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Augsburg

26.01.2019

Dr. Mabuse schwätzt dank Dodokay schwäbisch

Dominik Kuhn alias Dodokay erklärt die Welt auf Schwäbisch. Im Film "Die 1000 Glotzböbbel vom Dr. Mabuse" spricht sogar alle Rollen des Films.
Bild: Dagmar Hub

Im Augsburger Kion Liliom wurde der Klassiker von Fritz Lang gezeigt. Jedoch mit einer neuen Synchronisation von Dodokay. Heraus kam ein spaßiger Film.

Eine wilde Verfolgungsjagd mit Motorrädern und alten Karossen. Es wird geschossen. Eine Straßensperre durchbrochen. Und Befehle über Funk verteilt – oder eben: „Wenn i euch grad dran han, kennat ihr mir no a Pizza Prosciutto beim Luigi mitbestella, mit viel Zwiebla.“ Ja, das hat Gert Fröbe da gerade wirklich gesagt im Film „Die 1000 Glotzböbbel vom Dr. Mabuse“.

Wobei nicht Fröbe direkt das gesagt hat, er spielt nur den Hauptkommissar Krass in dem Original-Film „Die 1000 Augen des Dr. Mabuse“ des legendären Regisseurs Fritz Lang (Metropolis) aus dem Jahr 1960. Gesprochen wird er – und alle anderen Charaktere des Films – von Dominik Kuhn, besser bekannt als Dodokay.

Der aus Reutlingen stammende Komiker wurde durch das Nachsynchronisieren von Filmszenen, Politikerreden oder Tagesschau-Folgen im Internet berühmt. Seine Youtube-Videos wurden millionenfach geklickt, wenn er aus einer normalen Bundestagssitzung die Vereinssitzung des fiktiven Sportvereins Leimerstetten macht. Aus Angela Merkel wird dann eine schwäbelnde Anita und Renate Künast zur meckernden Marlies.

Liliom zeigt "Die 1000 Glotzböbbel vom Dr. Mabuse" am schwäbischen Filmabend

Am Freitag fand nun im Augsburger Kino Liliom ein schwäbischer Filmabend statt. Als Höhepunkt lief der Film „Die 1000 Glotzböbbel vom Dr. Mabuse“. Darin geht es um die neuste schwäbische Erfindung: das Internet. Im Hotel zum güldenen Grasdackel in Leimerstetten versucht das Verbrecher-Genie Dr. Mabuse die neue Technologie zu sabotieren. Ihm auf den Fersen ist Kommissar Krass – ja, der heißt wirklich so – gespielt von Gert Fröbe. Zusammen mit einem Hellseher namens Gekeler kommt er einem Komplott auf die Spur. Oder führt der blinde Weissager ein doppeltes Spiel?

Die eigentliche Handlung des Klassikers dient nur als Schablone für eine spaßige Neuinterpretation, mit vielen Seitenhiebe auf heutige Ereignisse oder Personen. Da wird über Schwaben in Berlin Spaß gemacht oder ein gewisser Mark Sackerberg präsentiert, der gerne ein Portal für junge Schwaben erschaffen will. Name Fleißbook.

Dodokay ist der Mann der 1000 Stimmen

Die Gags funktionieren wunderbar. Und immer wieder wird der Zuschauer auf ein Neues überrascht, wenn eine neue Person in Erscheinung tritt, wieder mit einer neuen, witzigen Stimme. Denn Dodokay hat wahrlich 1000 Stimmen im Repertoire. Mal lispelnd, mal tief, mal hoch. Der eineinhalb Stunden dauerende Film zündet ein wahres Gag-Feuerwerk ab.

Die Zuschauer kamen am Freitag gar nicht mehr aus dem Lachen heraus. Und schon nach kurzer Zeit hatten die meisten vergessen, dass da auf der Leinwand eigentlich ein Schwarz-Weiß-Film aus dem Jahr 1960 lief. Nur eben jetzt auf schwäbisch. Und vielleicht folgt ja bald eine Fortsetzung von Dr. Mabuse und Dodokay.

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