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Augsburg

13.12.2020

Ausgangssperre: Diese Ausreden hören Kontrolleure in Augsburg

Stefan Salz und Tommaso Catalano vom städtischen Ordnungsdienst müssen sich bei Ihren Kontrollen von Passanten einiges anhören.
Bild: Michael Hochgemuth

Plus Bei der Kontrolle der Ausgangssperre in Augsburg muss der Ordnungsdienst am Wochenende öfter einschreiten. Welche Argumente er gelten lässt - und welche nicht.

Freitagabend, 21 Uhr: Es ist stockdunkel und frostig. Kein Wetter, um sich abends im Freien zu treffen. Dazu kommt die nächtliche Ausgangssperre wegen Corona. Auf den Straßen im Augsburger Zentrum ist kaum etwas los. Trotzdem drehen Stefan Salz und Tommaso Catalano vom städtischen Ordnungsdienst ihre Runde. Es gibt einiges zu tun für die Männer in schwarzen Uniformen. Die beiden wissen schon vorher, welche Argumente und Ausreden sie gleich von Passanten hören werden. Um es vorwegzunehmen: Ausflüchte nützen nichts, wenn man nachts unerlaubt unterwegs ist. Gute Argumente lassen die beiden gelten.

Im Corona-Hotspot Augsburg ist Bescheinigung des Arbeitgebers wichtig

Im Corona-Hotspot Augsburg gilt seit einigen Tagen eine Ausgangssperre von 21 bis 5 Uhr. Die Menschen müssen in dieser Zeit zu Hause bleiben, es gibt nur wenige Ausnahmen. Dazu zählen Berufstätige, die nachts zur Arbeit müssen oder von der Arbeit kommen. Stefan Salz sagt, "die meisten haben eine Bescheinigung ihres Arbeitgebers dabei." Das sei gut und sinnvoll, wenn sie überprüft werden. Mit diesen Bürgern haben die Mitarbeiter der Ordnungsdienstes in der Regel keine Probleme. "Unsere Kontrollen werden nicht als störend empfunden."

Anders kann es laufen, wenn die beiden auf Menschen treffen, die gegen geltende Regeln verstoßen. In der Fuggerstraße stoppen sie einen jungen Mann, der in die Arbeit eilt, aber seinen Mund-Nasen-Schutz nicht richtig trägt. Er sagt, er habe sich gerade die Nase geputzt und rückt seine Maske schnell wieder zurecht. Damit ist für die Männer vom Ordnungsdienst die Sache erledigt. Hätte der Mann keine Corona-Maske in dem innerstädtischen Bereich dabei gehabt, hätte es für ihn teuer werden können. Nach dem Bußgeldkatalog sind 250 Euro fällig.

Mit welchen Bußgeldern zu rechnen ist

Ein paar Meter weiter am Königsplatz geht es zur Sache: Ein junges Pärchen läuft vorbei, wird gestoppt und gibt sich bei der Kontrolle ahnungslos. Der Mann sagt, er wisse nichts von der Ausgangssperre, er habe daheim keinen Fernseher, um sich zu informieren. Als Catalano die Ausweise sehen will, weigern sich die jungen Leute so lange, bis eine Polizeistreife zur Verstärkung eintrifft. Er und sein Kollege erleben solche Situationen häufig. "Man muss sehr viel erklären", sagt Salz: "Viele Bürger wissen nicht, dass sie eine Informationspflicht haben."

Andere glauben, dass sie sich nur gegenüber der Polizei ausweisen müssen. Dazu kommt die Unsicherheit, ob sie mit einer größeren Strafe rechnen müssen. Das sorgt an diesem Abend für längere Diskussionen. Das Pärchen bekommt eine Anzeige, weil es eine Ordnungswidrigkeit begangen hat. Wie hoch das Bußgeld ausfällt, entscheidet die städtische Gesundheitsverwaltung. Ordnungsreferent Frank Pintsch sagt, dass bei Verstößen gegen die Ausgangssperre mit einem Bußgeld zwischen 150 und 250 Euro zu rechnen sei.

So häufig, wie sich gerade die Vorschriften bei Corona ändern, blickt mancher Augsburger nicht mehr durch. Ein junger Mann geht am Abend mit seinem kleinen Hund Gassi. Er kommt von sich aus auf die Mitarbeiter des Ordnungsdienstes zu und will wissen, ob er sich einen Burger zum Essen holen darf, wenn er mit seinem Hund spazieren geht. Salz sagt dazu: Gassi gehen ist erlaubt, Essen holen nicht. Letzteres hätte der Hundebesitzer auch vor 21 Uhr erledigen können.

Corona-Kontrollen in Augsburg: Im Klimacamp wird es schwierig

Die Tour geht weiter zum Moritzplatz. Eine Frau wartet auf die Straßenbahn und nennt einen guten Grund, warum sie nach 21.40 Uhr noch unterwegs ist. Sie habe einen Behinderten betreut und sei auf dem Heimweg. Salz lässt sich von diesem Argument um diese Uhrzeit überzeugen. Nach Mitternacht wäre es anders gewesen. Auf dem Rathausplatz treffen Salz und Catalano dann einen älteren Mann, der auf Krawall gebürstet ist. Er spricht wegen der Ausgangssperre von "Freiheitsberaubung". Seine Debatte mit den Ordnungskräften will kein Ende nehmen. Erst eine Anzeige bringt ihn dazu, schimpfend nach Hause zu gehen. Salz nimmt das aggressive Verhalten nicht persönlich. "Man muss sich ein dickes Fell wachsen lassen, dann passt es."

Richtig kompliziert wird es für die Kontrolleure ein Stück weiter am Fischmarkt neben dem Rathaus. Dort steht das Klimacamp. Welche Vorschriften gelten für die Demonstranten während der Ausgangssperre? Salz sagt, rechtlich seien die Zelte in diesem Fall keine Behausung. Eine Kundgebung sei auch kein triftiger Grund, um die Ausgangssperre zu umgehen. Deshalb gab es eine Regelung der Stadt eigens für das Klimacamp: Nur zwei Aktivisten dürfen nachts das Lager bewachen, um Vandalismus oder Brände abzuwenden. Die anderen müssen nach Hause. Als die städtischen Ordnungskräfte und eine Polizeistreife das Camp inspizieren, wartet eine Überraschung. Vor den Zelten sitzen zwei junge Wächter. Drinnen schläft eine Aktivistin. Die junge Frau kommt aus Frankreich, spricht nicht Deutsch und hat keine Chance, auf die Schnelle eine andere Bleibe zu finden. Sie wäre bei einem Platzverweis praktisch obdachlos.

Die beiden Männer vom Ordnungsdienst finden nach einer längeren Diskussion eine Lösung: Die Französin darf bleiben, aber einer der beiden Wächter muss gehen. Er fährt nachts mit seinem Rad fünf Kilometer nach Hause, damit die Rechnung wieder stimmt. Begeistert ist er davon nicht. Ingo Blechschmidt vom Klimacamp ist mit der städtischen Regelung noch nicht einverstanden. Dass nachts weniger Teilnehmer zugelassen seien, findet er zwar in Ordnung. Die Aktivisten wollen jedoch erreichen, dass es vier statt zwei Kräfte sein dürfen. Sonst sei die Nachtwache nur schwer durchzuhalten.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Corona: Der Ordnungsdienst macht einen guten Job

Lesen Sie dazu auch:

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16.12.2020

@Gerd R.

Ihre Einlassungen klingen schon reichlich selbstgefällig. Gut Sie sind ein Vorbild an Einhaltung von Hygienemaßnahmen nur hat das leider nicht bewirken können, dass die Inzidenz in Augsburg nicht durch die Decke ging. Vielleicht denken Sie darüber mal nach, dass es eben so ist, dass ein nicht zu unterschätzender Teil der Bevölkerung relativ uneinsichtig hinsichtlich der Infektionsproblematik ist und ein anderer sich nur dann dazu aufrafft, wenn ihm Mittel angeboten werden oder Strafen drohen. Hier anzuregen, man solle sich selbst Desinfektionsmittel herstellen ist schon reichlich weltfremd. Tun Sie das, wenn Sie möchten, aber versuchen Sie bitte nicht andere vorzuführen, die nur darauf pochen, dass Supermärkte das umsetzen, zu was sie verpflichtet sind. Ein Discounter hatte schon im Frühjahr Handdesinfektionsmittel und Papiertücher zum Abwischen der Wägen bereitgestellt. Ich nehme das immer in Anspruch obwohl ich ein Desinfektionsgel in der Tasche habe. Ein anderer folgte, REWE hatte das nicht nötig bis es jetzt Pflicht wurde.
Papiertücher gibt es übrigens nicht und ja, die Spender (bei allen Geschäften) sind schon mal leer und zwar gerne in der Früh. Da könnte man doch schon annehmen, dass da gleich zu Beginn der Ladenöffnung jemand auffüllen geht.

Am hanebüchensten ist aber schon die Aussage, wenn man selbst kein Desinfektionsmittel dabei habe, dann solle man den Verkäuferinnen im Supermarkt keinen Vorwurf machen, dass die Spender nicht aufgefüllt seien? Was ist denn das für eine Logik?




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15.12.2020

>>Von Hans M. 01:22 Uhr Da liegen sie etwas falsch ..<<

Danke für diesen Erfahrungsbericht!

Raimund Kamm

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14.12.2020

@GERD R.
Auch wir meine Frau und ich) sind so "bestückt". Aber sehen Sie das mal so: Wenn man anstelle soviel Geld für die Schließungen und Kompensierung dadurch ausgiebt, hätte man sich schon früher sich überlegen können, wie man dies alles besser handhaben könnte. Die von mir vorgeschlagen Kontrollen an den Geschäften und Einkaufszentren könnten mit Zuschüssen vom Staat für das benötigte Personal erfolgen. Jedenfalls sind solche Maßnahmen weitaus effektiver und verständlicher als eine Ausgangssperre Nachts und Mund-Nasenschutz immerwährend im Freien, egal ob reger oder wenig Publikumsverkehr. Damit wären Vielen geholfen. Ich habe die Befürchtung, dass jetzt sehr viele, kleinere Geschäfte das nicht überleben werden. Eine große Insolvenzwelle wird uns gegen Mitte nächsten Jahres da erreichen. Die Hoffnung durch eine Impfung wird auch erst weitaus später Früchte tragen (Mitte/ Ende nächsten Jahres). Auch bin ich der Meinung, dass die große Mehrheit der Bevölkerung sich an die Maßnahmen und Einschränkungen hält. Leider wird von der Politik das immer so dargestellt, als wenn die Bevölkerung sich nicht an diese Regeln hält und deswegen diese Verschärfung vornehmen muss. Richtige, sinnvolle und nachvollziehbare Maßnahmen sind gefordert. Nicht nur von den diversen Instituten und Virologen vorgeschlagen, sondern in Zusammenarbeit mit den betroffenen Firmen, Geschäften und Einrichtungen, die haben auch die praktischen Erfahrungen.

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14.12.2020

Von Hans M. 11:07 Uhr @RAIMUND KAMM


1. Taiwan ist eine Insel. Und hat offenbar viel weniger Reiseverkehr als wir.
https://www.tagesspiegel.de/wissen/mit-fruehen-massnahmen-aber-ohne-lockdown-wie-taiwan-es-geschafft-hat-200-tage-ohne-corona-fall-zu-bleiben/26576182.html

2. Vermutlich hatte sich Taiwans Führung auch auf eine Pandemie besser vorbereitet. Hier haben die Länder in Deutschland, die hauptsächlich für den Schutz der Bevölkerung im Katastrophenfall verantwortlich sind, versagt. Dabei war bereits 2012 vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, BBK, amtlich mitgeteilt worden – BT-DS 17/12051 https://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/120/1712051.pdf -, dass der Ausbruch einer gefährlichen Pandemie sicherlich kommen werde. Es sei natürlich unklar, wann. Bayern und all die anderen Bundesländer hatten hierfür keine Eventualmaßnahmen wie Einlagerung von Schutzmasken bzw. Planung einer schnellen Produktion im Bedarfsfall vorbereitet. Taiwan hingegen schon.

Raimund Kamm

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15.12.2020

Da liegen sie etwas falsch: Die Maßnahmen, welche Taiwan gleich zu Beginn des Bekanntwerdens ergriffen hatte, waren/sind der Erfolg dieses geringen Ausbruchs dort. Ich war dort von Nov. '19 bis Ende April '20. Es wurden sofort Maßnahmen ergriffen die Ausgabe von Masken wurde da so geregelt, wie jetzt bei uns ab 15.12.: Jeder Burger bekam in den Apotheken und anderen bestimmten Stellen wöchentlich kostenlos eine geringe Anzahl von Masken.Es wurden Eingangskontrollen in allen öffentlichen Einrichtungen, Geschäften, Einkaufszentren und Restaurants mit Temperaturmessungen und Schutzmaßnahmen angeordnet. Das hat funktioniert wie man jetzt sieht. Taiwan hat sogar kostenlos brauchbare Masken nach Deutschland geliefert, was sehr verschämt und versteckt angenommen wurde, die Lieferung aus China dagegen wurde groß im Fernsehen gezeigt, wobei ein Großteil dieser Masken unbrauchbar waren. Aber das ist ein anders politisches Problem. Auch in der WHO wurde auf Drängen Chinas das Know-how und die Hilfe Taiwans zur Bekämpfung der Pandemie ablehnt.
Fazit: schnelles, richtiges und zielführendes Handeln hat da geholfen, bei uns dagegen wird "herumgeeiert"!

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14.12.2020

@GERD R.
Wenn sie sich erinnern, wurden am Anfang. auch von den Politikern und dem RKI, die Masken als nutzlos beschrieben. Jetzt ist es das A und O. Ich habe in Augsburg noch kleinen Supermarkt oder Baumarkt gesehen, wo dies kontrolliert wird. Einzig bei Segmüller ist das so, bzw. habe ich das bemerkt und da steht auch am Eingang 1, bei größerem Andrang 2, Mitarbeiter, die auf die Maskenpflicht und Handdesinfektion hinweisen. Meine Aussage "am Ende des Einkaufs" bezieht sich auf das jeweilige Geschäft, bei dem ich auf das leere Desinfektionsmittel hingewiesen habe und das ich dann beim Verlassen nochmals kontrolliere. Und glauben sie mir, das ist bei vielen der Fall.

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14.12.2020

@Hans M.
Lieber Hans M.
Ich respektiere Ihre Antwort durchaus. Wer hatte zu Beginn im Februar / März 2020 eine Auswirkung wie diese im Auge?
Die Masken wurden zum damaligen Zeitpunk als nicht notwendig erachtet, da haben Sie Recht. Aber die Rückbesinnung auf das was war und den Tatsachen jetzt, rechtfertigt nicht die Vergangenheit als Nutzlos zu betrachten.
Ich für meine Fälle habe einen kleinen Plastikbehälter mit Desinfektionsmittel und Papiertücher bei mir. Ich habe damit auch keinen Grund die ohnehin schon mehr als Überlasteten Mitarbeiter noch mehr zu belasten.
Vielleicht nütz Ihnen der Hinweis.

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14.12.2020

Bei uns stehen nicht mal an den Supermärkten Desinfektionsmittel bereit, um den Griff des Einkaufwagens abzuputzen zu können!

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14.12.2020

Genau das mein ich! Und wenn sie bereitstehen, sind sie meist leer. Hab das u.a. bei Kaufland schon des Öfteren moniert, nach Ende meines Einkaufs, ca. 30-45 min später, war das dann immer noch so!

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14.12.2020

@Alois R.
Sie finden jede Menge Anleitungen zur Herstellung von Desinfektionsmittel wenn Sie bekannte Suchmaschinen nutzen.
Und Plastikbehälter in unterschiedlichen Grössen zur Dosierung sind sicher auch in Ihrem Haushalt vorhanden.
@Hans M.
Ihre Aussage "..nach Ende meines Einkaufs, ca. 30-45 min später," kann ich nicht so recht in Einklang bringen mit anderen Aussagen die Sie hier getroffen haben. "Einkauf" bedeutet doch derzeit nicht "Einkaufsbummel".

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14.12.2020

"Sie finden jede Menge Anleitungen zur Herstellung von Desinfektionsmittel wenn Sie bekannte Suchmaschinen nutzen."
.
Solche einfachen Probleme löst man nicht mit schlauen Sprüchen, sondern pragmatisch, systematisch!

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14.12.2020

@Alois R.
"Sie finden jede Menge Anleitungen zur Herstellung von Desinfektionsmittel wenn Sie bekannte Suchmaschinen nutzen."
Solche einfachen Probleme löst man nicht mit schlauen Sprüchen, sondern pragmatisch, systematisch!

Also wenn mein Vorschlag nicht Pragmatisch und Systematisch war, weiss ich nicht wie Pragmatisch noch definiert werden kann. Und ich gehe dann auch davon aus dass Sie zwar erwarten dass Desinfektionsmittel bereit stehen, aber Sie sich nicht
dazu "nötigen" lassen wollen dies auch zu benutzen.

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14.12.2020

"Also wenn mein Vorschlag nicht Pragmatisch und Systematisch war, weiss ich nicht wie Pragmatisch noch definiert werden kann. "
.
Oh mein Gott??
Systematisch ist einfach, wenn direkt neben den Einkaufswägen ein Desinfektionsspender steht. Wenn ich mit meiner Tochter zum Einkaufen gehe, hat sie immer ein Spray dabei, kein Problem. Ansonsten haben halt so ältere Männer wie ich in der Regel kein Desinfektionsspray dabei. Ist halt so...................................

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14.12.2020

Bei den ganzen Einkaufswägen Desinfektionsmittel bereit zu stellen halte ich für sinnlos. Abgesehen von Vandalismus und Diebstahl. An den Eingängen ist meistens eines. Dann muss man halt seine Hände bis dahin vom Gesicht lassen. Hatte wenn ich hinging, bisher noch nie ein leeres. Abgesehen gibt es auch eine Eigenverantwortung. Wenn mir die Desinfektion vom Einkaufswagen, Zapfsäulen an Tankstellen, Türöffner bei Bussen oder Straba, .... so wichtig ist, dann muss ich mich auch selber schützen und ein Mittel mitnehmen.

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14.12.2020

@Alois R.
"Ansonsten haben halt so ältere Männer wie ich in der Regel kein Desinfektionsspray dabei. Ist halt so."
Dann dürfen Sie doch den Mitarbeitern eines Supermarktes oder Baumarktes erst recht keinen Vorwurf machen.
Also da fehlt mir das Verständnis.

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14.12.2020

"Dann dürfen Sie doch den Mitarbeitern eines Supermarktes oder Baumarktes erst recht keinen Vorwurf machen.
Also da fehlt mir das Verständnis."
.
Wo hab ich denn den Mitarbeitern der Supermärkte einen Vorwurf gemacht?
Der Vorwurf geht an so Herren wie Herrn Söder, der sonst alles regeln will, der uns am liebsten noch vorschreiben will wie man sich mit Maske die Nase putzen soll!

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14.12.2020

@RAIMUND KAMM
Lieber Herr Kamm,
Genau das ist das Problem: unwirksame Maßnahmen anordnen für Bereiche, welche nachweislich extrem wenig zur Verbreitung des Virus beigetragen haben und dann die Bevölkerung für die höher werdenden Zahlen wegen Nichtbeachtung der Maßnahmen verantwortlich machen! Warum hat man den Schulbeginn nicht entzerrt und vom Berufsverkehr getrennt (z. B.späterer Schulbeginn),
Waren sie einkaufen in Supermärkten, Baumärkten Einkaufszentren? Warum macht man da keine getrennten Ein- und Ausgänge? Warum keine Einlasskontrollen mit Temperaturmessungen, Desinfektionskontrollen und (geht sehr einfach) elektronischen Messungen der momentan im Geschäft befindlichen Personen? In Asien speziell ist das in z.B. Taiwan seit Anfang Januar nach Bekanntwerden der Pandemie durchgehend der Fall. Es kommt dort auch zu keinen Warteschlangen oder Staus vor den Geschäften trotz weitaus höherer Frequenzen der Kunden als bei uns.Vielleicht sollte die Politik sich mal in solchen Ländern informieren, wie und warum die diese Pandemie und im Griff haben. Taiwan z.B hat mit ca. 23 Mio. Einwohner eine höhere Bevölkerungsdichte als D. und seit Beginn ca. 700 Infektionen mit stand heute 7(!) Corona-Toten . Wahrscheinlich sind unsere abgehobenen Politiker zu stolz, sich dazu informieren. Man sieht das ja jetzt auch bei den Gesundheitsämtern. Was da vor sich geht, stellt das Desaster des BER (auch verursacht durch die Politik) weit in den Schatten! Da sind uns sogar viele Entwicklungsländer, u.a. in Afrika, weit voraus!

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14.12.2020

Lieber Herr Hans M.
Die Maßnahmen sind nur dann unwirksam, wenn sie niemand daran halten will. Und ich kenne keine Erhebung die bestimmte Bereiche als "nachweislich extrem wenig zur Verbreitung des Virus" ausweisen könnte. Auch wenn dies überhaupt machbar wäre, würde es keinerlei Aussagekraft haben, da der Bereich der gestern "Sicher" war schon am nächsten Tag ganz anders sein kann. Der Grund warum dies so sein würde ist einfach zu sehen; Die Bereiche die als "Sicher" deklariert werden würden, wären dann auch die Bereiche an denen sich mehr Menschen zusammen kommen und damit in kurzer Zeit wieder ein Hotspot werden. Getrennte Ein- Ausgänge sind in den meisten Bau- und Supermärkten vorhanden oder werden zumindest durch Abtrennungen ersichtlich gemacht. Die Anzahl der Menschen die sich gleichzeitig in Märkten aufhalten dürfen, werden zum einen entweder durch von Ihnen beschriebenen Elektronischen Anzeigen kontrolliert, oder auch durch die zur Verfügung gestellten Einkaufswägen reglementiert.
Und, da Sie Asien ansprechen; Was Sie schreiben ist sicherlich richtig. Allerdings tragen Menschen in Asien Mund-/Nasen-Masken ohne Lamentieren. Sah man vor Corona Asiatische Menschen mit Mund-/Nasenbedeckungen auf der Strasse wurde sich darüber Lustig gemacht, ob "sie" die Europäische Luft nicht vertragen, da die doch um so viel sauberer ist als in z.B. China. Die Wahrheit ist jedoch, dass die Träger entweder Schnupfen oder eine laufende Nase haben und aus Rücksicht auf ihre Mitmenschen die Maske tragen um andere nicht evtl. anzustecken.

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14.12.2020

@Gerd R. Sehr guter Kommentar

@Hans M.
Ein kleiner Teil der Bevölkerung hat den Ernst der Lage (Situation in den KH) immer noch nicht begriffen und lebt auf der Blumenwiese.
Die Asiaten sind uns Europäern in Sachen Solidarität und Rücksicht einigen voraus. Wieviel Querdenkerdemos gab es in Taiwan? MNS wurde da, wie Gerd R. bereits erwähnt, bereits freiwillig vor Corona getragen wenn man verschnupft war.

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14.12.2020

Wer kann plausibel erklären, welchen Nutze und welche Verhältnismäßigkeit die nächtliche Ausgangssperre zur Eindämmung der Infektion hat. Noch dazu Strafen von € 150-250 zu verhängen. Es gibt ja beim Lockdown eh schon Ausgangsbeschränkung. Warum verpflichtet man die Geschäfte nicht, wenn möglich, getrennte Ein- und Ausgänge einzurichten, Einlasskontrollen vorzunehmen mit Temperaturmessen, Kontrolle zur Desinfektion, Kontrolle der zulässigen Personen im Geschäft? Hier lauert doch, neben dem ÖPNV, die größte Gefahr für eine Infektion!

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14.12.2020

Der Infektionsherd Nr. 1 sind private Treffen. Dort gibt es weder Abstand, Lüften oder MNS. Besonders wenn dann noch Alkohol ins Spiel kommt. Beim Einkauf, Schule, Arbeit und ÖPNV gibt es zumindest ein Hygienekonzept und wird das Risiko möglichst minimiert. Selbst in der Gastrobereich gab es Hygienekonzept. Zumindest beim Essen.
Wenn man beim Einkauf Angst vor einer Tröpfcheninfektion hat, kann man auch selber ein Tuch und Desinfektionsmittel mitbringen.
Um 21 Uhr geht niemand mehr im Winter spazieren. Bei Dunkelheit, Nässe und Kälte. Außer man hat einen Hund.
Es hat alles geschlossen. Tanken kann man auch am nächsten Tag. Also geht man nur noch wegen privaten Treffen raus oder kommt von diesen.

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14.12.2020

Die Unterschiede bzw. die Definition kann nachgelesen werden bei:
https://www.bayern.de/bericht-aus-der-kabinettssitzung-vom-6-dezember-2020/?seite=1617

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14.12.2020

Es nervt einfach nur! Vielleicht bringt es was die Sperrstunde 20:00 Uhr bis 6:00 zu verlängern? Nein, bestimmt nicht!

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14.12.2020

@Gerold R.
Welcher Zeitraum wäre Ihnen denn angenehm?

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14.12.2020

Die blöde Ausgangssperre abschaffen, das wäre mir genehm. Es gibt ohnehin derzeit keinen Ort in Deutschland wo man nach 21 Uhr noch hingehen könnte, um Spass zu haben. Wenn man Freunde besucht und sich nicht nach 2 Stunden angesteckt hat, wird sich das auch nach 6 Stunden nicht ändern. Ja, zum Glück habe ich einen Hund und kann abends, wenn die meisten ohnehin vorm Fernseher sitzen, noch raus. Es gibt nichts besseres als ein Spaziergang durch kalte frische Luft, um das Immunsystem gegen Corona zu stärken.

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14.12.2020

@Gerold R.
Nun, die Ausgangssperre tritt erst ab Mittwoch in Kraft. Die bis dahin geltende Ausgangsbeschränkung, die Sie anscheinend meinen, dürfte Sie nicht wesentlich beeinträchtigt haben.
Wenn Sie schreiben "Wenn man Freunde besucht und sich nicht nach 2 Stunden angesteckt hat, wird sich das auch nach 6 Stunden nicht ändern." ist dass schon etwas überheblich.

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13.12.2020

das Klimacamp ist - in jeglichen Belangen - nicht mehr oder weniger als eine Zumutung! Unglaublich sowas!

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13.12.2020

Oh ja, eine riesige Zumutung. Fast so schlimm wie Klimaflüchtlinge oder wie?

Seien Sie lieber froh, dass es noch junge idealistische Menschen gibt die für ihre Überzeugungen einstehen.

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13.12.2020

warum stört sie das Klimacamp wirklich? Oder wohnen sie in der Nähe und fühlen sich belästigt?
Vielleicht sollten sie sich mit dem Thema Klima beschäftigen, dann können sie auch verstehen warum die jungen Leute das Klimacamp nicht verlassen.

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13.12.2020

Die Leute tun einem wirklich leid. Denn sie können ja nicht mal erklären, warum man nicht um 21 Uhr 30 noch nach Hause gehen darf, durch sowieso leere Straßen. Aber über Tag 200 Menschen z.B. in einem Call-Center nebeneinander sitzen dürfen. Ziemlich unüberlegt das Ganze..man sieht, hier entscheiden Politiker und keine Mediziner..und keiner redet über die Menschen, die Corona bereits durchgemacht haben. Die dürfen jetzt noch zusätzlich das Ganze auch noch durchmachen..da wäre es langsam Zeit für Passierscheine!

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13.12.2020

Worum es geht: Nachdem wochen- und monatelange Appelle an Freiwilligkeit und Vernunft nicht ausgereicht haben, muss jetzt mit Maßnahmen wie der Ausgangssperre nachgeholfen werden. Die Kontakte, gerade die lockeren in Feierstimmung, müssen verringert werden, um die Zahl der Infektionen wieder Richtung 35 und allerhöchstens 50 je 100.000 EW und Woche zu drücken.

Dabei müssen „Gerechtigkeits“aspekte zurücktreten. Jede Bürgerin und jeder Bürger kann Beispiele konstruieren der Art „ das ist verboten – das aber nicht“.

Raimund Kamm

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14.12.2020

(edit/mod/unpassender Vergleich/NUB 7.2)

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