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  3. Augsburg: Demo am Ulrichsplatz: Hilfe für Menschen in Afghanistan gefordert

Augsburg
29.08.2021

Demo am Ulrichsplatz: Hilfe für Menschen in Afghanistan gefordert

Rund 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen am Samstag zu der Kundgebung in Augsburg, so die Polizei.
Foto: Peter Fastl

Plus Rund 200 Demonstranten in Augsburg solidarisieren sich am Samstag mit der afghanischen Zivilbevölkerung. Teilnehmer erzählen, warum sie auf die Straße gehen.

Maria Möller ist Ärztin und hat oft mit afghanischen Flüchtlingen zu tun. "Wir haben hier welche, die panische Angst haben um ihre Familie in ihrem Heimatland", sagt die Augsburgerin. Die verzweifelte Lage der Zivilbevölkerung in Afghanistan und die Eskalation der Gewalt sind für sie der Grund, am Samstag auf die Straße zu gehen. Sie wolle Solidarität zeigen, damit sich politisch etwas ändert, sagt Möller. Rund 200 Augsburger demonstrieren am Samstagnachmittag auf dem Ulrichsplatz für eine deutsche Luftbrücke nach Afghanistan. Die Menschen dort dürften nach dem Ende der Evakuierungsflüge nicht im Stich gelassen werden.

Auch Hafizi Ratib ist zur Demo auf den Ulrichsplatz gekommen. Der Afghane ist seit 2013 hier und sagt, "mir blutet das Herz, es geht um unser Land". Die Menschen würden gerne ein normales Leben führen und Rechte haben, doch das sei unter der Herrschaft der Taliban nicht möglich. Insbesondere Frauen seien hart betroffen und benachteiligt. Junge Frauen dürften nicht mehr an die Uni gehen, viele hätten ihren Beruf aufgeben müssen. "Meine Schwester hat Jura studiert und war Richterin, jetzt ist sie arbeitslos."

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