Augsburg: Studenten-Reporter zeigen, was Augsburgs Hochschüler bewegt
Augsburg
Studenten-Reporter zeigen, was Augsburgs Hochschüler bewegt
Das Hochschulmagazin Presstige berichtet unter anderem über das Augsburger Studentenleben. Mit einer Online-Sonderausgabe unserer Redaktion wollen sie Einblick in aktuelle Themen geben.
Thomas Koristka und Anne Eberhard berichten mit dem Team des Hochschulmagazins Presstige über Studenten in Augsburg, jetzt auch in unserer Zeitung.Foto: Annette Zoepf
"Sex sells" (Sex verkauft sich gut) - an diese Regel halten sich Boulevard-Medien. Aber auch dem Augsburger Hochschulmagazin Presstige hat eine Themenwoche über Sex zuletzt besonders viele Klicks beschert. "Wir haben das Thema von vielen Seiten beleuchtet", sagt Anne Eberhard von der Chefredaktion. Die Macher des Online-Magazins punkten bei ihren jungen Leserinnen und Lesern aber auch noch mit ganz anderen Themen.
Das Presstige-Team.Foto: Presstige
Zuletzt berichteten Presstige-Autoren über Trauer und Verlust, wenn junge Menschen sterben. Auch die Einsamkeit im Online-Studium und die Schwierigkeit, in Zeiten der Pandemie neue Freunde und Freundinnen zu finden, waren ein großes Thema. Thomas Koristka von der Chefredaktion sagt, "wir versuchen, im Hochschulmagazin eine ausgewogene Mischung herzustellen." Ziel sei jedoch, dass die Beiträge entweder Bezug zum studentischen Leben oder zum Leben in Augsburg haben. Was sich Leser wünschen, wurde in einer Umfrage über Instagram analysiert.
Auch OB-Kandidaten gaben Presstige Interviews
Ergebnis: Besonders gefragt sind die Presstige-Themenwochen. Doch nicht nur das Thema Sex lief gut, sagen die Blattmacher. Sehr viele Leser hätten sich auch für die Beiträge zur Augsburger Kommunalwahl im vergangenen Jahr interessiert. OB-Kandidaten gaben 2020 auch Presstige-Reportern Interviews.
Für das Augsburger Hochschulmagazin schreiben Studierende verschiedener Fachrichtungen. Die meisten Autoren kommen aus dem Studiengang Medien und Kommunikation an der Uni, zum Team mit derzeit rund 38 Köpfen gehören aber auch angehende Juristen, Betriebswirtschaftler oder Sozialwissenschaftler. Vier Chefredakteure und Chefredakteurinnen kümmern sich um die Redaktionsteams.
Presstige gibt es schon lange. 2005 wurde das Hochschulmagazin an der Uni gegründet, zunächst erschien es in gedruckter Form. Nach rund einem Jahrzehnt wurde aus finanziellen Gründen auf eine online-Ausgabe umgestellt. Später kam es zu einem weitgehenden Stillstand des studentischen Projekts, bis 2018 einen neue Generation von Studierenden durchstartete. "In diesem Jahr hatten wir bisher rund 42.000 Klicks", sagt Koristka. Zielgruppe des Magazins seien die 18- bis 30-Jährigen. Nun will sich das Presstige-Team mit einer Sonderausgabe in der Augsburger Allgemeinen einer breiten Leserschaft vorstellen. "Wir wollen die studentische Perspektive einbringen, Studierende mit einem besonderen Engagement oder in besonderen Lebenssituationen vorstellen", sagt Anne Eberhard. Das Team freue sich auch schon auf Reaktionen und Kommentare von Lesern.
Hier lesen Sie alle Teile der Online-Sonderausgabe: