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Augsburg

03.08.2011

Autofahrer beschädigt umstrittene Schranke - Diesmal war es das Navi

Deutlich lädiert: So sah die Schranke in der Stätzlinger Straße vergangene Woche aus. Inzwischen ist sie wieder repariert.
Bild: Foto: privat

Diesmal hat ein Autofahrer, den sein Navi in die Irre führte, die umstrittene Absperrung am Rand von Lechhausen lädiert. Doch an dieser lässt die Stadt nicht mehr rütteln.

Verflixte Technik: Weil der Fahrer auf sein Navigationsgerät vertraute, das steif und fest behauptete, dass da ein Weg wäre, rammte ein Auto die Schranke, welche die Stätzlinger Straße am Rand von Lechhausen absperrt. Ergebnis: Augsburgs vermutlich meist beschädigte Schranke war vergangene Woche wieder mal ein Fall für die Werkstatt und der Versicherung des Autofahrers aus dem Kreis Aichach-Friedberg steht eine Rechnung ins Haus. Neu ist die Sache mit dem Navi. So eine Begründung ist der Lechhauser Polizei bislang noch nicht untergekommen, wenn es um die umstrittene Schranke ging. Diese selbst aber ist den Ordnungshütern nur zu gut bekannt.

An die 20-mal wurde sie bereits beschädigt – zum Teil mutwillig. Mittlerweile sichert die Stadt Augsburg das Gerät mit einer Videokamera. In den vergangenen Monaten hatte sich die Lage nach Auskunft von Polizei und Tiefbauamt beruhigt, die Schranke wurde in Frieden gelassen.

Keinen Frieden mit dem Gerät machen will aber die Bürgerinitiative Stätzlinger Straße. Sie hat 2500 Unterschriften gesammelt und fordert: Die Schranke muss weg. Die Stätzlinger Straße, die bislang nur von Linienbussen und Traktoren passiert werden darf, solle wie früher wieder zur Durchgangsstraße werden. Tempo 30 müsse für den Lärmschutz genügen. Die jüngste Kollision belege doch, welch ein teurer Unsinn die elektronisch gesteuerte Schranke sei, mit deren Hilfe der Durchgangsverkehr ausgesperrt wird. Das werden vor allem die Bewohner der St.-Anton-Siedlung anders sehen. Sie fürchten den Straßenlärm und haben für die Schranke gekämpft.

Der Interessenkonflikt im Osten von Lechhausen war zuletzt im Februar hochgekocht und hatte die Gemüter erhitzt. Damals beschäftigte sich der Bauausschuss mit dem Thema und entschied: „Die Schranke bleibt.“ „Daran wird sich nichts mehr ändern,“ sagt Tiefbauamtschef Josef Weber. „Für uns ist dieses Thema abgeschlossen.“ So wie die Schranke eben – meistens.

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