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Augsburg
25.10.2016

Ehefrau zerstückelt: Horst K. nennt Motiv für grausame Tat

Horst K. (Mitte) soll seine Ehefrau ermordet und zerstückelt haben. Rechts sein Verteidiger Dr. Bernd Scharinger.
Foto: Annette Zoepf

Der Mordprozess gegen den Friedberger Horst K. beginnt mit Verspätung. Dann erzählt der Angeklagte erstaunlich ruhig und sachlich von der grausamen Tat.

Der Prozess um den grausamen Mord in Friedberg beginnt am Dienstagmorgen mit einer halben Stunde Verspätung. Der Grund: Der Kleinbus, der den Angeklagten vom Gefängnis in Gablingen in den Augsburger Gerichtssaal bringen soll, steht im Stau auf der B 2. Als Horst K., 53, dann durch eine Tür an der Stirnseite des Saals hereingeführt wird, sind alle Blicke auf ihn gerichtet. Er trägt ein dunkles Jackett und ein weißes Hemd. Man könnte Horst K. auch für einen Rechtsanwalt oder einen Staatsanwalt halten. Wenn man nicht wüsste, dass der unauffällige, etwas füllige Mann mit den grauen Haaren seine von den Philippinen stammende Frau getötet und zersägt hat. Wer ist der Mann, der seine Ehefrau Grace, 37, so grausam getötet hat? Wird er versuchen, seine Tat zu erklären?

Anwalt: Angeklagter wollte sein Leben beenden

Zunächst spricht sein Verteidiger Bernd Scharinger. Der Anwalt sagt, Horst K. habe sein Leben beenden und sich selbst durch die Tötung seiner Ehefrau unter Druck setzen wollen, den Suizid zu begehen. Er sei beruflich überfordert gewesen; er dachte, er sei sterbenskrank und er war in der Ehe mit Grace K. unglücklich. Er habe sich in einem Hotel in Thailand umbringen wollen. Am Morgen nach der Tat sei ihm aber klar geworden, dass es nicht so einfach sei, sich umzubringen. Horst K. sei sich seiner Schuld bewusst und es sei ihm klar, "dass er die Verantwortung zu tragen hat", so der Anwalt.

Dann spricht der Angeklagte erstaunlich ruhig und sachlich über die grausame Tat. Er habe seine Frau getötet, weil er gewusst habe, wie verzweifelt sie sein würde, wenn er sich etwas antue. Das habe er ihr ersparen wollen. Er habe auch befürchtet, dass eine Frau ihn verlässt. Er sei verzweifelt gewesen und habe nicht gewusst, was er tun solle. Irgendwann "sei es dann passiert." Er wisse nicht mehr genau, was ihn in diesem Moment dazu gebracht habe . Als er von der Situation erzählt, nachdem es vorbei und seine Frau tot war, stockt ihm doch die Stimme und er ringt um Fassung. Er räumt auch ein, dass es sein Ziel war, dass die Tat möglichst spät entdeckt wird.

Grausame Details in der Anklageschrift

Die Tat sorgte für Entsetzen im Raum Augsburg. Den Ermittlungen zufolge soll Horst K. Ende November vorigen Jahres auf seine Ehefrau mit einem Hammer eingeschlagen haben, als sie nachts im Bett lag. Dann soll er sie mit einer Tüte erstickt haben. Später zersägte er laut Anklageschrift stundenlang die Leiche seiner Frau, legte die Teile in Salz ein und verpackte sie in Tüten und Kisten. Die Kisten füllte er zudem mit Bauschaum aus. Er deponierte sie in einem Mietabteil einer Lagerhalle im Augsburger Martini-Park. Die Ermittler gehen davon aus, dass er den Mord geplant hat. Er soll sich vorab im Internet informiert haben, wie sich eine Leiche beseitigen lässt. Auch den Hammer soll er kurz vor der Tat gekauft und in einem Schrank versteckt haben.

Nach der Tat flog Horst K. nach Thailand, wo er über den Jahreswechsel blieb. Als er im Januar wieder über den Frankfurter Flughafen nach Deutschland zurückkehrte, nahmen Kripobeamte seine Fährte auf und stellten ihn zur Rede. Er soll die Tat schnell gestanden haben, hieß es. Er führte die Ermittler auch zu dem Lagerhaus, in dem er die Leichenteile versteckt hatte.

Die Anklageschrift wirft ihm vor, dass er Grace K. tötete, weil er nicht mehr mit ihr zusammenleben wollte. Außerdem, so die Staatsanwaltschaft, habe er mit Geld von ihrem Konto nach Thailand reisen wollen, um dort Sex-Kontakte mit anderen Frauen zu suchen. Der Mordprozess ist vom Gericht auf sechs Tage angesetzt. Drei Schwestern von Grace K. sind von den Philippinen angereist, um den Mordprozess zur verfolgen. Sie treten in dem Verfahren als Nebenklägerinnen auf.

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