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19.06.2009

Der Treibstoff für die Technologie der Zukunft

Die internationale Paris Air-Show in Le Bourget ist ein Schaulaufen modernster Techniken. Auch große Augsburger Unternehmen sind vertreten. Etwa der Flugzeugbauer Premium Aerotec und Kuka Roboter. Ebenso das Luft- und Raumfahrtunternehmen MT Aerospace. MT Aerospace baut unter anderem die Treibstofftanks für das europäische Raketenprogramm Ariane. Seit dem Verkauf der MAN-Tochter an die Bremer OHB Technology hat sich das Unternehmen an der Wolfzahnau bestens entwickelt.

Umsatz und Mitarbeiterzahl steigen kontinuierlich

2005 ist für den Mittelständler ein entscheidendes Datum. Vor vier Jahren erfolgte die Übernahme von MT Technologie durch ein Bremer Konsortium. Die OHB Technology ist ein weltweit führender Anbieter in den Branchen Raumfahrt, Telematik und Satellitendienste. Zweiter Partner ist die Münchner Technologie-Beteiligungsgesellschaft Apollo Capital Partners. Der Besitzwechsel und die Einbindung in das Unternehmen hat sich positiv für MT Aerospace ausgewirkt. Der Umsatz stieg von 85 auf 120 Millionen Euro, die Zahl der Mitarbeiter wuchs von 500 auf 600 Personen an. Die Aussichten sind gut: "Wir haben in den nächsten Jahren eine stabile Auftragslage und erweitern unseren Fertigungsbereich", so Firmensprecher Helmut Edler. Die Firma suche laufend gute Mitarbeiter. Und in den Vereinigten Arabischen Emiraten soll eine Produktionsstätte für Strukturteile errichtet werden, zusammen mit der Flughafengesellschaft von Abu Dhabi. "Wir bauen unsere Internationalisierung weiter aus", so Vorstand Hans Steininger.

Das Unternehmen baut schwer auf die neue Technologie als Treibmittel zukünftigen Erfolgs. Ziel ist es, die Tanks in immer größerem Umfang aus den leichten Faserverbundstoffen herzustellen.

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Die Raumfahrtsparte nimmt rund 80 Prozent des Umsatzes ein. In diesem Bereich produziert man Bauteile für Trägerraketen, Satelliten und Orbit-Transfersysteme. Mit zehn Prozent Lieferanteil an der Hardware der Trägerrakete Ariane ist MT Aerospace der größte Zulieferer außerhalb Frankreichs. Die Lieferverträge reichen noch bis 2014. Dass zukünftig statt sechs nun sieben Starts pro Jahre erfolgen, freut auch die Augsburger. Das bedeutet eine Kapazitätserhöhung. MT Aero-space profitiert auch direkt am Ariane-Erfolg: Die Firma hält acht Prozent der Anteile an der Vermarktungsgesellschaft Arianespace.

Die Firma betreut auch die Startanlagen am Standort in Kourou in Französisch-Guyana. Gleichzeitig verantwortet und koordiniert die Firma auch Teile der Bodenanlage beim Bau der Startanlage für die russische Sojus-Trägerrakete.

MT Aerospace liefert nicht nur die Treibstoffbehälter (Booster) für die Ariane. Das ATV ist ein Fahrzeug, das zur Versorgung der internationalen Raumstation ISS eingesetzt werden soll. Ein Start ist 2008 erfolgt. Bis 2013 sind weitere fünf Flüge geplant. Bis zu sieben Tonnen Fracht (wie Wasser, Treibstoff) können so in speziellen MT Aerospace-Tanks befördert werden.

Auch für die neueste Entwicklung des Großraumflugzeuges A 350 gibt es Aufträge. Mehr Belastbarkeit bei geringerem Gewicht: Mit kohlefaserverstärkten Kunststoffen kann man punkten. Da die Flugzeuge immer stärker physikalischen Kräften ausgesetzt werden, braucht es spezielle Verstärkungsstrukturen. Die gibt es nun mit Serienreife.

Kuka Kuka Systems ist erstmals auf der Luftfahrtmesse vertreten. Präsentiert werden roboterbasierte Fertigungslösungen für die Luft- und Raumfahrtindustrie.

Premium Aerotec. Wie schon berichtet, konnte der Flugzeugbauer Premium Aerotec einen 500-Millionen-Dollar-Auftrag über die Lieferung von Strukturen über Strukturen für den A 350 einfahren. "Wirtschaft

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