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Region Augsburg

23.11.2016

Bis 30.000 Euro Strafe: Das müssen Hundehalter zur Vogelgrippe wissen

Im Landkreis Augsburg gibt es den ersten Fall von Vogelgrippe. Wer Hund oder Katze hält, muss deswegen besonders vorsichtig sein.
Bild: Bernd Weißbrod, dpa (Symbolfoto)

Im Landkreis Augsburg gibt es den ersten Fall von Vogelgrippe. Wer Hund oder Katze hält, muss besonders vorsichtig sein - ansonsten kann es bald teuer werden.

Die Vogelgrippe ufert immer weiter aus. Auch im Landkreis Augsburg gibt es nun den ersten Fall: Am Lechufer zwischen Ellgau und Thierhaupten fiel ein Schwan dem H5N8-Virus zum Opfer (lesen Sie hier mehr dazu).

Zwar besteht für den Menschen wohl keine Gefahr, doch Hundehalter müssen sich mit Aufkommen der Geflügelpest umstellen. In Augsburg gilt bereits eine Empfehlung, Hunde und Katzen im Uferbereich von Gewässern nicht frei laufen zu lassen.

Bei Vogelgrippe Sperrbezirk und hohes Bußgeld

Sollte die Geflügelpest in Augsburg ausbrechen, richtet die Stadt einen Sperrbezirk von drei Kilometern Umkreis um den betroffenen Geflügel-Betrieb ein, wie die Stadt auf Nachfrage unserer Redaktion mitteilt. Außerdem gilt das Gebiet in zehn Kilometern Umkreis dann als Beobachtungsgebiet - und dann greift dort auch die Leinenpflicht.

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Grundlage hierfür ist die Geflügelpest-Verordnung (mehr darüber). Darin heißt es: "Wer einen Hund oder eine Katze hält, hat sicherzustellen, dass diese im Sperrbezirk oder im Beobachtungsgebiet nicht frei umherlaufen." Wer gegen diese Leinenpflicht verstößt, muss mit hohen Strafen rechnen. Die Ordnungswidrigkeit kann mit einem Bußgeld bis zu 30.000 Euro geahndet werden.

Leinenverbot bei Vogelgrippe: Stadt will prüft Stichproben

Die Stadt will im Ernstfall stichprobenartig überprüfen, ob die Verordnung eingehalten wird. Denn in anderen Städten wie Hamburg gilt zwar bereits eine Leinenpflicht - eingehalten wird sie aber nicht immer. Damit Hundehalter im Ernstfall Bescheid wissen, stellt die Stadt an den Zugängen des Sperrbezirks und des Beobachungsgebiets Warnschilder auf.

Im Landkreis Augsburg gibt es - trotz des Vogelgrippe-Falls - noch keine Vorgaben für Hunde und Katzen. Eine Sprecherin des Landratsamts teilt mit: "Unabhängig von der Vogelgrippe sollten Hunde generell keinen Kontakt zu  verendeten Tieren haben." Weitere Auskünfte konnte sie nicht geben.

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