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Augsburg

13.03.2019

"Auf Haxe": Ein Drei-Gänge-Menü quer durch die Stadt

Beim Projekt „Auf Haxe“ kocht man einen Gang selbst, danach wird man zweimal „bekocht“.
Bild: Ramona Hopf

Seit fünf Jahren erfreut sich „Auf Haxe“ in Augsburg großer Beliebtheit. Ziel dabei ist es, Menschen aus der Nachbarschaft zusammen an Herd und Küchentisch zu bringen.

Es ist ein Abendessen, bei dem es nicht so sehr um das Essen, sondern um das Zusammensein und das Kennenlernen neuer Leute geht. Ein Dinner bei dem man an einem Abend einmal Gastgeber und zwei Mal Gast ist. Was erst einmal befremdlich klingt, ist genau das, was das Projekt „Auf Haxe“ ausmacht und was es für die Teilnehmer so spannend macht.

„Auf Haxe“ hat nämlich zum Ziel, Menschen aus der Nachbarschaft miteinander bekannt zu machen. Die Teilnahme läuft folgendermaßen ab: Zusammen mit einem Partner kann man sich auf der Internetseite anmelden. Ein bis zwei Tage vor dem Termin erhält das Team per E-Mail eine Speisekarte, die besagt, welchen Gang man kochen muss.

Ein Team kocht, zwei Teams essen

Ein Team bekocht immer zwei andere Teams, dann zieht man weiter. So werden drei verschiedene Gänge in drei verschiedenen Wohnungen serviert, wobei man bei jedem Gang vier neue Leute kennenlernt. Was genau gekocht wird, entscheiden die Teams selbst. Außerdem wird sichergestellt, dass die Laufwege zwischen den Wohnungen in etwa gleichmäßig verteilt sind. Zum Ausklang des Abends treffen sich alle Teams, meistens waren es bislang zwischen 24 und 27, in einer Bar.

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Das Projekt, das vor neun Jahren von Berliner Studenten gegründet wurde, wird mit Fördermitteln aus dem Programm „Jugend in Aktion“ der Europäischen Union unterstützt. 36 deutsche Städte nehmen mittlerweile daran teil, so auch Augsburg. Seit fünf Jahren ist man nun schon in der Fuggerstadt „Auf Haxe“. Initiatorin des Projekts ist die 31-jährige Ramona Hopf. Vor fünf Jahren veranstaltete die Augsburgerin ihre erste „Haxe“. Nicht ganz freiwillig, wie sie sich erinnert: „Auf der After-Party einer ,Haxe‘ in München überredete mich ein Freund dazu, das Projekt in Augsburg zu starten. Erst war ich etwas skeptisch, doch dann gab ich nach. Zum Glück.“

Erst ein großes Haus, dann eine Studenten-WG

Seit dem Wegzug des Freundes wird Ramona Hopf von den Freundinnen Patricia Rotter und Julia Wachter unterstützt. Die drei Frauen arbeiten ehrenamtlich und sind trotz gelegentlichem Organisationsstress vom Projekt begeistert: „Manchmal isst man eine aufwendige Vorspeise in einem riesigen Haus, danach gibt es Nudeln mit Soße in einer Studenten-WG. So viele verschiedene Leute und Lebensweisen kennenzulernen macht wirklich Spaß“, freut sich Patricia Rotter, die selbst gerne bei der „Haxe“ mitmacht.

Das diesjährige Motto der „Haxe“ lautet „Leckereien aus aller Welt“ und findet am 23. März statt. Eine kostenlose Anmeldung ist unter www.aufhaxe.de möglich. Weitere Informationen gibt es außerdem auf der Facebook-Seite „Auf Haxe Augsburg“.

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