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Augsburg
05.08.2020

Bahnhofstunnel ist tabu: Für Radfahrer bleibt nur die "Angströhre"

Radfahrer werden weiterhin die Pferseer Unterführung nehmen müssen, weil der neue Tunnel zum Hauptbahnhof nicht für den Radverkehr freigegeben wird.
Foto: Annette Zoepf (Archiv)

Plus Fahrradaktivisten kritisieren die Stadt Augsburg, weil sie den neuen Tunnel zum Hauptbahnhof nicht nutzen dürfen werden. Das würde laut Verwaltung ein Chaos verursachen.

Die Initiatoren des Fahrradbürgerbegehrens fordern von der Stadt Verbesserungen rund um den Hauptbahnhof nach der Fertigstellung des Straßenbahn- und Fußgängertunnels im Jahr 2023. Die Forderung ist nicht Bestandteil des Bürgerbegehrens, das die notwendige Zahl an Unterstützern erreicht hat. Allerdings dürfte sie Teil der nun anstehenden Gespräche zwischen Radaktivisten und Stadt sein.

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Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

05.08.2020

Ich verstehe das Problem überhaupt nicht.
Die übliche Erfahrung als Fußgänger ist die, das das Gehwege und Fußgängerzonen doch als natürliche Erweiterung der Radwege angesehen werden. Somit sollte ja genug Fläche für den Radverkehr zur Verfügung stehen.

05.08.2020

Nur mit dem angesprochenen Problem, dass da nicht wirklich genug Platz ist für Radfahrer in Radfahrgeschwindigkeit und Fußgänger. Deswegen wäre da eine konfliktentschärfende Lösung absolut nötig. Mit der im Artikel angesprochenen Radspur bergab und ohne Radspur bergauf ist das genau der falsche Ansatz: Bergab sind Radfahrer nahe an den für PKW zugelassenen 30 km/h also gut im Verkehr fließend, bergauf langsamer als 30 km/h, aber deutlich schneller als Fußgänger, weshalb da ein separater Weg/Spur sinnvoll wäre.

05.08.2020

So viel Geld ausgeben und dann an wichtigen Punkten sparen.
Passt zu Augsburg als Provinzhauptstadt.

05.08.2020

Am Pasinger Bahnhof, gibt es eine Radunterführung unter dem Bahnhof, diesen sollten sich die Verantwortlichen des Bahnhofstunnels Augsburg mal anschauen.

05.08.2020

An die 30 km/h Beschränkung sowie das Überholverbot von Radfahrern hält sich leider kaum ein Pkw... warum wird hier keine permanente Geschwindigkeitsüberwachung installiert? Würde sicher auch einiges an Geld bringen...

05.08.2020

Warum nicht eine wirkliche Lösung für ÖPNV und Radverkehr?

3er auf planfestgestellter Trasse durch die Rosenaustraße?
Darunter ein Autotunnel zwischen Portal West und der Pferseerstraße für den notwendigen Durchgangsverkehr?
Darüber ein echter verkehrsberuhigter Bahnhofsvorplatz mit PLATZ für Tram, Fußgänger, Radfahrer, Taxis, Kiss and Ride, Bushaltestellen?
Eine Fahrradachse/Fahrradstraße zwischen Kö und Wertachufer - via Bahnhofstraße, westliche Viktoriastraße, verbrennungsmotorfreien Pferseer Tunnel, Pferseer Straße? Der Autotunnel sorgt hier auch für eine weitgehend kreuzungsfreie Fahrt zwischen Innenstadt und weiterer Verteilung des Radverkehrs über das Wertachufer.
Dem Erhalt der Haltestelle „Rosenaustraße“ in der verkehrsberuhigten Pferseer Straße mit bequemer Anbindung der umliegenden Wohnbebauung?
Allen Möglichkeiten für eine künftige Linie 5?
Einer Neuverteilung des Platzes auf der Pferseer Brücke nach Entfall der Haltestelle? Vielleicht mit by-pass zwischen Lutzstraße und Perzheimstraße?
Einer Sperrung der Hessenbachstraße mit neuem Platz am Eingang nach Pfersee?

Ein echtes neues Verkehrskonzept statt Zuschussabzocke?

05.08.2020

>> Das Tiefbauamt verweist darauf, dass nach wie vor nicht endgültig feststeht, wie die Trassenführung der Linien 3 und 5 auf der Westseite des Bahnhofstunnels aussieht. <<

Auch damit wird deutlich - man wollte einen Bahnhofsumbau - ein Konzept für ÖPNV und Fahrradverkehr gibt es bis heute nicht. Der Tramtunnel offenbart sich wieder als das was er ist - ein reines Zuschussdetail, das eben nicht als Teil von sinnvollen Linienführungen erkennbar ist.

05.08.2020

Es ist sehr bedauerlich, dass schon jetzt feststeht: Die angestrebte teure Lösung ist Schrott für alle Verkehrsteilnehmer, sogar für die Autofahrer.
Nachbessern kann man nur noch, indem man die Pferseer Unterführung für Fußgänger sperrt und nur Radfahrer zulässt. Im Ausgleich dafür wird die Grenze der Cityzone um die Station Rosenaustraße ergänzt, sodass es für das Nadelöhr einen kostenlosen Shuttle gibt. Mit LEDs könnte man den Tunnel relativ preiswert taghell beleuchten und ihm das Unheimliche nehmen.
Die Rampe ist zwingend notwendig, der Zwang zum Treppensteigen ist peinlich und lächerlich. Andernfalls sind alle Geschäfte in der Bahnhofsstraße zukünftig vom ÖPNV mehr oder weniger abgeschnitten. Ich hoffe, dass von dieser Seite auch politischer Druck kommt.