Die Weihe von Prälat Bertram Meier zum neuen Augsburger Bischof wird wegen der Ausbreitung des Coronavirus nicht verschoben. Das Bistum Augsburg erklärte auf Anfrage, dass die Bischofsweihe im Augsburger Dom und auch der anschließende Empfang im Haus Sankt Ulrich am 21. März wie geplant stattfinden werden. „Allerdings verfolgen wir die aktuelle Entwicklung sehr genau, um gegebenenfalls entsprechend reagieren zu können“, sagte ein Sprecher.
Coronavirus: Auf Händeschütteln beim Friedensgruß soll verzichtet werden
Darüber hinaus gelten ihm zufolge weiterhin die Anordnungen von Vorsichtsmaßnahmen, die Ende Februar unter anderem auf der Bistumsseite veröffentlicht wurden. In ihnen heißt es: „Wer Symptome einer Erkrankung aufweist oder bei wem der Verdacht auf Erkrankung besteht, soll auf die Teilnahme an Gottesdiensten verzichten.“ Dies gelte auch für Priester.
Zudem solle auf das Händeschütteln beim Friedensgruß verzichtet werden. Als vorbeugende Schutzmaßnahme wurde damals ebenfalls angeordnet, in allen Kirchen und Kapellen Weihwasserbecken zu leeren. Und: In den Sakristeien sei für eine ausreichende Desinfektion der Hände zu sorgen.
Bischofsweihe wird im Live-Stream in ein Außenzelt übertragen
Zur Amtseinführung von Bertram Meier werden mehr als 40 Bischöfe aus dem In- und Ausland erwartet – überdies ökumenische Vertreter und Gäste aus Gesellschaft und Politik. Das Pontifikalamt beginnt am 21. März um 10 Uhr und wird von Kardinal Reinhard Marx, dem Münchner Erzbischof, gefeiert. Mit ihm werden der frühere Augsburger Bischof Konrad Zdarsa sowie der Bischof von Kiyinda-Mityana in Uganda, Joseph Zziwa, den Gottesdienst halten.
Aufgrund des erwarteten hohen Interesses werde der Dom mit zusätzlichen Stühlen und Bänken ausgestattet, hieß es. Im Außenbereich werde es ein Zelt geben, in dem das Pontifikalamt im Live-Stream übertragen werden soll. Ein weiteres Public-Viewing gebe es im Kolpinghaus in der Nähe der Kathedrale. Im Anschluss daran ist eine Feier mit geladenen Gästen im Haus St. Ulrich geplant.
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