 Wohnungen. Ende dieses Jahres wird auch der Kulturpark West auf dem Reese-Areal komplett geräumt sein. Auch hier ist Wohnbebauung vorgesehen. Erste Abrissarbeitenan bereits leer stehenden ehemaligen Kasernengebäuden sind für das Frühjahr geplant. Mittelfristig denkt die Wohnbaugruppe auch darüber nach, das Quartier um die Carl-Schurz-Straße durch Neubauten zu ersetzen und die sogenannte Weltwiese (ein ehemaliges Baseball-Feld der US-Amerikaner) mit 180 Wohnungen zu bebauen.

Lesen Sie dazu auch unser Service-Stück: Karte: Hier entstehen in Augsburg neue Wohnungen

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Die Diskussion ist geschlossen.

22.01.2020

Dem stimme ich zu und keiner wird zur Rechenschaft gezogen

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22.01.2020

Und wieder wird alles fertig sein, bevor eine vernünftige ÖPNV Anbindung realisiert ist. Wieder viele Menschen die bei Wohnung oder Büro keinen guten ÖPNV vor der Haustüre haben. Derweil verschwindet Million um Million im dümmsten Bahnhofstunnel der Welt.

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