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Augsburg

15.07.2019

Der Augsburger Ordnungsdienst will mehr Personal

Der Ordnungsdienst hat inzwischen 21 Vollzeitstellen. Zu wenig, sagt die Stadt und plant eine Aufstockung.
Bild: Peter Fastl (Symbol)

Der Augsburger Ordnungsdienst hätte gerne mehr Personal, weil sich sonst Bürgerwünsche nicht erfüllen lassen. Eine Sondereinheit ist allerdings vom Tisch.

Die Stadt will ihren Ordnungsdienst weiter ausweiten. In den vergangenen Jahren wuchs der Ordnungsdienst auf insgesamt 21 Vollzeitstellen. Allerdings sei diese Personalausstattung nicht mehr ausreichend, so Ordnungsreferent Dirk Wurm (SPD). Das Spektrum reicht von allgemeinen Innenstadtstreifen über Kontrollen der Flussufer bis hin zu Einsätzen an Brennpunkten wie dem Spielplatz an der City-Galerie und der Hochzoller Neuschwansteinstraße, wo Jugendliche sich nachts lautstark treffen beziehungsweise trafen. Speziell die Situation auf Plätzen und Grünanlagen, die besonders im öffentlichen Fokus stehen, habe die Anforderungen erhöht.

Vier neue Stellen für Augsburger Ordnungsdienst

Wurm sieht den Bedarf für mindestens vier weitere Planstellen, um eine dritte Nachtschicht (momentan gibt es drei Tag- und zwei Nachtschichten) einführen zu können. Anders könne man den Erwartungen von Politik und Bürgern nicht gerecht werden. Inzwischen werde häufig der Wunsch von Bürgern an die Stadt herangetragen, Brennpunkte an einem Abend mehrmals anzufahren. Das sei mit der jetzigen Ausstattung nicht machbar. Zudem müsse man über eine Verstärkung der dann insgesamt sechs Schichten nachdenken.

Keine Einheit gegen Bettler

Unterdessen lehnt die Stadt die Einführung einer Sondereinheit des Ordnungsdienstes zur Verfolgung von Bettlerbanden in der Innenstadt ab. Die Fraktion von Pro Augsburg hatte die Einrichtung einer „Task Force“ beantragt. Diese bringe nichts, so Wurm. Deren Mitarbeiter wären, selbst wenn sie in Zivil unterwegs wären, in kurzer Zeit bei den Bettlern bekannt. Diese würden sich dann via Handy gegenseitig warnen. Der Ordnungsdienst überwacht Bettler seit einigen Jahren schärfer, um das bandenmäßige Betteln, das in Augsburg laut Satzung verboten ist, zu verhindern. Jährlich kommt der Ordnungsdienst auf etwa 350 Verstöße, was das aggressive Betteln betrifft. Eine bandenmäßige Organisation zu beweisen sei deutlich schwieriger, so Wurm. Meist bleiben die Banden aus Rumänien, Bulgarien und der Slowakei nur einige Wochen, bevor sie in die nächste Stadt weiterziehen.

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Augsburg verlang 55 Euro

Momentan wird ein Verwarnungsgeld von 55 Euro fällig, das sofort bezahlt werden muss, da die Bettler in Deutschland keinen Wohnsitz haben. Häufig hätten die Betroffenen aber nur Cent-Beträge bei sich. Momentan, so Wurm, prüfe man, ob man Handys von Bettlern als so genannte Sicherheitsleistung einziehen könne. Wurm verweist auch grundsätzlich darauf, dass eine spezielle Überwachungsgruppe dafür sorge, dass der Ordnungsdienst anderen eventuell dringlicheren Aufgaben weniger nachkommen könne.

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