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Augsburg

15.08.2014

Ärger am Wertachbrucker Thorfest: „Historische“ schließen Friedenspakt

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2 Bilder
Auftritt der „Historischen“ beim Wertachbrucker Thorfest.
Bild: Anne Wall

Rund um das Wertachbrucker Thorfest gab es Ärger bei den "Historischen". Jetzt wollen die Interessengemeinschaft "Historisches Augsburg" und der Stadtmauerverein den Streit beilegen.

Für die historischen Feste in Augsburg gibt es einen Neuanfang: Künftig soll das Wertachbrucker Thorfest dauerhaft vom Stadtmauerverein organisiert werden, die Interessengemeinschaft (IG) Historisches Augsburg konzentriert sich auf das Bürgerfest in den Rote-Tor-Wallanlagen. Die Spitzen beider Vereine haben sich auf dieses Konzept geeinigt und wollen sich dabei gegenseitig unterstützen. Der interne Streit, der in den zurückliegenden Wochen öffentlich ausgetragen wurde, soll beigelegt werden. IG und Stadtmauerverein haben einen Friedenspakt geschlossen, wie am Freitag verkündet wurde.

Ein Mediationsgespräch konnte schließlich schlichten

Vorangegangen war ein Mediationsgespräch, das von Bürgermeister Stefan Kiefer und dem städtischen Personalamtsleiter Roland Lösch geleitet wurde. Lösch ist bei der Stadt zuständig für die Betreuung der historischen Feste. Den „Historischen“ ist er eng verbunden, Lösch ist Ehrenmitglied der IG. „Ich habe große Sorge, dass die Zukunft der historischen Feste auf dem Spiel steht, wenn die Beteiligten die persönlichen Konflikte nicht beilegen“, hatte Lösch in den Tagen nach Ende des Wertachbrucker Thorfestes geäußert. Es wurde in diesem Jahr von der IG veranstaltet. Allerdings blieben einige Vertreter der historische Vereine dem Fest fern.

Die Einigung sieht nun vor, dass künftig das Fest am Wertachbrucker Tor durch den Stadtmauerverein gegen eine Zahlung in Höhe von 6000 Euro an die IG durchgeführt werden kann und das Bürgerfest durch die IG. Auf dieser Grundlage soll eine für alle Seiten dauerhaft akzeptable Lösung zur friedlichen Koexistenz beider Vereine möglich sein, heißt es. „Wir freuen uns, dass sich die IG dem Wunsch nicht verschlossen hat und wir nun eine Lösung haben, die beide Feste durch gegenseitige Unterstützung sichern kann“ sagt Werner Zimmermann vom Stadtmauerverein bei.

Beide Vereine hoffen nun auf die Zustimmung der Stadt Augsburg und der jeweiligen Vereinsmitglieder zur gefunden Lösung. Der Stadtmauerverein hatte bereits im Jahr 2012 ein historisches Fest am Wertachbrucker Tor mit umfangreichem Kulturprogramm auf die Beine gestellt. Aus Eintrittsgeldern wurden 30000 Euro an die Stadt zum Erhalt der Stadtmauer gespendet. 2014 kam die IG zum Zug, da die Stadt einen langfristigen Vertrag mit der Dachorganisation der Historischen abgeschlossen hat. Da aber in diesem Jahr kein Eintritt erhoben wurde, wird es wohl auf ein Defizit hinauslaufen. Die Stadt würde in diesem Fall eine Ausfallbürgschaft von maximal 20000 Euro übernehmen.

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