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Der Augsburger Zoo hat ein Tierschutz-Problem

Kommentar Von Eva Maria Knab
14.10.2020

Plus Der städtische Zoo hat in den vergangenen Jahren viel Geld in artgerechte Gehege investiert. Jetzt gerät er unvorhergesehen an seine Grenzen.

Als Zoodirektorin Barbara Jantschke 2002 in Augsburg ihren Dienst antrat, herrschten Krisenzeiten im Augsburger Zoo. Damals war die Zoo-Gesellschaft überschuldet. Der Zoo brauchte auch eine neue Betriebserlaubnis. Mehrere Tiergehege hatten große Mängel. Diese schwere Misere hat der Zoo schon länger hinter sich. Dafür müssen jetzt neue Herausforderungen bewältigt werden.

Diese Misere im Augsburger Zoo ist nicht selbst verschuldet

Die Vorschriften beim Tierschutz wurden in den vergangenen Jahren deutlich strenger. In Augsburg hat man die Liste der Auflagen konsequent abgearbeitet. Die Giraffenanlage wurde modernisiert, damit neue Tiere kommen konnten. Zuletzt kam der Neubau des Elefantenhauses, um die imposanten Dickhäuter in Augsburg dauerhaft zu halten. Jetzt wäre der Umbau der Schimpansenanlage an der Reihe gewesen.

Mindestens ebenso groß ist nun aber das Investitionsproblem des Zoos. In der Corona-Krise sind die Besuchereinnahmen eingebrochen. Damit fehlt das Geld für dringende Modernisierungen. Diese neue Misere kann man aber nicht der Zooleitung anlasten, die gute Arbeit leistet und in normalen Zeiten für Besucherrekorde sorgt. Im Sinne des Tierschutzes ist zu hoffen, dass eine Finanzierungshilfe aus öffentlichen Töpfen möglich wird - auch wenn die Stadt wegen der Folgen von Corona knapp bei Kasse ist und der Freistaat sich bislang nicht in der Pflicht sieht, den Zoos zu helfen.

Lesen Sie auch den zugehörigen Artikel: Zoo fehlt das Geld für dringend gefordertes Schimpansengehege

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