1. Startseite
  2. Lokales (Augsburg)
  3. Bauern in der Stadt verdienen Respekt

Bauern in der Stadt verdienen Respekt

Fridtjof Atterdal.jpg
Kommentar Von Fridtjof Atterdal
19.06.2019

Sie werden als Relikt belächelt und halten mit ihren Traktoren manchmal auch den Verkehr auf. Dennoch verdienen die Bauern in der Stadt Respekt, fordert Fridtjof Atterdal in seinem Kommentar.

Landwirtschaft findet auf dem Land statt – das ist zumindest die Sicht der meisten eingefleischten Stadtbewohner. Zwar sieht man manchen älteren Gebäuden ihre Herkunft als landwirtschaftliche Anwesen noch an – doch in aller Regel beherbergen diese heute Arztpraxen, Geschäfte oder Wohnraum. Die Stadt hat die bäuerlichen Betriebe Stück für Stück geschluckt und sich einverleibt. Doch ab und zu erleben wir doch ein kleines Stück Landwirtschaft. Zumeist auf der Straße, wenn ein mit Getreide beladener Lastzug auf der B17 dahinfährt – oder ein entgegenkommender Traktor in einem Wohngebiet zum Ausweichen zwingt. Als Autofahrer ist man dann eher genervt.

61 landwirtschaftliche Betriebe gibt es noch in der Stadt. Eine erstaunliche Zahl, wenn man bedenkt, wie wenig Natur in der Stadt noch übrig ist. Regionale Produkte sind beliebt, wovon einige Hofläden in der Stadt zeugen. Insofern ist es doch eigentlich ein Grund zur Freude, wenn mal wieder ein Traktor den Verkehr aufhält. Denn der beweist, dass noch immer einige Unermüdliche die harte Arbeit auf sich nehmen, damit wir Städter ordentliche Lebensmittel bekommen – das verdient Respekt.

Lesen Sie dazu auch: Benedikt Brem ist Bauer in der Stadt

Themen Folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren