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Augsburg: In Augsburg geht der Streit um die Streckenführung der Linie 5 weiter

Augsburg

In Augsburg geht der Streit um die Streckenführung der Linie 5 weiter

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    Die Kastanienallee in der nördlichen Rosenaustraße ist als mögliche Route für die Straßenbahnlinie 5 auf dem Abstellgleis gelandet. Die Sozialfraktion kritisiert das.
    Die Kastanienallee in der nördlichen Rosenaustraße ist als mögliche Route für die Straßenbahnlinie 5 auf dem Abstellgleis gelandet. Die Sozialfraktion kritisiert das. Foto: Peter Fastl (Archiv)

    Die Sozialfraktion im Stadtrat wirft der Stadtregierung vor, sich bei der Trassenwahl für die Linie 5 in Bahnhofsnähe vorschnell festgelegt zu haben. Stadtrat Dirk Wurm (SPD) sprach am Mittwoch angesichts überarbeiteter Förderbedingungen des Freistaats von einem "großen Fehler".

    Wie berichtet, hatte die Regierungskoalition im vergangenen Dezember durchgesetzt, dass für den ersten Abschnitt der künftigen Linie 5 die "geflügelte Variante" (stadtauswärts durch Rosenau-/Pferseer-/Holzbachstraße, stadteinwärts durch Holzbach-/Perzheim-/Hörbrotstraße) favorisiert wird. Die Sozialfraktion hätte die 5er lieber auf direktem Weg komplett durch die südliche und nördliche Rosenaustraße fahren lassen, was einen leichten Fahrzeitgewinn gebracht hätte. Die Stadtwerke als Betreiber und Bauherr der Linie hatten sich gemeinsam mit der Stadt für die geflügelte Variante ausgesprochen, zwischen den Zeilen wurde aber deutlich, dass man rein aus verkehrlichen Gründen ohne städtebauliche Überlegungen die Rosenaustraße auch nicht so schlecht gefunden hätte.

    Augsburger Koalition lehnte alternativen Verlauf der Linie 5 ab

    Als Argument gegen eine Rosenau-Trassierung führte die schwarz-grüne Koalition im Hinblick auf die Kastanienallee in der Rosenaustraße damals an, dass dort kein Platz für einen eigenen Gleiskörper vorhanden sei. Dieser war für eine staatliche Förderung in der Tat nötig. Zwar sei damals schon eine Änderung bei den Förderbedingungen absehbar gewesen, man wisse aber noch nichts Definitives, so Stadt und Stadtwerke.

    Am Dienstag hat das bayerische Kabinett beschlossen, dass es auch Geld gibt, wenn Straßenbahngleise in die Fahrbahn, ohne separaten Gleiskörper gebaut werden. "Unsere Kritik an der geplanten Variante verstärkt sich mit der Entscheidung des bayerischen Kabinetts", so Fraktionschef Florian Freund. Die Rosenau-Variante sei schneller, umweltfreundlicher und günstiger. "Wer nach dieser Entscheidung des Kabinetts noch immer an der deutlich teureren und schlechteren Variante festhält, handelt unverantwortlich", sagt Freund. Allerdings wird die Gesetzesänderung nicht sofort in Kraft treten. Unter anderem müssen noch Verbände angehört werden.

    Bei geflügelter Variante sind Klagen von Anwohnern absehbar

    Die Stadtwerke hatten die Antragsunterlagen für die geflügelte Variante wenige Tage nach dem Stadtratsbeschluss eingereicht. Die zuständige Regierung von Schwaben wird sich auch mit weiteren Varianten als der favorisierten geflügelten Streckenführung auseinandersetzen, das Hauptaugenmerk liegt jedoch bei der Vorzugsvariante. Für ein solches Genehmigungsverfahren ist mindestens ein Jahr Bearbeitungszeit anzusetzen. Es ist absehbar, dass es zu Klagen von Anliegern oder Anliegerinnen kommen wird, sollte es eine Planfeststellung (Genehmigung) für die geflügelte Variante geben.

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