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Uniklinik

27.02.2018

Augsburg will Seehofer auch noch ehren

Rathauschef Gribl sieht keinen Zeitdruck. Die nächsten Schritte der Stadt

Der Landkreis Augsburg hat Ministerpräsident Horst Seehofer am Freitag mit dem Ehrenring ausgezeichnet. Es ist die höchste Ehrung, die der Kreis zu vergeben hat. Gewürdigt werden die Verdienste des CSU-Politikers für die Universitätsklinik Augsburg. Das Klinikum, das noch in der Trägerschaft von Stadt und Landkreis Augsburg ist, geht zum Jahreswechsel in die Trägerschaft des Freistaats über.

Auch die Stadt Augsburg werde Seehofer noch würdigen, kündigte Oberbürgermeister Kurt Gribl auf Anfrage am Montag an. Zum weiteren Vorgehen sagte er: „Ganz sicher werde ich persönlich dem Ältestenrat und dem Stadtrat einen Vorschlag für eine besondere Ehrung unterbreiten.“ Der Ältestenrat ist ein Gremium, das mit den Bürgermeistern und den Vorsitzenden der Rathausfraktionen besetzt ist. Es befasst sich in unregelmäßigen Abständen hinter verschlossenen Türen mit politischen Vorgängen, die für die Entwicklung der Stadt wichtig sein können. So war dies zuletzt in der Debatte um den richtigen Standort für den Süchtigentreff in Oberhausen der Fall. Auch die Verleihung einer Ehrenbürgerschaft ist ein Thema für dieses Gremium.

Welche Ehrung Seehofer zuteilwerden könnte, darüber will Gribl noch nichts sagen. Gribl betont, dass Seehofer mit der Wegbereitung für die Uniklinik nicht nur ein „laufendes Geschäft“ in seinem Amt als Ministerpräsident erledigt habe. Seehofer habe „eine für die Stadt und die ganze Region segensreiche Entwicklung durchgesetzt, die große finanzielle Wucht und für die medizinische Versorgung der Menschen in der ganzen Region epochale Bedeutung hat“.

Zeitdruck verspürt Gribl jedoch nicht: „Ich bin der Auffassung, dass die letzten Hürden im Gesetzgebungsverfahren und der Trägerwechsel für das Krankenhaus zum Freistaat abgewartet werden sollen.“ In den nächsten Monaten stehe die Befassung im Landtag an, zum 1. Januar 2019 finde der Trägerwechsel statt. Das Wirken von Seehofer für die Stadt Augsburg sei zweifellos so wertvoll, dass es tunlichst auch außerhalb der Wahlkampfzeit und dann mit uneingeschränkter Aufrichtigkeit aller politischen Gruppen gewürdigt werden könne.

Bei der Ehrung am Freitag war Gribl nicht dabei. Für ihn ist dies verschmerzbar: „Es handelte sich um einen Festakt des Landkreises. Als ich am Freitag von der Veranstaltung erfahren habe, habe ich Horst Seehofer einfach per SMS gratuliert – er hat sich gefreut.“

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