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Augsburg

03.04.2021

Ärger im Park: Polizei verstärkt Kontrollen an den Feiertagen

Die Polizei wird über Ostern an Grünanlagen und in Parks wie hier dem Reese-Park verstärkt kontrollieren.
Foto: Annette Zoepf

Plus In zwei Augsburger Parks helfen Bereitschaftspolizisten mit, um bei Jugendlichen für Ordnung zu sorgen. In den Naherholungsgebieten sind auch Kontrolleure unterwegs.

Wegen erheblicher Probleme mit aggressiven Jugendlichen im Sheridan-Park will die Augsburger Polizei an Ostern Präsenz zeigen. Die Einsatzkräfte werden dort durch Bereitschaftspolizei verstärkt. Auch in den Naherholungsgebieten sind über die Feiertage gezielte Kontrollen angekündigt.

Polizeisprecher Michael Jakob sagt, vor dem Hintergrund der aktuellen Ereignisse werde es in den kommenden Tagen regelmäßige Kontrollen im Sheridan-Park und Reese-Park geben. Geplant seien etwa 30 Einsatzkräfte vor Ort, die von der Bereitschaftspolizei unterstützt werden sollen. Wie berichtet, hatte es am Montagabend einen Großeinsatz im Sheridan-Park gegeben. Mehrere Jugendliche sollen aus einer Gruppe von etwa 60 Personen heraus Polizeibeamte attackiert und beleidigt haben, die wegen Verstößen gegen die Corona-Regeln auf das Areal gerufen worden waren. Im nahen Reese-Park waren Ende Februar jugendliche Gruppen miteinander in einen Streit geraten, der offenbar eskalierte.

Naturschutz-Scouts klären Ausflügler auf

Wie das Polizeipräsidium Schwaben Nord weiter mitteilte, wird es über die Feiertage zwar keine Schwerpunktkontrollen im klassischen Sinne geben. Weil über Ostern jedoch viele Besucher in den Naherholungsgebieten erwartet werden, seien Kontrollen zur Einhaltung der Corona-Regeln in Freizeitbereichen geplant, etwa am Autobahnsee und am Kuhsee. Dies werde ähnlich ablaufen, wie beim ersten Lockdown im vergangenen Frühjahr.

Die neuen Naturschutz-Scouts des städtischen Landschaftspflegeverbandes (LPV) sind über Ostern im Stadtwald und auf den Heiden unterwegs. Die ehrenamtlichen Kräfte klären Ausflügler darüber auf, welche Regeln in den Schutzgebieten gelten, die gleichzeitig beliebte Freizeitreviere sind. LPV-Geschäftsführer Nicolas Liebig sagt, bei schönem Wetter seien gerade viele Menschen in der Natur unterwegs. Das führt zu Problemen. "Allein auf der Kuhseeheide wurden kürzlich innerhalb einer Stunde 35 Leute angetroffen, die dort lagerten", sagt Liebig. Das sei im Schutzgebiet nicht zulässig. Dort treiben in diesen Wochen seltene Pflanzen wie Enzian oder Orchideen aus, die keinen Schaden nehmen sollen.

Ärger im Park: Polizei verstärkt Kontrollen an den Feiertagen
18 Bilder
So lebt es sich im Sheridan-Park
Foto: Christoph Kölle

Nach Angaben des Geschäftsführers gab es bis Donnerstag keine negativen Reaktionen auf die Scouts. Diese hätten vor allem auch junge Leute aufgeklärt, die viel Verständnis für die Kampagne gezeigt hätten. Dabei sei zur Sprache gekommen, dass viele in kleinen Wohnungen ohne Balkon leben und "einfach mal raus" wollen. Liebig betont jedoch, dass die Scouts nicht in den Abendstunden ausgeschickt werden. "Dann könnte es riskant werden", meint er. Auf der alten Flugplatzheide und der Dürrenastheide, die in der Nähe von Wohngebieten liegen, seien immer wieder Spuren von Gelagen zu finden, bei denen viel Alkohol fließt.

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03.04.2021

Wenn jedes Wochenende maskenlose Querdenker, stundenlang und unter Polizeischutz, durch deutsche Städte marschieren dürfen, dann tun sich die Jungen vielleicht schwer den Sinn, von Kontakt-und Ausgangsbeschränkungen, zu sehen. Kann man ihnen nichtmal übel nehmen....

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03.04.2021

Schön, daß die Polizei nichts Wichtiges zu tun hat. Einige werden es mit Freude lesen, daß sich unsere Polizei an Kleinigkeiten b indet.

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03.04.2021

@Andreas B.
Was unterscheidet sich Ihrer Meinung nach denn von "Nichts zutun und fehlende Bildung...." und "Das fängt schon zuhause bei manchen Akteuren an." mit denjenigen die in den Urlaub fliegen? Beide Gruppen sind Ich-Menschen und legen keinen Wert auf andere. Somit sind beide Gruppen gleich dumm.

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03.04.2021

Nichts zutun und fehlende Bildung dürften ein Hauptproblem sein. Das fängt schon zuhause bei manchen Akteuren an.

Wenn Sätze wie "Alda was gucksch du, willsu auf Fresse?" zur hauptsächlichen Kommunikationsform gehören, sind Probleme vorprogrammiert.

Der Ansatz muss viel früher sein, zuhause und in der Schule. Streife im Park ist gut, damit der normale Bürger auch sicherer ist aber das kann nur eine vorübergehende Lösung sein. Die jungen Leute müssen auf die richtige Spur gebracht werden. Viele wären dann mit dabei.

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03.04.2021

Auf die Spur gebracht? Den Jugendlichen reicht es inzwischen halt einfach, so wie den restlichen 99% in Deutschland und die Leute merken halt, dass die Polizei letztlich nichts tun kann. Schauen Sie mal nach Holland. Dauert nicht mehr lange und der Zorn wird sich auch hier entladen - verständlicherweise.

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