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Augsburg

12.02.2016

Augsburg steht gegen AfD-Chefin Frauke Petry auf

Protest bei der Rede der AfD-Bundesvorsitzenden Frauke Petry am Freitagabend im Augsburger Rathaus.
Bild: Silvio Wyszengrad

Beim Auftritt der umstrittenen AfD-Bundesvorsitzenden Petry gibt es eine friedliche Protestaktion während ihrer Rede. Vor dem Gebäude demonstrieren mehr als 2000 Menschen.

Geht es nach Zahlen, waren die Kräfteverhältnisse klar verteilt. Während die AfD-Bundesvorsitzende Frauke Petry am Freitagabend vor 250 Anhängern im Augsburger Rathaus sprach, versammelten sich zum gleichen Zeitpunkt nach Polizeiangaben über 2000 Menschen auf dem Rathausplatz, um gegen Petry zu demonstrieren. Ein großes Polizeiaufgebot sorgte dafür, dass sich Gegner und Anhänger der AfD nicht zu nahe kamen.

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Kurzer Tumult während AfD-Veranstaltung

Bei einer Protestaktion kam es allerdings doch zu einer direkten Begegnung. Zwölf Aktivisten aus dem linken Spektrum verfolgten anfangs den Auftritt von Petry, um dann schweigend auf die Stühle zu steigen. Sie trugen T-Shirts mit der Aufschrift „Augsburg ist bunt“ und verließen den Saal nach Aufforderung. Einige Besucher der Veranstaltung drängten und stießen einzelne Aktivisten in Richtung Ausgang.

Wegen des Auftritts von Petry gab es am Freitagabend auch eine Sondersitzung des Stadtrats. „Frau Petry ist in Augsburg nicht willkommen“, hieß die Botschaft. In der Friedensstadt Augsburg sei kein Platz für „eine Botschafterin des Unfriedens“, sagte Oberbürgermeister Kurt Gribl (CSU). Auf dem Gerichtsweg hatte die Stadt Augsburg den Auftritt beim Neujahrsempfang der Augsburger Rathaus-AfD nicht verhindern können. Das Verwaltungsgericht kippte entsprechende Verbote der Stadt. Unter den 60 Augsburger Stadträten sind zwei Vertreter der AfD.

Vor dem Rathaus protestieren über 2.000 Menschen gegen den Besuch von Frauke Petry. Und auch im Rathaus kommt es zu tumultartigen Szenen

Petry warf Gribl mangelnde Fairness vor. „Ein Hausverbot gegen mich auszusprechen, war nicht fair. Der Herr Oberbürgermeister hat sich demokratieunfähig gezeigt“, sagte Petry im Vorfeld des Neujahrsempfangs im Gespräch mit der Augsburger Allgemeinen. Es sei das „erste Hausverbot“ ihres Lebens gewesen.

Petry zu Gerichtsentscheidung: Gutes Signal für Demokratie

Mahnwache auf den Rathausplatz
32 Bilder
Impressionen von der Mahnwache gegen Petry-Besuch in Augsburg
Bild: Anne Wall

Gribl, der auch stellvertretender CSU-Vorsitzender ist, hatte ein Hausverbot für das Augsburger Rathaus ausgesprochen, nachdem Petry in einem Interview auch das Schießen auf Flüchtlinge an der deutschen Grenze nicht ausgeschlossen hatte. Petry bezeichnete die Entscheidungen des Verwaltungsgerichts als ein gutes Signal für die Demokratie. „Der Herr Gribl tut mir sogar leid. Er hätte wissen müssen, dass er mit seinen Argumenten vor dem Gericht nicht durchkommt.“ AfD-Chefin Frauke Petry wirft Gribl mangelnde Fairness vor

Angesprochen auf die Äußerungen zum möglichen Waffeneinsatz gegen Flüchtlinge an den deutschen Grenzen verwies Petry knapp darauf, dass ihr Standpunkt verkürzt widergegeben worden sei. Offenbar will die AfD-Vorsitzende einen Schlussstrich unter die Diskussion ziehen und neue Schlagzeilen vermeiden.

Gleichwohl verwies sie mit Blick auf Äußerungen der CSU zur Flüchtlingsthematik darauf, dass es offenbar nicht so sehr auf den Inhalt ankomme, sondern darauf, wer etwas sagt. Es wäre sinnvoll, wenn alle Seiten „verbal etwas abrüsten“. 2000 Menschen protestieren gegen AfD-Chefin Petry in Augsburg

Frauke Petry mit AfD-Stadrat Markus Bayerbach.
Bild: Anne Wall
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Die Diskussion ist geschlossen.

20.02.2016

Sehr geehrter Herr Adam, die AfD ist dann für Volksentscheide, wenn sie die getroffenen Entscheidungen anderer ändern kann. Gegen die eigene Meinung mag Petry das weniger. Als Herr Geiger im Mai 2015 eine Mitgliederentscheidung in der damaligen AfD zur Abgrenzung gegen ultrarechts starten wollte, bekämpfte Petry dies. Mag sein, dass es inhaltliche Fehler gab, aber wirkliche Direkt-Demokraten merzen die Fehler aus, anstatt die Befragung zu verhindern. Herr Geiger ist nun bei ALFA.

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14.02.2016

Der wievielte Artikel mit dem Tenor "Hurra, Augsburg hat gegen Petry demonstriert" ist das nun, der achte oder neunte?
Ihre redaktionsinterne Meinung zur AfD haben Sie ja nun zur Genüge Ausdruck verliehen, wie wärs mal zur Abwechlung mit einer Zusammenfassung der Rede derjenigen, die hier so dämonisiert wird? Den darum gings doch eigentlich bei diesem Ganzen Theater.
Und das wäre etwas, was ich von einem Medium, das sich der "Qualitätspresse" zuordnet, in dem Zusammenhang erwartet hätte.
Aber nein, da wird lieber zum x-ten mal ein 3-Minütiger Film mit infantilen Antifa-"Aktivisten" und Aussagen von Protestlern, die 2 Minuten lang die Parolen wiedergeben, die vorher 2 Wochen lang von den Medien vorgekaut wurden, eingeblendet.
Soll das etwa ausgewogener Journalismus sein? Vor wenigen Wochen hat sich hier noch einer Ihrer Mitarbeiter über Vorwürfe wie "Systempresse" etc. beschwert....

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14.02.2016

Auch die Augsburger Allgemeine Zeitung schließt sich leider der unfairen Hetzpropaganda gegen die AfD an. Die AfD steht für Volksentscheide ein, mehr Demokratie geht nicht. Gott sei Dank gibt es die AfD, um auch unbequeme Wahrheiten anzusprechen.
Augsburg ist wieder ein Bespiel dafür, wie es in Deutschland gerade nicht laufen sollte.
Selbstverständlich hat Frau Dr.Petry das demokratische Recht, wie alle anderen Parteien auch die Räumlichkeiten nutzen zu dürfen und zwar ohne Protest im Saal der undemokratisch denkenden Störer.

Augsburg und ihr Oberbürgermeister, eine Schande für Deutschland.

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13.02.2016

Dresden: Bis zu 20.000 Pegida-Demonstranten sind ca. 4% der Einwohner. Presse (sinngemäß ;)Rechtsradikale marschieren auf”.

Erfurt: Bis zu 8.000 Teilnehmer bei Höcke-Demo ebenfalls ca. 4%. Presse (sinngemäß ;)Rechtspopulisten marschieren auf”.

Augsburg: 2.000 Teilnehmer bei Anti-Petry-Demo (ca. 0,7% der Einwohner): “Augsburg steht gegen Petry auf”.

Folgerichtig wäre als nächste Schlagzeile in der deutschen Wahrheitspresse: “ Augsburg, Heldenstadt des Merkelismus!”

Übrigens: Der Unterzeichnete hat bei der Regierung von Schwaben Dienstaufsichtsbeschwerde gegen das verfassungsfeindliche Verhalten des Augsburger Kommunalimperators ‘Ich, Curtius Gribl, Kaiser und Gott’ erhoben.

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13.02.2016

was hat denn die AfD schon schlimmes getan?? Nix! Die wahren verbrecher sind Merkel und Co...gegen diese Politik muss demonstriert werden....und Die Berichterstattung ist mal wieder lächerlich einseitig...Augsburg ist empört..dass ich nicht lache...ein paar vielleicht

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13.02.2016

Peinliche Provinzposse, an Sinnfreiheit kaum zu unterbieten.

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13.02.2016

(edit7 Nub. 7.)

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13.02.2016

Die neue Deutsche Zuversicht, das ist die Jugend im HEUTE, von HEUTE - und derern Großeltern, sie ahnen was kommen könnte - und was niemand wieder erleben möchte.

Die Jugend hat verstanden was wir Alten hinter uns haben. Niemand (die Generationen meiner Eltern und Großeltern) hat damals bemerkt was ein "Schreihals-Wutprediger-Besserwisser" im Hintergrund mit Millionen Menschen angerichtet hat.

Augsburg steht auf gegen die AfD - gegen Petry.

Augsburg, du Stadt des Friedens: es ist/war gestern ein wunderbares Zeichen.

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13.02.2016

Sehr geehrte Frau Heidi Kaellner,

ihre Zufersicht für die Jugend von Heute und Morgen ist geradezu eine verspottung der Tatsachen. Alle unabhängigen Zukunftsprognosen deuten auf einen Staatsbankrott und eine unbezahlbare Verschuldung zu Lasten unserer Kinder und Enkel hin.

Schreiben Sie bitte nicht so einen Mist, oder wollen Sie die Bürger dieser Stadt für Dumm verkaufen.

Unsere Rentner können sich die Mieten in unserer sog. "Friedens und Multi-Kulti-Stadt" kaum mehr leisten und Sie scheinen von einer besonderen Schicht mit rosa Brille zu kommen.

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14.02.2016

Danke, Frau Kaellner,

es war wirklich ermutigend, wie am Freitagabend so viele auf dem Augsburger Rathausplatz gezeigt haben, dass wir nicht mit den fremdenfeindlichen Parolen von Frau Petry einverstanden sind. Es ist gut, Politikerinnen unsere Missbilligung zu zeigen, die statt Probleme zu lösen aus parteitaktischen Motiven gegen andere Menschen Abneigung und Hass schüren.

Raimund Kamm

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13.02.2016

Augsburg steht gegen AfD-Chefin Frauke Petry auf.

Beim Auftritt der umstrittenen AfD-Bundesvorsitzenden Petry gibt es eine friedliche Protestaktion während ihrer Rede. Vor dem Gebäude demonstrieren mehr als 2000 Menschen.

Wieviele Einwohner hat die Stadt Augsburg? Wieviele nicht Augsburger waren unter den ca. 2000 bis 3000 Anwesenden?

Die Schlagzeile ist verfehlt.

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13.02.2016

Das sehe ich auch so.@ Bernhard L.

Die wurden bestimmt von den Gutbezahlten Herrschaften mit einem anschließenden Brotzeitversprechen angestiftet. Denn die Kommentare im TV klangen alle Abgesprochen und Emutionslos.

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13.02.2016

Den Begriff "Friedensstadt" sollte man nicht für seine Politik mißbrauchen und die Geschichte sorgfältiger lesen. Da haben sich vor eine paar hundert Jahren einige Klerker und Kirchenfürsten darüber geeinigt wer welche Kirche und welche Gebiete bekommt und wie der Reichtum aufgeteilt wird. Weiterhin wurde den Bürgern aufgezwungen wer welchen Glauben haben darf wenn er wo wohnt. An der Unterdrückung und Not der Bevölkerung in vielerlei Hinsicht durch religiöse und weltliche Fürsten hat sich nichts geändert. Den nachfolgend entstandenen 30 jährigen Krieg mit all seinem Leid und zigtausenden Toten hat man vergessen?

Von daher ist der Begriff "Friedensstadt" im Zusammenhang mit der ekelhaften politischen Streiterei zu nennen geradewegs eine Frechheit.

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13.02.2016

Die Augsburger Allgemeine ist eine "Ein Thema Zeitung". Außer Protest gegen etwas was man nicht kennt ,fällt ihr nichts ein. Frau Dr. Petry hat in Ihrer Rede klar gemacht, daß die AFD keine ein Thema Partei ist. Sinnvolle Wahlprogramme für Bundestag, Europawahl und Landtagswahlen liegen vor. Den Journalisten empfehle ich zuerst einmal die Wahlprogramme zu lesen. Aber es ist natürlich leichter über Krawall zu berichten. Es gibt in Augsburg,Deutschland ,Europa und der Welt eigentlich wichtigere Themen die zu diskutieren sind.

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13.02.2016

------------- Bravo! ---------

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