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Augsburg

13.11.2018

Dieser Regierungsbeamte ist nah dran an den Flüchtlingen

Frank Kurtenbach ist der zuständige Beamte bei der Regierung von Schwaben, der für die Flüchtlingsunterbringung zuständig ist.
Bild: Silvio Wyszengrad

Frank Kurtenbach kümmert sich um die Abläufe in den neuen Asyl-Unterkünften in Inningen und Kriegshaber. Dabei geht sein Blick stets in Richtung Donauwörth.

Frank Kurtenbach ist diejenige Person bei der Regierung von Schwaben, die ganz nah dran an Flüchtlingen ist. Kurtenbach ist in erster Linie zuständig für das Ankerzentrum in Donauwörth, in dem derzeit weit über 800 Asylbewerber untergebracht sind. Zugleich organisiert Kurtenbach federführend die Abläufe in den Augsburger Zweigstellen des Ankerzentrums. Seit August läuft der Betrieb in einem Gebäude in der Hohenstaufenstraße in Inningen, seit Montag dieser Woche ist die Einrichtung im Kobelweg in Kriegshaber in Betrieb.

Aus Donauwörth kamen 50 Personen, darunter acht Kinder, in die Unterkunft. Kurtenbach war an diesem Tag vor Ort und kümmerte sich um organisatorische Angelegenheiten. „Wir können uns in Kriegshaber sehr gut an der Situation in Inningen orientieren“, sagt er. Vieles sei eingespielt. Die Regierung von Schwaben arbeite mit der Sicherheitsfirma zusammen, die bereits in Inningen tätig ist. Die Zweigstellen der Ankerzentren sind jeweils so organisiert, dass das Gelände eingezäunt ist. Im Eingangsbereich steht ein Container, an dem Bewohner und Gäste vorbei müssen. Es gibt Kontrollen.

Im Vergleich mit Inningen (45 Bewohner) biete der Standort Kobelweg bessere Voraussetzungen, sagt Kurtenbach: „Hier gibt es jetzt deutlich mehr Platz.“ Bis zu 140 Bewohner sollen aufgenommen werden. Anfangs sind es jetzt 50. In Inningen gibt es keinen eigenen Speisesaal, in Kriegshaber steht ein solcher Raum zur Verfügung. An beiden Orten liefert ein Caterer, also ein Versorgungsunternehmen, die Lebensmittel an. Den Bewohnern der beiden Zweigstellen in Augsburg werden, wie gesetzlich vorgesehen, bestimmte Leistungen zur Deckung des Bedarfs an Ernährung, Unterkunft, Heizung und Gesundheitspflege als Sachleistung gewährt. Daneben erhalten sie vom Sozialamt der Stadt monatlich ein um den Wert der Sachleistungen reduziertes Taschengeld. Monatlich liegt das Taschengeld bei 120 Euro. Der Betrag beinhaltet Mittel für Verkehr, Telefonate, Freizeit, Unterhaltung, Kultur und Gaststättenbesuche.

Kurtenbach sagt gegenüber unserer Zeitung, dass ein Aus des Standorts in Inningen derzeit nicht beabsichtigt sei. Vieles hänge davon ab, wie die weitere Entwicklung in den bayerischen Ankerzentren sei. Wie viele Flüchtlinge dort aufgenommen werden müssen. „Inningen jetzt zu schließen, um womöglich kurz danach wieder alles hochfahren zu müssen, ist nicht zielführend“, meint Kurtenbach.

Der Regierungsbeamte, der in Augsburg wohnt, ist gegenwärtig sehr viel unterwegs. Er pendelt in der Woche wiederholt nach Donauwörth, um im dortigen Ankerzentrum über die dortige Entwicklung informiert zu sein. Zugleich sind die Augsburger Außenstellen seine Anlaufstation.

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