1. Startseite
  2. Lokales (Augsburg)
  3. Doppelbütt: Das Duo ist bis zum Auftritt noch völlig entspannt

Augsburg

31.01.2019

Doppelbütt: Das Duo ist bis zum Auftritt noch völlig entspannt

Rainer Pauly grübelt anscheinend schon über das, was da kommt. Stephan Scherer ist noch ganz entspannt (von links). Zumindest jetzt noch.
Bild: Annette Zoepf

Zwei Banker tauschen sich im Fußballstadion politisch aus. Die sind die Neulinge im Programm.

Offenbar wurden Rainer Pauly und Stephan Scherer schon lange von Werner Ohnemus, Spielleiter bei Kolping Lechhausen, bearbeitet. „Jetzt sind sie uns nicht mehr ausgekommen“, feixt Bruder Rudolf Ohnemus in freudiger Erwartung der Doppelbütt des Duos. Beim Kolping-Fasching ab Freitag, 15. Februar, 19 Uhr, treten sie erstmals im Pfarrsaal von St. Elisabeth miteinander in Dialog.

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

Dieser Inhalt ist älter als 30 Tage und steht daher nur Abonnenten mit einem Plus+ Abo zur Verfügung.
Jetzt ab 0,99 € testen

Ja, es handele sich um eine „erpresste“ Premiere, versichern die beiden Banker. Ihrer ausweglosen Lage sind sich Scherer und Pauly dabei durchaus bewusst. Jetzt gibt es keinen Rückzieher und damit kein Entkommen mehr. Eine Tatsache die den Kollegen, den Gewinnern des Duells, ein süffisantes Kichern entlockt. Über den Auftritt selbst hüllen sich die Neulinge in Schweigen. Nur so viel geben sie jetzt schon preis: Man werde ein „politisches Zwiegespräch“ auf der Bühne halten. Und zwar als Fußballfans, rot-grün-weiß verkleidet, im Fanblock des FCA.

Im Rückblick auf die vergangenen närrischen Wochen meint Scherer, dass übers Jahr eine Stoffsammlung mit allem, was aufs Korn zu nehmen ist, angemessen gewesen wäre. Aber schließlich gebe es im Fernsehen und auch gedruckt ziemlich viele Jahresrückblicke, die diese Arbeit wieder überflüssig erscheinen lassen. Aus diesem Grund sei er bis zum Auftritt noch völlig entspannt. Alles, was über einen zehnminütigen Auftritt hinausgehe, meint Werner Ohnemus, wäre ohnehin zu lang und bei der Klausursitzung am Wochenende gekürzt worden. Denn die Darsteller müssen im Fasching ohnehin erst einmal vor den eigenen Leuten bestehen.

ecsImgBannerWhatsApp250x370@2x-5735210184021358959.jpg

Dann müssen wir umschreiben

Dort werden die beiden, die sich in Finanzangelegenheiten ja bestens auskennen, unter anderem über den Brexit philosophieren. Der Brexit.... „Wenn sich die Situation noch einmal ändert“, sinniert Stephan Scherer, „dann müssen wir noch einmal umschreiben.“ Womit sich ein viel zitierter Ausspruch ins Gegenteil verkehren würde. Dann hieße es nämlich: „Wer zu früh dran ist, den bestraft das Leben.“ Und das will eigentlich auch keiner.

Würde man sie Debütanten nennen, wäre es nicht ganz korrekt. Schließlich residierten sie bereits im „Siebenerrat“ auf der Bank im Background der Bühne und machten ein präsidiales Gesicht, während die Akteure das Publikum zum Lachen brachten. Ob die beiden 47-jährigen Männer befreundet sind, beantworten sie schnell. „So weit würde ich jetzt nicht gehen“, meint Rainer Pauly wie aus der Pistole geschossen und grinst in die gefalteten Hände. Stephan Scherer gluckst ob seiner der Aussage zur Gewaltenteilung: Er bezeichnet sich nämlich als „moralische Instanz“.

Cowboys, Indianer und Mädchen

Das Gespann von Stadtsparkasse und Postbank hat immer wieder mal mitgewirkt bei den Faschingssitzungen von Kolping. Einmal sogar als „Häschen“, sagt Pauly. Ein Auftritt, den er heute als „die „Initialzündung“ bezeichnet. Man beginnt in Erinnerung zu schwelgen. Denn der legendäre Auftritt fand noch im Grünen Kranz statt, der am Schlössle nur ein großes Loch hinterließ. Faschingsmuffelig ist keiner der zwei. Traditionsbewusst verkleidete sich Scherer gerne als Cowboy oder Indianer, die moralische Instanz ging schon mal als Mädchen durch.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren