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Die Sanierung des Haller-Platzes ist ein lohnendes Wagnis

Kommentar Von Stefan Krog
11.12.2020

Plus Die Fläche vor dem Oberhauser Bahnhof aufzuhübschen, wird die Probleme nicht lösen. Die Sanierung kann aber ein Mosaikstein in einem weitreichenderen Konzept sein.

Den Oberhauser Bahnhofsvorplatz für mehrere Millionen Euro zu sanieren, ist ein Stück weit ein Wagnis. Denn dass sich - wie im Stadtplaner-Bilderbuch - Familien mit kleinen Kindern am Fontänenfeld niederlassen und Jugendliche dort Basketball spielen, ist nicht wahrscheinlich, wenn Angehörige der Süchtigenszene gleich nebenan sitzen. Das zeigt das Beispiel Königsplatz.

Am Helmut-Haller-Platz in Oberhausen ist die Sanierung nur ein Mosaikstein

Das Ziel, die Situation auf dem Platz zu beruhigen und den Platz gleichzeitig attraktiver für die breite Bevölkerung zu machen, lässt sich nur im Zusammenspiel mit Betreuungsangeboten für die Szene, wie sie Drogenhilfe und SKM bieten, umsetzen. Insofern muss man die möglichen Effekte einer Sanierung realistisch einschätzen. In anderen Stadtteilen (z. B. am Zwölf-Apostel-Platz in Hochzoll) ist mit einer Platz-Sanierung ein wesentlicher Schritt getan, um einen öffentlichen gemeinsamen Raum für die Bewohner des Viertels zu schaffen und einem Stadtteil eine Mitte zu geben.

Am Helmut-Haller-Platz ist die Sanierung hingegen nur ein Mosaikstein in einem Gesamtkonzept. Das macht die Sanierung nicht weniger lohnend, weil gerade Oberhausen kein besonders bevorteilter Stadtteil ist und der Platz auch ohne Drogenszene eine Erneuerung vertragen würde. Gelöst sein werden nach einer Sanierung, wann immer sie kommen kann, alle Probleme aber mit Sicherheit nicht.

Lesen Sie dazu den Artikel: Brunnenfontänen und Rasen für den Bahnhofsvorplatz in Oberhausen

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