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Augsburg

06.03.2018

Drei Giraffen ziehen bald in den Augsburger Zoo

Demnächst soll es im Augsburger Tierpark wieder Giraffen geben.
Bild: Sascha Geldermann (Archiv)

Nachdem das Gehege umgebaut ist, sind im Augsburger Zoo schon bald drei neue Giraffen zu sehen. Dabei gibt es mehr Artenvielfalt.

Vier lange Beine, eine lange Zunge und ein noch längerer Hals. Die Giraffe gehört zu den auffälligsten und anmutigsten Tieren der Welt. Im Augsburger Zoo hat man die sanften Riesen in den letzten drei Jahren vergeblich gesucht. Nun holt Direktorin Barbara Jantschke mit Kimara, Zarafa und Gaya gleich drei verschiedene Giraffenarten ins Afrika-Panorama des Zoos zurück.

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Eine Netz- und eine Kordofan-Giraffe ziehen in den Zoo

Geplant ist der Einzug der Neuzugänge nach Ostern. Bis dahin müssten auch die letzten Arbeiten im neuen 220 Quadratmeter großen Stall-Gelände abgeschlossen sein. Damit die Tiere beim Transport nicht im Stau stehen müssten, habe man sich vonseiten des Zoos für einen Termin nach Ostern entschieden. Auch wenn viele Besucher die freien Tage sicher gerne genutzt hätten, um einen Blick auf die Neuankömmlinge zu werfen, ist noch ein kleines bisschen Geduld gefragt.

In der Vergangenheit gab es im Augsburger Zoo bisher nur die klassischen Rothschild-Giraffen zu sehen. Nun ziehen allerdings zusätzlich auch eine Netzgiraffe und eine Kordofan-Giraffe in das umgebaute Gelände mit ein. Die Giraffen könnten über ihre Fellzeichnungen und Hörner von den Besuchern unterschieden werden. Trotz unterschiedlicher Art sei ein Zusammenleben der Tiere kein Problem. „In der Natur könnten sich die Arten sogar kreuzen, wenn sie sich begegnen“, sagt Barbara Jantschke. Normalerweise lebten die Giraffen aber in unterschiedlichen Teilen Afrikas.

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Giraffen sind im Unterhalt billiger als Schimpansen

Eine eigene Zucht schließt der Zoo allerdings aus. Es gebe bereits sehr viele Giraffen. Deshalb sei es schwer, passende Plätze für die Nachzöglinge zu finden, sagt die Direktorin. Stattdessen setzt der Zoo dieses Mal auf Artenvielfalt. „Wenn es gut läuft, könnten wir uns auch vorstellen, eine vierte Giraffenart dazu zu holen.“ Dass sich die Giraffen in die Haare bekommen könnten, schließt die Direktorin aus. Im Gegenteil: In anderen Klimazonen, wo sich die Tiere ganzjährig draußen aufhalten können, sei auch eine größere Herde kein Problem. Die Entscheidung neue Giraffen anzuschaffen, habe sich der Zoo nicht leicht gemacht. Eine richtige Alternative zu den „Langhälsen“ habe es allerdings nicht gegeben. Finanziell betrachtet, könne man den Aufwand für die Tiere mit anderen Huftieren vergleichen. Schimpansen seien wesentlich teurer im Unterhalt, sagt Barbara Jantschke.

Durch den Umbau des Giraffenhaus für knapp 900.000 Euro könne nun auch eine artgerechte Unterbringung der Giraffendamen garantiert werden. Das neue Heim mit ausreichend Bewegungsfreiheit ist mit Asphalt ausgestattet, um ein Ausrutschen der Tiere zu verhindern. Gerade bei Geburten habe der alte Fliesenbelag für Probleme gesorgt. „Wir mussten dicke Matten auf den Boden legen, damit die Tiere weich fallen und bei ihren ersten Schritten nicht sofort ausrutschen.“

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