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Augsburg

27.05.2019

Diese Themen will Eva Weber als Oberbürgermeisterin angehen

Die CSU setzt jetzt auf Eva Weber als OB-Kandidatin.
Bild: Silvio Wyszengrad

Die CSU nominiert ihre Bürgermeister-Kandidatin. Die 41-Jährige sieht sich selbst als "Vermittlerin zwischen den Generationen".

Es war am Montagabend um exakt 19.37 Uhr. In diesem Moment war es amtlich: Eva Weber ist die Oberbürgermeisterkandidatin der Augsburger CSU. Die 41-jährige Wirtschafts- und Finanzreferentin genießt die Rückendeckung der Partei. Dies zeigt das Ergebnis der Nominierungsversammlung: 97 Delegierte votierten für Eva Weber. Es gab drei Gegenstimmen.

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Zuvor hatte die Bürgermeisterin deutlich gemacht, mit welchen Erwartungen und Themen sie in den Wahlkampf ziehen wolle. "Ich kann und ich will gewinnen", lautete die Botschaft. Dies habe sie von Amtsinhaber Kurt Gribl gelernt, dem sie für dessen Wirken dankte. Gribl verzichtet auf eine erneute Kandidatur. Gewählt wird am 15. März 2020. Weber will in Gribls Fußstapfen treten. Das machte sie am Montagabend deutlich – allerdings nach ihren Vorstellungen: "Wer glaubt, dass ich so leichtfertig wäre zu denken, dass ich nur einen Erbhof verwalten muss, der kennt mich schlecht." Die CSU und sie als Kandidatin seien gut beraten, "uns nicht in eine vermeintliche Favoritenrolle drängen zu lassen". Keiner dürfe bequem werden. Es ginge eben nicht darum, allein das Alte zu verwalten. Neue Ideen seien gefragt.

Eva Weber möchte ein Mobilitätsreferat

Und in diesem Fall brachte die CSU-OB-Kandidatin neue Projekte zur Sprache, die sie als Oberbürgermeisterin anstoßen würde. Eva Weber möchte ein Mobilitätsreferat. Auch wenn zum jetzigen Zeitpunkt keine Details vorliegen, nennt die CSU-Politikerin die Denkweise, die hinter dem Ansatz steckt: "Das Mobilitätsreferat soll dafür sorgen, dass wir in der Stadtverwaltung an einem Strang ziehen, wenn es darum geht, Umweltbelange und Mobilitätsanforderungen zu berücksichtigen." Die Wirtschafts- und Finanzreferentin sprach von einem "Mobilitätsmanagement aus einem Guss".

Die CSU nominiert Eva Weber im Ofenhaus beim Gaswerk zur OB-Kandidatin.
Bild: Silvio Wyszengrad

Aus ihrer Sicht müsse die Stadt eben den Mobilitätsmix aktiv managen: "Damit gebe ich dieser Aufgabe unseres Jahrzehnts einen neuen Stellenwert". Wenn es um die Belange im Verkehr gehe, sei auch die Tarifreform im Nahverkehr unter die Lupe zu nehmen. Sie mache sich deshalb für die Evaluierung, also die sach- und fachgerechte Bewertung, der Tarifreform stark. Um Bürger stärker in politische Entscheidungsprozesse einzubinden, machte die OB-Kandidatin den Vorstoß, in der Periode ab Mai 2020 sogenannte Bezirksausschüsse in Augsburg zu installieren: "Man könnte hier von Stadtteilparlamenten sprechen." In diesen Ausschüssen sollten jene Themen behandelt werden, die den Menschen vor Ort auf den Nägeln brennen.

Weber sieht sich als "Vermittlerin zwischen Generationen"

Das Thema Wohnen wird im Kommunalwahlkampf eine zentrale Rolle spielen. Das hat der designierte SPD-OB-Kandidat Dirk Wurm bereits angekündigt. Die CSU sieht dies ähnlich, doch man müsse realistisch sein, sagte Eva Weber am Montagabend: "Wer so tut, als hätten wir im Stadtrat die umfassenden Instrumente, um die Entwicklung allein zu steuern, ist nicht ehrlich zu den Bürgern." Die Antwort sei vielmehr, einerseits zu bauen und andererseits Bauen möglich zu machen. Es war ein Streifzug der CSU-Kandidatin durch viele Themen. Eva Weber, die am Freitag 42 Jahre alt wird, sieht sich selbst als "Vermittlerin zwischen den Generationen".

Zur Sprache kam ferner, warum die CSU die Nominierungsversammlung ins Gaswerkgelände in Oberhausen gelegt habe. Im Restaurant fand die Veranstaltung statt, die mit einem Empfang ausklang. Eva Weber sagte eingangs ihrer Rede zu den Delegierten: "Das Gaswerk steht wie kein anderer Ort in Augsburg dafür, Neues zu wagen und Gutes zu bewahren."

CSU-Bezirksvorsitzender Johannes Hintersberger und OB Kurt Gribl hatten in ihren Reden jeweils die volle Rückendeckung für die Kandidatin signalisiert, die in Augsburg etwas Historisches erreichen könnte: Sollte Eva Weber gewählt werden, wäre sie die erste Oberbürgermeisterin der Stadt Augsburg.

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Die Diskussion ist geschlossen.

29.05.2019

@ Peter P.:

Zu Recht kritisieren Sie das Hin und Her bei der Führung der Linie 5. Ich finde auch sehr schade, dass der Bahnhofstunnel, anders als in Gera oder München-Pasing, nicht vom Radverkehr genutzt werden kann.

Aber warum machen Sie hierfür ausgerechten die Grünen verantwortlich?

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27.05.2019

Ich sehe nicht, wer die CSU "in eine vermeintliche Favoritenrolle drängen" möchte. Ein Blick auf die Europawahl- und Landtagsergebnisse zeigt, dass das Rennen 2020 recht offen ist, und dass mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit auch ohne CSU regiert werden könnte.

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28.05.2019

Jetzt sucht erst mal für das letzte rot-grüne Loch wieder einen Ausgang ;-)

Es wird auch mit 30% Stimmen keine wirklich gute Lösung geben.

Fahrradachse "Innenstadt Wertach"
(Fahrradstraße > Bahnhofstraße - westliche Hälfte Viktoriastraße - Unterführung - Pferseer Str.)
Reservierung Pferseer Tunnel für den Langsamverkehr
Tram auf planfestgestellter Trasse über Rosenaustraße
Darunter für den Nord-Süd MIV einen Tunnel zwischen Portal-West und der Fahrradachse
Damit ein Portal-West als echter Bahnhofsplatz ohne Durchgangsverkehr
Beibehaltung der Haltestelle Rosenaustraße in der verkehrsberuhigten Pferseer Str.
Nach Umgestaltung Brücke z.B. für Platz für Bypass Lutzstraße - Perzheimstraße

Aus der Traum...

Aber für einen Umweltreferenten kann man sich doch auf eine Pfuschlösung mit engen Radwegen und 2 Tramlinien im Stau hinter dem 230 Mio Tunnel abfinden?

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27.05.2019

Frau Eva Weber macht weder sich noch der Stadt einen Gefallen, wenn sie den OB-Zirkus mitmacht. Schuster(in) bleib bei deinen Leisten und mach in der Liga weiter, wie bisher...….und das ist gut so. Die CSU ist aber gefragt einen quereinsteigenden Hochleistungssportler aus dem Hut zu ziehen, denn die Zukunft wird nicht rosig.

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