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Augsburg

17.05.2019

Die Flohmarkt-Saison beginnt: Was an Hinterhofflohmärkten so fasziniert

Am Samstag, 18. Mai, findet von 10 bis 15 Uhr der inzwischen vierte Hinterhofflohmarkt statt. Über 80 Höfe beteiligen sich erneut an dem Freiluftvergnügen und werden wieder zahlreiche Besucher ins Viertel locken.
Bild: Michael Hochgemuth

Gäste lieben die Atmosphäre, Anwohner müssen die "Ware" nur vor die Tür stellen. Im Bismarckviertel findet am Samstag der vierte Hofflohmarkt statt, woanders ist bald Premiere.

Eine Vase wird es wohl wieder werden – mindestens eine Vase, ist sich Obie Obermeier sicher. Vasen sind einfach ihr Tick, davon könne sie nicht genug haben. Da trifft es sich gut, dass die Modedesignerin leidenschaftlich gerne über Flohmärkte flaniert und nach neuen Vasen Ausschau hält. Seit einigen Jahren muss sie dafür nur vor die Tür ihres Ladens „Samobie“ in der Bismarckstraße gehen. Gemeinsam mit ihren Freundinnen Mara Weyel, Lea Demirbas und Marlene Kröhnert veranstaltet sie am Samstag, 18. Mai, bereits zum vierten Mal den Hinterhofflohmarkt im Bismarckviertel. Über 80 Höfe sind wieder mit von der Partie und ermöglichen den Besuchern von 10 bis 15 Uhr einen Blick in sonst nicht zugängliche Gärten und Hinterhöfe.

Hinterhöfe sind mit Luftballons und Girlanden markiert

Die Art des Flohmarkts kommt gut an. In den vergangenen Jahren zogen Menschenmassen durch die Straßen des Viertels und warfen in den durch Luftballons oder Girlanden markierten Höfen einen Blick in die ausgestellte Ware. „Hier sucht man nicht, hier findet man“, sagt Obie Obermeier. Schließlich könne man nie wissen, was zum Verkauf angeboten wird. Für die Bewohner des Viertels habe es sich zu einer beliebten nachbarschaftlichen Aktion entwickelt, für die Besucher zur Möglichkeit, das Viertel besser kennenzulernen. Hie und dort werden Bekannte getroffen, ein Stop für ein Gespräch und ein Getränk eingelegt.

Bewohner des Beethovenviertels, des Antonsviertels und verschiedener anderer Quartiere und Stadtteile sind dem Beispiel gefolgt und haben ebenfalls solche Flohmärkte organisiert. Am Samstag, 25. Mai, findet nun auch der 1. Hofflohmarkt in der Hammerschmiede statt. Initiatorin ist Anja Mayer. Sie sei selber eine „fleißige Flohmarktgängerin“ und habe in den vergangenen Jahren unter anderem die Märkte im Bismarckviertel, Pfersee und Rosenau- und Thelottviertel besucht. „Dort herrscht einfach eine besondere Atmosphäre“, findet sie. Der Kauf von gebrauchter Kleidung und Gegenständen liege im Trend. Sie und ihre Familie sei selber auf dem „Nachhaltigkeitstrip“. „Man muss ja nicht alles neu kaufen.“

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Vor einem Jahr sind sie in die Hammerschmiede gezogen – dort hat sie die Organisation des 1. Hofflohmarkts übernommen. Er findet am Samstag in einer Woche von 10 bis 16 Uhr statt. Auf Anhieb hätten sich 30 Bewohner des Stadtteils bei ihr gemeldet, um mitmachen zu können. „Es ist eine bunte Mischung aus jungen Familien und alteingesessenen Bewohnern der Hammerschmiede, so wie es in dem Stadtteil nun einmal ist.“

Hammerschmiede: Abstecher auf den Abenteuerspielplatz

Für die Bewohner habe diese Form des Flohmarkts den Vorteil, dass sie ihre Verkaufsgegenstände nur vor die Haustür stellen müssten. Und auch für die Besucher gebe es in der Hammerschmiede einiges zu entdecken. „Hier sehen die Grundstücke natürlich anders aus, wie im Bismarckviertel. Manche verkaufen in ihrer Garage, manche in der Hofeinfahrt oder im Garten“, berichtet sie. Interessierte sollen am Samstag, 25. Mai, einfach im Kastanien- und Kirschenweg und den angrenzenden Straßen vorbeischauen und den Stadtteil einmal anders kennenlernen. Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln dorthinfahren würde, soll an der Haltestelle Hammerschmiede aussteigen. Von dort aus ist das Gebiet gut erreichbar. „Besucher mit Kindern können dann auch noch einen Abstecher auf den Abenteuerspielplatz machen, der hier gleich um die Ecke ist“, sagt Anja Mayer.

Anwohner des Viertels könnten sich auch noch spontan an dem Hofflohmarkt beteiligen und sollen sich einfach unter der E-Mail-Adresse hofflohmarkt-hammerschmiede@outlook.de mit der Veranstalterin in Verbindung setzen.


Märkte im Überblick:

  • Georgs- & Kreuzviertel: Samstag, 18. Mai, 10 bis 16 Uhr
  • Bismarckviertel: Samstag, 18. Mai, 10 bis 15 Uhr
  • Hammerschmiede: Samstag, 25. Mai, 10 bis 16 Uhr
  • Jakobervorstadt: Samstag, 25. Mai, 10 bis 16 Uhr
  • Beethovenviertel: Samstag, 1. Juni, 9 bis 15 Uhr
  • Proviantbachviertel: Samstag, 1. Juni, 10 bis 16 Uhr
  • Rosenau- & Thelottviertel: Samstag, 29. Juni, 10 bis 16 Uhr
  • Antonsviertel: Sonntag, 30. Juni, 11 bis 16 Uhr
  • Pfersee: Samstag, 6. Juli, 10 bis 16 Uhr
  • Göggingen: Samstag, 13. Juli, 10 bis 16 Uhr
  • Ulrichsviertel: Samstag, 20. Juli, 10 bis 15 Uhr
  • Kriegshaber: Samstag, 20. Juli, 10 bis 16 Uhr
  • Hochfeld: Samstag, 14. Sept., 10 bis 16 Uhr

Weitere Informationen finden sich auf den Facebookseiten der Veranstaltungen oder unter www.hofflohmaerkte.de/augsburg.

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