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Am Augsburger Höhgraben sieht man, was der Klimawandel anrichtet

Kommentar Von Eva Maria Knab
23.02.2021

Plus Am Augsburger Höhgraben zeigt sich: Auch eine gute Pflege von Naturschutzgebieten bringt nichts, wenn die Umwelt im großen Stil zerstört wird - etwa durch den Klimawandel.

Der Augsburger Höhgraben ist ein europäisches "Natura 2000"-Schutzgebiet. Für diese Gebiete gilt die Vorschrift, dass sich die Bedingungen für die geschützten Arten und Lebensräume nicht verschlechtern dürfen. Die Mitgliedsstaaten der EU müssen das in Brüssel regelmäßig nachweisen. Für den Augsburger Höhgraben dürfte dieser Nachweis bald schwer zu erbringen sein, wenn sich nichts ändert. Von dem Quellbach mit seinem typischen Lebensraum ist fast nichts mehr übrig.

Klimawandel zeigt sich nicht nur am Augsburger Höhgraben

Am Höhgraben wird nun für jedermann konkret sichtbar, was der globale Klimawandel und die zunehmende Flächenversiegelung vor Ort anrichten. Lebensräume und Arten, die typisch für eine Region sind, drohen verloren zu gehen. Damit steht ein Stück Heimat auf dem Spiel, in der sich die Augsburger Bevölkerung wohlfühlt. Denn der Quellbach im Norden der Stadt ist nicht der einzige, an dem es Probleme oder Schäden gibt. Auch Bäche im Stadtwald, die sich aus Grundwasser speisen, sind zunehmend betroffen.

Zwar gibt es immerhin Bemühungen, Schäden an der Natur zu reparieren, so weit das möglich ist - nun etwa die Flurbereinigung am Höhgraben. Doch solche Projekte verschlingen hohe Summen an öffentlichen Geldern und können Naturzerstörung nur lindern. Deshalb muss politisch endlich mehr passieren, um gegen die Folgen des Klimawandels und die Versiegelung der Böden vorab strategisch vorzugehen - auch in der Stadt Augsburg.

Lesen Sie dazu auch den Bericht: Augsburger Schutzgebiet Höhgraben droht Zerstörung

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