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Augsburg

13.03.2016

Die Volkshochschule zieht nach Lechhausen

Die ersten Schüler der neuen Volkshochschul-Filiale sind Ghazam Rustom aus Syrien sowie die Eritreer Kidus Gebremeskel und Biniom Zeremichael. Sie lernen Deutsch bei der Dozentin Elisabeth Pavlidou.
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Die ersten Schüler der neuen Volkshochschul-Filiale sind Ghazam Rustom aus Syrien sowie die Eritreer Kidus Gebremeskel und Biniom Zeremichael. Sie lernen Deutsch bei der Dozentin Elisabeth Pavlidou.
Bild: Annette Zoepf

An der Neuburger Straße eröffnet eine Filiale. Am Anfang laufen dort vor allem Deutschkurse. Was wird dort später noch geboten sein?

Wie die Stadtbücherei zieht es jetzt die Volkshochschule verstärkt in die Stadtteile. Drei Kursräume eröffnete die Vhs pünktlich zum Semesterstart mitten in Lechhausen. Es ist die erste richtige Filiale in einem Augsburger Stadtteil. Kurse werden in Lechhausen schon seit langem angeboten, zum Beispiel in der Schillerschule.

Weil viele Kursteilnehmer dort und in der Zentrale am Willy-Brandt-Platz aus dem 33000 Einwohner großen Stadtteil stammen, wollten die Verantwortlichen dort mehr Kurse anbieten. Nach langer Suche habe man die Räume in dem Geschäftshaus an der Neuburger Straße gefunden und sei sehr froh, dass die Vermieter einen fairen Preis verlangen, so Vhs-Direktor Stefan Glocker bei der Eröffnung.

Zunächst laufen in Lechhausen Deutschkurse, möglich sind täglich neun Drei-Stunden-Kurse in den drei Räumen. „Die meistgelernte Fremdsprache in der Augsburger Volkshochschule ist Deutsch als zweite Sprache“, so Vhs-Chef Glocker. Jeder Raum ist für 20 Kursteilnehmer ausgestattet. Ab dem Herbstsemester können auch abends und am Wochenende Kurse angeboten werden. Die Volkshochschule will mit den Lechhauser Vereinen und Organisationen besprechen, welche Seminare bzw. Veranstaltungen für den Stadtteil am besten geeignet sind.

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Viele Sprach- und Integrationskurse

Die Räume sind einladend und freundlich gestaltet: Drei große Kursräume sind ausgelegt mit warmgrauem Teppich, viel Tageslicht kommt durch lange Fensterreihen hinein, das Mobiliar besteht aus hellem Holz. Die Stühle sind blau gepolstert und vorn beim Lehrerpult stehen eine weiße Wandtafel, ein Flipboard und eine Stellwand, an die der Lehrer Informationen pinnen kann – ab sofort kann der Unterricht in Augsburgs größtem Stadtteil beginnen.

„Damit Integration gelingt, müssen wir Zugang zu Bildung und Arbeit schaffen“, fasste Brigitte von Taeuffenbach, Fachbereichsleiterin für Sprachen, zusammen. Dementsprechend groß ist das Angebot der Volkshochschule an Sprach- und Integrationskursen. Die Vhs sei aktuell auf der Suche nach kompetenten Sprachlehrern, damit sie ihre niederschwelligen Angebote weiterhin flächendeckend machen kann. Sehr stark nachgefragt sind jedoch auch Gesundheitskurse wie Yoga.

Außerdem spielt berufliche Bildung eine immer größere Rolle. Viele Gäste würdigten das Engagement der Vhs in Lechhausen. Der Vorsitzende Sieghard Schramm – früher Bildungsreferent – begrüßte neben Schulreferent Hermann Köhler die beiden Lechhauser Stadträte Sieglinde Wisniewski und Horst Hinterbrandner, Georg Breunig, früherer Direktor der Schillerschule, dessen Schulleiterkollegen Gerhard Schmid und Gerhard Steiner aus der Goethe- und Werner-von-Siemens-Schule sowie Nachbarn, Dozenten und erste Schüler.

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