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Klinikum

26.03.2013

Augsburgs höchste Baustelle

So wird die höchste Luftrettungsstation Deutschlands gebaut

Mit der Installation der Luftrettungsstation auf dem Dach des Augsburger Klinikums wurde am Dienstag begonnen. Im November soll hier der Hubschrauber landen.

Augsburg hat viele Baustellen, doch diese ist die wohl spektakulärste: Auf dem Dach des Klinikums wird derzeit die Luftrettungsstation installiert. In 58 Meter Höhe sind die Arbeiter im Einsatz, um die Landeplattform und den Hangar für den Helikopter sowie Räume für die Besatzung einzurichten. Ab November soll hier der Rettungshubschrauber starten und landen. Augsburg hat dann Deutschlands höchste Luftrettungsstation auf einem Gebäude.

Die Vorbereitungen für die aufwendigen Arbeiten laufen seit Herbst. Gestern wurden zwei riesige Kräne aufgebaut, die die Arbeiten unterstützen. „Es ist alles sehr beschwerlich“, sagt Bauleiter Bernd Wolf. Die Kosten für die Luftrettungsstation liegen bei 5,9 Millionen Euro. 1,9 Millionen schießt der Freistaat zu. Ein Teil der Kosten soll über die Miete, die der Betreiber des Helikopters, der ADAC, zu zahlen hat, refinanziert werden.

Luftrettungsstadion Baubeginn
28 Bilder
Kran auf dem Dach des Klinikums
Bild: Ulrich Wirth Klinikum

Die Landeplattform auf dem Dach wird eine Fläche von 1300 Quadratmetern haben. Neben dem fest stationierten Rettungshubschrauber hat dort noch ein weiterer Helikopter, der Patienten von anderen Standorten zum Klinikum bringt,  Platz. Auch das Betanken auf dem Dach ist möglich. Die Kräne sollen helfen, das nötige Baumaterial für die Station hoch auf das Dach zu bekommen. Über ein Zwischenlager im vierten Obergeschoss werden die Bauteile nach oben auf das Dach des 14. Stockes befördert. Wenn im November der erste Rettungshubschrauber auf dem Klinikumsdach landet, geht eine lange politische Rangelei zu Ende. Seit 2008 wird über eine dauerhafte Stationierung eines Hubschraubers in Augsburg diskutiert. Doch die Politik war sich lange uneins über den Standort, auch Donauwörth war im Gespräch.

Erst 2011 legte sich das Innenministerium endgültig auf Augsburg fest. Der Hubschrauber wird nach Fertigstellung der Plattform an allen Tagen im Jahr fliegen. In der Nacht gibt es nur in Ausnahmefällen, zum Beispiel bei einem Notfallpatienten, eine Flugerlaubnis. Nach Angaben des Klinikums wird die Lärmbelastung für Anwohner eher abnehmen, weil der Hubschrauber nur durch luftige Höhen fliegt. (AZ)

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