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Augsburg
07.08.2020

Aufreger um Apostroph: Das Hotel "Drei Mohren" wird zum "Maximilian's"

Das Augsburger Traditionshotel "Drei Mohren" benennt sich nach einer lange andauernden Rassismus-Debatte um.
Foto: Stefan Puchner, dpa

Plus Während die Hotelleitung des "Drei Mohren" die Umbenennung organisiert, reißen sich die Augsburger um Erinnerungen. Auch am neuen Namen gibt es Kritik.

Das Wetter am Donnerstag und Freitag war herrlich. Theodor Gandenheimer, Hotelchef des Drei Mohren, hat trotzdem viele Schirme verkauft. Handtücher auch und Schreibtischunterlagen, Hotelchroniken … "Sie glauben nicht, wie viele Augsburger jetzt kommen und fragen, ob sie diese Dinge haben können", sagt Gandenheimer.

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07.08.2020

Die vielen berechtigten Einwände gegen das Aufgeben des Traditionsnamens „Drei Mohren“ darauf zu reduzieren, dass der Augsburger Gewohntes nicht aufgeben will, ist eine unzulässige Verzerrung. Damit werden mit einem Federstrich alle historisch und etymologisch wohl begründeten Gegenargumente auf hochmütige Weise weggebügelt. Ebenso ist es eine unzulässige Vereinfachung, zu behaupten, dass das Apostroph im Genitiv von Maximilian „korrekt“ sei, nur weil der Duden diese Form zwar ausnahmsweise und im Einzelfall zulässt, dabei aber explizit von der Verwendung abrät. Die Duden-Redaktion versuchte schon immer, schleichenden Sprachgebrauch mit nach strenger Lehre korrekter Orthographie in Einklang zu bringen. Sollte man dann nicht dem inflationären Gebrauch des Dativ Rechnung tragen und dieses ehrenwerte Haus in „Dem Maximilian sein Hotel“ umbenennen?

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