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CO2-Einsparungen sind in Augsburg überfällig

Kommentar Von Stefan Krog
21.01.2021

Plus Die Klimaziele, die Augsburg sich setzen möchte, sind hoch gesteckt. Das liegt daran, dass in der Vergangenheit zu wenig passiert ist. Die entscheidenden Diskussionen kommen erst noch.

Das Ziel, das die Stadt sich setzen möchte, ist sehr ehrgeizig und womöglich gar nicht erreichbar, wenn man sich anschaut, wie schwierig es bisher war, Einsparungen beim CO2-Ausstoß zu erzielen. Mit dem jetzt vorgeschlagenen Maß an CO2-Reduktion in den kommenden Jahren muss versucht werden, die politischen und gesellschaftlichen Versäumnisse der Vergangenheit (beileibe nicht nur in Augsburg) wettzumachen, weshalb die Ziele jetzt so drastisch formuliert werden. Es stimmt schon, dass Augsburg nicht das Weltklima retten wird, aber das ist keine Begründung, nichts zu tun.

Es wird nicht einfach, die Klimaziele in Augsburg zu erreichen

Ob die 9,7 beziehungsweise 20 Millionen Tonnen Restbudget realistischerweise eingehalten werden, ist dann zu beurteilen, wenn ein konkreter Maßnahmenpfad im Herbst vorgelegt wird. Die Ziele sind aber eine Orientierungsmarke und ein Ansporn. Wichtig ist, den CO2-Ausstoß möglichst schnell nach unten zu bekommen, was nicht einfach ist. Häuser müssen im Winter geheizt werden und sie zu sanieren, wird eher Jahrzehnte denn Jahre dauern. Und auch die Wirtschaft kann nicht von heute auf morgen klimaneutral werden.

Insofern ist der am Montag zur Abstimmung stehende Beschlussvorschlag zwar mehr als ein Schaufensterbeschluss, aber die eigentlich interessanten Diskussionen stehen bevor, wenn es um konkrete Maßnahmen gehen wird. Ehrgeizige Einsparziele, die dann meist nicht eingehalten wurden, gab es in der Vergangenheit jedenfalls genug.

Lesen Sie den zugehörigen Artikel: Augsburg will sich hohe Ziele beim Klimaschutz setzen

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22.01.2021

>> Häuser müssen im Winter geheizt werden und sie zu sanieren, wird eher Jahrzehnte denn Jahre dauern. <<

Kann doch gar nicht sein - durch unsere kluge Einwanderungspolitik sind Bauhandwerker überhaupt nicht knapp...

Und die vielen Fördermilliarden zur Gebäudesanierung in Deutschland lassen den Energieverbrauch im Bestand weitgehend unverändert.

https://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/226/1922670.pdf

>> Basierend auf den Zahlen zu Strukturdaten zur Produktion und Beschäftigung im Baugewerbe des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (https://www.bbsr.bund.de/BBSR/DE/veroeffentlichungen/bb sr-online/2019/bbsr-online-17-2019.html) beliefen sich die Investitionen in die energetische Modernisierung von Gebäuden von 2010 bis einschließlich 2018 auf insgesamt 341,78 Mrd. Euro. Demgegenüber steht ein Raumwärmever- brauch der privaten Haushalte temperaturbereinigt pro Quadratmeter, der sich nach Zahlen des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie im gleichen Zeitraum nicht verändert hat (https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Download s/Energiedaten/energiedaten-gesamt-pdf-grafiken.pdf?__blob=publicationFile &v=40). <<

Das wird sehr spannend...

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22.01.2021

Wenn ich CO2- Einsparung höre, werde ich aggressiv. Letzten Endes läuft es darauf hinaus, Energie so weit zu verteuern, dass sie zum Luxusgut einer reichen Oberschicht wird. Elektromobilität ist für die breite Masse unerreichbar, weil es nicht so viele Außensteckdosen wie parkende Autos gibt, das Stromsystem würde zusammenbrechen.
Wenn irgendeine Maßnahme sinnvoll wäre, dann z.B. den Denkmalschutz zur Gewinnung von Solarenergie zu lockern. Jeder Liter Wasser, der durch die Sonne erwärmt wurde bedeutet weniger CO2.

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22.01.2021

>>Wenn ich CO2- Einsparung höre, werde ich aggressiv.<<

Wenn das so ist müssen sie etwas gegen Ihre Aggressivität unternehmen, denn es muss noch viel C02 eingespart werden um die Klimaziele zu erreichen. Es kann allerdings auch jeder einzelne zusätzlich CO2 einsparen.

Hier gibt es Tipps wie man seine persönliche CO2-Bilanz verbessern kann:
https://www.fr.de/wirtschaft/co2-ausstoss-verbessert-persoenliche-co2-bilanz-12208180.html

Im Übrigen ist auch die USA beim Pariser Klimaabkommen wieder dabei.

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