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14.12.2016

Das Programm für das Brecht-Festival 2017

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Der neue Leiter Patrick Wengenroth setzt beim Brecht-Festival 2017 verstärkt auf Eigenproduktionen.
Bild: Anne Wall

Der neue Leiter Patrick Wengenroth setzt beim Brecht-Festival 2017 verstärkt auf Eigenproduktionen. Für große Gastspiele fehlt das Große Haus, trotzdem kommen namhafte Künstler.

„Ändere die Welt – sie braucht es“ – unter dieses Zitat von Bertolt Brecht stellt Patrick Wengenroth das Brechtfestival 2017, für das er zum ersten Mal verantwortlich ist. Es findet vom 3. bis zum 12. März 2017 statt. Im städtischen Kulturausschuss stellte Wengenroth das Programm den Stadträten vor. Brechts politisches Denken und die ästhetische Praxis sollen im Mittelpunkt der Auseinandersetzung stehen. Wengenroth möchte die Gegenwart mit Brechts Werk und Brechts Werk mit der Gegenwart konfrontieren – auf lustvolle und experimentelle Weise.

Größtes Hindernis bei der diesjährigen Festivalplanung war die unerwartete Schließung des Großen Hauses, die den kompletten Festivalplan auf den Kopf gestellt hat. Große Gastspiele sind deshalb nicht möglich. Durch das Ausweichen in andere Spielstätten entstehen auch höhere Kosten durch die Erschließung, bei niedrigeren Kartenpreisen und kleinerem Kartenkontingent.

Brecht-Festival 2017 setzt auf Eigenproduktionen

Aus der Not macht Wengenroth nun eine Tugend. Er setzt verstärkt auf Eigenproduktionen des Brechtfestivals. Gleich zur Eröffnung wird der Regisseur Selçuk Cara mit einer Inszenierung von Bertolt Brechts umstrittenem Lehrstück „Die Maßnahme“ (3. März, Gaswerk) eröffnen. Cara ist ein türkischstämmiger Opern- und Konzertsänger, der gerade zusätzlich als Autorenfilmer und als Schriftsteller von sich reden macht. In diesem Jahr hat er seinen autobiografischen Roman „Türke, aber trotzdem intelligent“ veröffentlicht. Parallel dazu gibt Tatortkommissarin Eva Mattes mit dem Inklusionstheater RambaZamba aus Berlin auf der Brechtbühne mit dem Stück „Der gute Mensch von Downtown“ ein Gastspiel.

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Konstantin Wecker, hier bei einem Auftritt in diesem Jahr in Augsburg, kommt zum Brechtfestival 2017.
Bild: Siegfried Kerpf

Zur Langen Brechtnacht, die am 4. März stattfindet, tritt Konstantin Wecker mit seinem Trio im Gaswerk auf und setzt sich im Konzert mit Bertolt Brecht auseinander. Parallel dazu treten zwölf weitere Künstler und Ensembles an verschiedenen Orten in der Stadt auf.

Zwei Thementage beim Brecht-Festival 2017

Zwei Thementage stehen im Programm des Festivals: „Feminismus“ lautet das Tagesmotto am 5. März, „Brecht und Benjamin“ am 7. März. An diesem Abend zeigt Regisseurin Friederike Heller in Kooperation mit der Berliner Akademie der Künste ihre Festivalproduktion „Krise ist immer“, in der es um Bertolt Brecht und Walter Benjamin geht. Der Festivalleiter Patrick Wengenroth tritt am 9. März als Regisseur und Darsteller in Erscheinung. An diesem Tag hat die Brecht-Revue „Die Welt ist: schlecht! Und ich bin: Brecht!“ ihre Premiere, die Wengenroth als Festivalbeitrag des Theaters Augsburg für sein Festival inszeniert. Zum Abschluss des Festivals kommt die große belgische Schauspielerin Viviane de Muynck, die Tom Lanoyes Monolog „Gas“ auf der Brechtbühne spielen wird (12. März).

Ebenfalls im Festivalprogramm findet sich der Poetry Slam „Dead or Alive“, der mittlerweile zu einer festen Institution geworden ist. Michel Abdollahi moderiert ihn am 7. März im Parktheater. Der Augsburger Brechtforscher Jürgen Hillesheim veranstaltet einen zweitägigen wissenschaftlichen Kongress, mit dem auch das 25-jährige Jubiläum der Augsburger Brechtforschungsstelle gefeiert wird. Eingeladen sind renommierte Brechtforscher.

Auch Augsburger Akteure werden im Festival wieder zu erleben sein. Das Ensemble Bluespots Productions ist mit einem Kooperationsprojekt mit dem Baggardteatret Svendborg (Dänemark) vertreten (8. März, Parktheater). Im Sensemble-Theater inszeniert Gianna Formicone zu Brechts Gedicht „Brot des Volkes“ ein internationales Jugendtheaterstück (9. März).

Weitere Infos zum Programm gibt es unter www.brechtfestival.de

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