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  3. Augsburg: Eine Lawine begrub die erste Augsburger Hütte

Augsburg
04.08.2019

Eine Lawine begrub die erste Augsburger Hütte

Die Augsburger Hütte mit Parseier im Hintergrund auf einem Lichtdruck aus dem Jahr 1894.
4 Bilder
Die Augsburger Hütte mit Parseier im Hintergrund auf einem Lichtdruck aus dem Jahr 1894.

Heute gehört die Augsburger Hütte zu den selbstverständlichen Zielen in den Alpen. Doch der Bau zu der alpinen Unterkunft war mühsam und gefährlich.

Steil aufragende Felswände, tiefe, unheimliche Schluchten, unergründliche Seen, dunkle, geheimnisvolle Wälder: Lange Zeit galten die Alpen als unbekannte, lebensfeindliche, ja als mystische Orte, jagten den Menschen Schauder ein. Die Bergbewohner lebten abgeschieden in ärmlichen Verhältnissen. Vor 150 Jahren wurde der Alpenverein gegründet mit dem Ziel, die Berge zu erschließen und die Lebenssituation ihrer Bewohner durch Tourismus zu verbessern. Die Gründerväter der Augsburger Sektion machten sich ab 1869 auf, die nahe gelegenen Gebiete im Allgäu und in Tirol „unter ihre Fittiche“ zu nehmen.

In den Jahrzehnten zuvor hatten sich nur wenige wagemutige Menschen getraut, einen Allgäuer Berg zu erklimmen. Überliefert ist, dass der Fürstbischof von Augsburg, Clemens von Wenzeslaus, 1773 auf dem Gipfel des Grünten stand – er hatte sich allerdings von 56 einheimischen Bauern in einem Sessel hochtragen lassen. Bayerische Landvermesser sind es dann, die um 1818 rund 50 Gipfel im Allgäu mit Signalstangen versehen und kartografieren. Mit der Eröffnung der Bahnstrecke Augsburg – Kempten und dem weiteren Gleisausbau nach Immenstadt, Oberstaufen und Lindau rücken die Berge näher an die Fuggerstadt heran.

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