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Augsburg

10.01.2019

Die Martinschule wird zur Dauerbaustelle

Mit dem Mensatrakt (links) ist die Martinschule für den Ganztagsbetrieb gerüstet. Im Altbau (rechts) stehen jedoch einige dringende Sanierungsarbeiten an. Einiges soll mithilfe eines Förderprogramms finanziert werden. Welche Dimensionen das Thema Brandschutz einnimmt, steht noch nicht fest.
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Mit dem Mensatrakt (links) ist die Martinschule für den Ganztagsbetrieb gerüstet. Im Altbau (rechts) stehen jedoch einige dringende Sanierungsarbeiten an. Einiges soll mithilfe eines Förderprogramms finanziert werden. Welche Dimensionen das Thema Brandschutz einnimmt, steht noch nicht fest.

Bis zum Sommer entstehen in den Turnhallen Unterrichtsräume, um die ausgelagerten Klassen vor Ort unterzubringen. Im Altbau müssen dringend Mängel beseitigt werden. Und das ist noch nicht alles.

Mit seinen 126 Jahren zählt das Schulgebäude in der Pestalozzistraße zu den ältesten Bildungsstätten in der Stadt. Und es teilt das Schicksal von anderen betagten Schulhäusern: Je genauer man hinschaut, desto mehr findet man. So steht neben einem zeitnahen Umbau und einer mittelfristig anstehenden Erweiterung auch eine Generalsanierung auf der Agenda.

Das Gebäude, das zwischen Wertachbrücke und Oberhauser Bahnhof liegt, wird seit einigen Jahren von der Martinschule genutzt. Mit einer 2012 fertiggestellten Mensa ist das sonderpädagogische Förderzentrum für den zunehmend beliebten Ganztagsbetrieb gerüstet. Dass in den nächsten Monaten in der Pestalozzistraße die nächste Baustelle eröffnet wird, hängt mit der bevorstehenden Generalsanierung der nahegelegenen Löweneck-Grund- und Mittelschule zusammen. Dort sind aktuell noch einige Klassen der Martinschule ausgelagert. Diese Räume beansprucht die Löweneck-Schule während der Bauphase selbst, weswegen das sonderpädagogische Förderzentrum dort ausziehen muss.

Obere Turnhalle aus statischen Gründen gesperrt

Die zusätzlichen Klassen sollen künftig ebenfalls am Stammsitz in der Pestalozzistraße unterkommen. Da alle Klassenzimmer belegt sind, muss anderweitig Platz geschaffen werden. Nach Prüfung mehrerer Varianten wie das Aufstellen von Mietcontainern hat sich das Bildungsreferat für den Umbau des Turnhallentrakts entschieden. Aktuell wird nur die untere Halle genutzt, da die obere aus statischen Gründen gesperrt und mit Stützbalken gesichert ist. Die obere wird nach dem Umbau drei Klassenzimmer und einen Gruppenraum beherbergen, die untere ein Klassen- und ein Differenzierungszimmer. „Der Rest der Fläche steht der Schule als Bewegungsraum zur Verfügung“, erläutert Gerald Federle aus dem Bildungsreferat. Die Martinschule nutze schon seit geraumer Zeit umliegende Vereinsturnhallen für den Sportunterricht, diese Möglichkeit werde künftig ausgebaut.

Lange Mängelliste

Ohnehin steht zur Debatte, dass die Turnhallen eines Tages wieder für ihren eigentlichen Zweck genutzt werden. Denn mittelfristig kommt die Martinschule nicht um eine Erweiterung herum. Diese wird mit einer Generalsanierung einhergehen, denn die Mängelliste am Bestandsgebäude ist lang:

Die Dächer sind an zahlreichen Stellen undicht, Feuchtigkeitsschäden sind entstanden und führen zu erheblichen Beeinträchtigungen.

Die Treppe leidet unter statischen Problemen und musste bereits abgestützt werden.

Fassade und Fenster befinden sich in einem schlechten Zustand.

Wie von anderen Schulen bekannt, wird das in Auftrag gegebene Brandschutzgutachten voraussichtlich weiteren dringenden Handlungsbedarf aufzeigen.

Es fließen staatliche Mittel

Aktuell ist die Stadt dabei, ein Erweiterungs- und Sanierungskonzept für die Martinschule anzufertigen. Für Details wie Zeitplan und Kostenschätzung ist es noch zu früh. Angesichts der zu erwartenden Millionenbeträge ist die Stadt froh, dass die Schule von staatlichen Fördergeldern profitiert, dem sogenannten „Kommunalinvestitionsprogramm Schulinfrastruktur“. Damit sollen voraussichtlich noch in diesem Jahr in einem Trakt die Dachhaut erneuert, die Fassaden instandgesetzt und das Treppenhaus statisch gesichert werden. Die Kosten belaufen sich hier auf voraussichtlich 810000 Euro, rund 90 Prozent davon sind durch das Investitionsprogramm abgedeckt.

Lesen Sie dazu auch Zwei neue Schulbaustellen in Oberhausen

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