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22.07.2010

Der Tradition die Ehre gegeben

Die Söhne beim Mannschaftsfoto: Sie wollten, wie es Brauch ist, beim Spickelfest wieder erbittert kämpfen.
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Die Söhne beim Mannschaftsfoto: Sie wollten, wie es Brauch ist, beim Spickelfest wieder erbittert kämpfen.

Spickel Eine seit vielen Jahren gepflegte Tradition fand jetzt auf der Spickelwiese seine Fortsetzung. Beim Spickelfest fanden sich wieder Väter und Söhne zum Kicken ein, obwohl sich schon ein Gewitter mit Donnergrollen ankündigte. Auch eine stattliche Anzahl von Zaungästen war gekommen, um sich das Treiben anzusehen. Die einen, um Anzufeuern, die anderen, um dem Brauch die Ehre zu geben.

Auch Bruno Zahn hat auf einer Bank am Rande des Spielfeldes Platz genommen. Krücken erklären, warum er heute nicht mehr aktiv an dem Match teilnehmen kann. Währenddessen laufen die Spieler auf, um sich warm zu schießen. Eine Flanke, ein Kopfball, dann ist das Spielgerät im Aus. Shirts mit der Aufschrift "St. Wolfgang Söhne" verraten, um welches Team es sich in diesem Fall handelt.

Peter März gehört zur gegnerischen Mannschaft und läuft als Verteidiger auf. "Früher war es ein erbitterter Kampf", sagen Kenner, und März, der mit Sicherheit seit 15 Jahren dabei ist, erinnert sich an den Ausgang des letztjährigen Spiels: Da haben wir 6:0 verloren. Mindestens vier von den früheren Söhnen seien heute jedoch selbst Väter.

Auch die Gründerväter der Traditionspartie aus den 1970er Jahren haben am Spielfeldrand Stellung bezogen. Noch warten alle auf den Schiri, der das Duell pfeifen soll. Denn auch wenn Fairplay das Gebot der Stunde an diesem Samstagnachmittag ist, so ist ein Spiel ohne Schiedsrichter nicht komplett.

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Die Profis bei der WM haben es vorgemacht

Die Teams formieren sich zum Mannschaftsfoto. Schließlich haben die Profis es erst vor Kurzem bei der WM vorgemacht. Dann der Anpfiff. Der engagierte Zweikampf kann beginnen. Die ganzen 90 Minuten haben sich die Spieler vorgenommen durchzuhalten. Der Ausgang lautet 2:0 für die Söhne. Pünktlich zum Bieranstich nach der Vorabendmesse beginnt es zu regnen beziehungsweise gewittern. Am Sonntag kamen rund 350 Besucher nach St. Wolfgang ind den Pfarrgarten. (sil)

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