26.10.2016

Asiatisches Star Wars

Malaysische Puppen spielen im Abraxas

Das traditionelle malaysische Schattentheater und moderne Science-Fiction gehen nicht zusammen? Fusion Wayang Kulit aus Kuala Lumpur beweist das Gegenteil – und verschafft damit den Freunden des Augsburger Puppenspiels zwei stark beachtete Abende. Beide Male war das Abraxas-Theater so gut wie ausverkauft, damit sich Fans das außergewöhnliche Spektakel ansehen.

Eigentlich ist es ein Puppenspiel der langsamen Bewegungen, das fast schon zeremoniell anmutet. Das erste Stück handelte vom guten König Sri Rama, der seinen Sohn an die Prinzessin des Reichs von Brahman Lakasari verheiraten will. Allerdings hat sich die Braut vor Zeiten dem Tempel verlobt. König Brahman fürchtet Unglück, sollte die Ehe trotzdem zustande kommen. Der Erzähler schildert aus dem Off die Geschichte, das acht Mann starke Gamelan-Orchester sorgt für dramatische Klänge.

Etwas lebhafter wird die Szene, als Wayang Kulit „Star Wars“ auf die alten Charaktere überträgt. In der Tat lassen sich die Figuren verschmelzen, wenn man einzelne Elemente wie gefiederte Beine (ideal für Skywalker) nutzt und sich traut, die weißen Soldaten auf Skelette zu setzen. Die alte Spielweise nimmt an Tempo zu, die Lust an turbulenten Kämpfen ist dieselbe. Ein einziger Spieler führt hinter der Leinwand die flachen Figuren, die aus Ziegenleder filigran gestanzt und beidseitig koloriert werden. Beweglich ist an ihnen nur ein Teil, sei es Hand und Arm oder das Kinn. Ein Meister, wer sie zum Leben erweckt. (loi)

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