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Augsburg

12.07.2017

Bundespolizei zieht in ihr neues Revier

Am nördlichen Ende des Bahngleises 1 befindet sich das neue Revier der Bundespolizei in Augsburg. Ihr früheres Quartier im Bereich der Ladehöfe soll abgerissen werden.
Bild: Peter Fastl

Die Bundespolizei in Augsburg hat eine andere Dienststelle. Statt im Ladehofareal sind die Beamten nun im ehemaligen Fuggerstadt-Center zu finden. Darüber sind sie froh.

Noch steht der Name "Max Mustermann" auf dem Klingelschild. Derzeit zeigen am Hauptbahnhof auch keine Wegweiser, wo sich das Augsburger Revier der Bundespolizei nun am neuen Standort befindet. Ganz am Ende des Gleises 1 ist es, im ehemaligen Fuggerstadt-Center, das bald ein Einkaufszentrum namens Helio werden soll. Noch sind die frisch gestrichenen Wände in den Gängen des Reviers ziemlich kahl. Alles Dinge, die sich freilich bald ändern werden, die Bundespolizei hat das neue Quartier ja erst in der vergangenen Woche bezogen.

Der Umzug war vielleicht ohnehin einmal an der Zeit, denn das alte Gebäude im Bereich der ehemaligen Bahnladehöfe war, um es vorsichtig zu formulieren, nicht mehr im allerbesten Zustand. Er war aber auch nötig, da auf dem Ladehofareal rund 230 Wohnungen sowie Büros und ein Busterminal entstehen sollen und der Grundeigentümer Aurelis, ein ehemaliges Tochterunternehmen der Bahn, den Abriss plant.

Große Vorteile mit Umzug in neues Quartier

Polizeihauptkommissar Gerhard Röttle ist glücklich mit dem Umzug ins moderne Quartier. Der 60-Jährige ist verantwortlicher Sachbearbeiter des Reviers, das zur Inspektion in Nürnberg gehört. Das neue Revier, sagt Röttle, bietet vor allem einen großen Vorteil im Vergleich zum alten Standort: Man sei mittendrin im Geschehen, viel einfacher zu erreichen für Reisende oder auch die Bahnmitarbeiter. Künftig werden die Beamten des Reviers wohl mehr Besuch von Bürgern bekommen, die bei einem Anliegen das alte Gebäude früher erst einmal finden mussten. Eine gute Entwicklung, findet Röttle, auch wenn die Polizisten des Reviers bislang schon gut ausgelastet seien. Der Polizeihauptkommissar spricht von einem "Problem der Personalknappheit."

Bundespolizei zieht in ihr neues Revier

Konkret sieht die Situation so aus: 47 Beamte sind in dem Augsburger Revier insgesamt beschäftigt, sie sind für 57 Bahnhöfe in einem Gebiet zuständig, das bis nach Neu-Ulm, im Süden bis ins Ost- und Unterallgäu, im Osten bis hinter den Landkreis Aichach-Friedberg und im Norden bis zur fränkischen Grenze hinter Donauwörth reicht. Über 5300 Quadratkilometer groß sei die Fläche, sagt Röttle; 1,4 Millionen Menschen leben hier.

Fußballspiele sind ein Schwerpunkt

Die Bundespolizei ist für die Sicherheit auf den Bahnhöfen und Gleisen des Bundes zuständig. Ab den Bahnhofsvorplätzen übernehmen die Kollegen der Landespolizei. Die Beamten der Bundespolizei sind speziell zu Fußballspielen und Sportereignissen gefordert, wenn also große Menschenmassen per Zug unterwegs sind. Im Fall des Augsburger Reviers gehören natürlich Spiele des FC Augsburg und der Panther zu den Schwerpunkten, Röttle nennt daneben auch die Spiele des Bayernligisten TSV Rain aus dem Landkreis Donau-Ries und jene des Regionalligisten FV Illertissen. Auch Großveranstaltungen forderten die Beamten: der Plärrer, diverse Faschingsumzüge, Stadtfeste. Spektakuläre Einsätze wie neulich, als sieben Flüchtlinge aus einem Güterwaggon kletterten, der aus Österreich gekommen war, sind eher die Ausnahme.

Oft geht es um Schwarzfahrer, die vom Bahnpersonal erwischt werden, das dann die Polizisten informiert, manchmal um Körperverletzungen in den Zügen oder Bahnhöfen. In letzter Zeit, sagt Röttle, gebe es auch wieder mehr Sachbeschädigungen, also etwa mehr Fälle von Graffiti-Schmierereien, die von den Polizisten aufgenommen und bearbeitet werden müssten. Nun in einem moderneren Revier.

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