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12.08.2017

Die Friedensbotschafter

Monika und Werner Mayer haben mit ihrem Team schon tausende Friedenshäuschen gestaltet.
Bild: Angelika Urbach

Dank der beliebten Friedenshäuschen konnten Monika und Werner Mayer mit ihrem Team inzwischen 100000 Euro spenden. Die Ideen gehen ihnen dabei nie aus

Die Botschaft der liebevoll verzierten Häuschen aus Holz kommt an. Ihr Motto: „Der Friede geht vom eigenen Haus aus“, sagt Monika Mayer. Viele Friedenshäuser stehen auf dem Esstisch vor ihr und ihrem Ehemann Werner Mayer. Was als Idee für die Bewerbung der Friedensstadt Augsburg als Kulturhauptstadt begann, hat in Zusammenarbeit mit ihren Friedenshaus-Team längst weite Kreise gezogen.

Werner Mayer erzählt gerne die Geschichte von der Knotenlöserin. Das Marienbild in St. Peter am Perlach hat es nicht nur Papst Franziskus angetan. Eine Mitarbeiterin der Reinigung Rapid hat Friedenshäuschen mit der Knotenlöserin mit in ihre italienische Heimat genommen. Die Menschen dort sind begeistert, viele wollen jetzt ein Friedenshäuschen mit der Knotenlöserin – und sie bekommen es.

Seit zwölf Jahren werden die Friedenshäuschen gegen eine Spende abgegeben. Monika und Werner Mayer haben mit ihrem Team schon 80000 bis 90000 Stück aus Holz hergestellt und bemalt. Damit haben sie nicht nur die Friedensbotschaft aus Augsburg in die Welt getragen, sondern auch Gutes getan: 100000 Euro an Spenden kamen inzwischen zusammen, was im Café Samocca mit viel Polit-Prominenz gefeiert wurde. Das Geld fließt an die St.-Gregor-Jugendhilfe, die Kartei der Not, an Schulen, Kindergärten, das Café Samocca und verschiedene Hilfsprojekte.

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Jeden Dienstag treffen sich die Mayers mit ihrem Team in einem Raum der Arbeiterwohlfahrt. Dann wird fleißig und kreativ gearbeitet. „Es ist nicht einfach, die Häuser passgenau zu bemalen oder zu bedrucken“, sagt Werner Mayer. Das Ehepaar und seine Helfer haben über die Jahre hinweg ihre Mal-, Klebe- und Drucktechniken immer weiter verfeinert und optimiert.

Für ihre bunten Friedenssymbole wurde die Initiative mit dem Zukunftspreis 2014 der Stadt Augsburg geehrt. Dieses Jahr bewerben sie sich mit einem neuen Konzept: Seit Kurzem findet man die Friedenshäuschen in lokalen Läden rund um Augsburg. „Die Autofahrer halten an den Verkaufsständen, kaufen Eier, Gemüse und Kartoffeln aus der Region – und ein Friedenshaus“, so Werner Mayer. Friede, Kunst und Ökologie sind dabei vereint. Bisher bieten die Hofwirtschaft Nepomuk und das Kartoffelhäuschen in Aulzhausen die Friedenshäuser an. Vor allem Abbildungen örtlicher Kirchen seien gefragt. Die Friedenshäuschen haben aber nicht nur in der Region ihre Liebhaber. Bereits 140 Länder haben die Häuschen erreicht. Darunter sind unter anderem Kanada, Thailand, Peru, Ägypten, Spanien und Italien. Dass ihre Kunstwerke anderen Menschen Freude bereiten, Frieden stiften und es ermöglichen, anderen zu helfen, ist der beste Lohn für das Friedenshaus-Team überhaupt.

Sie arbeiten weiter fleißig an den einzigartigen kleinen Friedensbotschaften aus Holz, die sich so einfach von Hand zu Hand weitergeben lassen und die Friedensbotschaft aus Augsburg in die ganze Welt hinaustragen. (AZ, mb)

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