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Augsburg

07.05.2020

Bertram Meier wird bald zum Augsburger Bischof geweiht

Bertram Meier sollte eigentlich am 21. März zum Bischof geweiht werden. Wegen der Corona-Krise musste der Termin verschoben werden.
Bild: Ralf Lienert

Eigentlich sollte Bertram Meier schon im März zu Augsburgs neuem Bischof geweiht werden. Wegen der Corona-Krise musste der Termin jedoch verschoben werden.

„Sobald sich ein Zeitfenster öffnet“, würden wieder Weihen stattfinden. Versprach der neu ernannte Augsburger Bischof Bertram Meier vor kurzem in einem Interview. Nun hat er seinen eigene Weihegottesdienst neu terminiert. Vier Monate nach seiner Ernennung durch Papst Franziskus wird der 59-jährige Prälat am Samstag, 6. Juni, im Augsburger Dom zum Bischof geweiht. Eigentlich hätte die Zeremonie schon am 21. März stattfinden sollen. Doch dann durchkreuzte die Corona-Krise alle Pläne.

„Ich freue mich sehr und bin glücklich, dass damit nun die Zeit des Wartens bald vorüber sein wird – für mich selbst, aber noch viel mehr für die Kirche von Augsburg“, betonte Meier am Donnerstag zur Bekanntgabe des neuen Termins. Der feierliche Gottesdienst werde unter Einhaltung der geltenden, mit der Staatsregierung abgestimmten Hygienevorgaben stattfinden, sodass voraussichtlich nur ein stark eingeschränkter Kreis von Teilnehmern eingelassen werden kann. Die Weiheliturgie werde allerdings live im Bayerischen Fernsehen und im Radio übertragen.

Konsekrator, also Spender der Bischofsweihe, wird der Münchner Kardinal Reinhard Marx sein, Vorsitzender der Freisinger Bischofskonferenz. Die im Kirchenrecht vorgeschriebenen beiden Mitkonsekratoren stehen wegen der aktuellen Situation noch nicht fest. Ursprünglich vorgesehen war dafür sein Vorgänger, Bischof Konrad Zdarsa, der altershalber aus dem Amt schied.

Augsburger Bischofsweihe hätte nur im kleinen Kreis stattfinden können

Erst die Bischofsweihe verleiht einem katholischen Oberhirten das Recht, von seiner Diözese Besitz zu nehmen. Erst dann ist er fähig, alle erforderlichen Amtshandlungen selber vorzunehmen. Wollte er neue Diakone und Priester weihen, müsste er andernfalls einen anderen Bischof damit beauftragen. Immerhin hatte Papst Franziskus nach der Absage der Bischofsweihe im März Prälat Meier bereits zum Apostolischen Administrator ernannt, der mit der Vollmacht eines Bischofs seine künftige Diözese leiten kann.

Zur neuen Terminwahl erklärte Meier: „Wir alle haben herausfordernde Wochen hinter uns. Und der Ausnahmezustand Corona ist auch längst nicht vorbei. Dennoch hat sich nun mit der Möglichkeit, wieder Gottesdienste feiern zu dürfen, auch ein Zeitfenster für meine Bischofsweihe und Amtseinführung aufgetan, das ich gerne nutzen möchte.“ Nach Erlass der Corona-Beschränkungen hätte im März eine Bischofsweihe nur im allerkleinsten Kreis in der bischöflichen Hauskapelle stattfinden können. Das konnte sich Meier nicht vorstellen.

Inzwischen sagt er: „Die erzwungene Reduktion hat eine Konzentration auf das Wesentliche bewirkt. Das wünsche ich mir auch für die Bischofsweihe.“ Lieber hätte er gemeinsam mit vielen Menschen aus dem Bistum gefeiert. „Aber ich verspreche Ihnen: Das werden wir zu gegebener Zeit nachholen.“

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07.05.2020

Kann der auch mal nett auf die Bilder rüberkommen ??
Der sieht nicht aus wie ein Hirte sondern ein Jäger ????

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