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Augsburg-Oberhausen

28.11.2020

Ein Adventsweg in Oberhausen soll die Menschen verzaubern

Margit Uhr (links) und Mechthild Enzinger nehmen einige Figuren aus der Krippe von St. Joseph in Oberhausen und setzen sie auf Podesten einzeln in Szene.
Foto: Daniel Weber

Plus In Oberhausen stellen viele Akteure einen kreativ-besinnlichen Adventsweg auf die Beine. Was bei der Aktion mit Installationen, Adventsplakaten und Andachten geboten ist.

Wie können diese Wochen vor Weihnachten die Herzen der Menschen im Stadtteil Oberhausen ansprechen? An diesem Sonntag, 1. Advent, startet ein kreativ-besinnlicher Adventsweg, den die katholische und evangelische Kirche in Kooperation mit Vereinen, Organisationen und dem Quartiermanagement entwickelt hat. Unter dem Leitwort „Ihr werdet finden!“ (so kündigten in der Weihnachtsgeschichte die Engel den Hirten das neu geborene Jesuskind an) werden in den Kirchen St. Joseph und St. Johannes Installationen zu sehen sein. In den Fenstern von 49 Geschäften und Einrichtungen werden von Kindern gestaltete Adventsplakate hängen, und über vier Wochen hinweg wird es adventliche Andachten mit besonderen Akzenten geben, sei es mit Musik, sei es mit Poesie. Darauf geachtet wurde, dass all diese Formen in den Kirchen und auf dem Oberhauser Friedensplatz auch unter den aktuellen Corona-Beschränkungen möglich sind.

Krippe in St. Joseph noch mit Leerstellen

Die Idee für diesen Adventsweg ist entstanden am Runden Tisch für Kunst und Kultur in Oberhausen. In der Kirche St. Joseph ist jeweils am Sonntagnachmittag, 15.30 Uhr bis 17.30 Uhr, die Installation „frei.gestellt – Krippenfiguren herausgeholt“ zu sehen. Die Krippe in der Kirche steht schon. Allerdings mit Leerstellen. Entscheidende Figuren wie Maria, Josef, ein Hirte und ein Sterndeuter sind herausgenommen, und stehen jetzt einzeln auf weißen Podesten in den hinteren Bankreihen. Margit Uhr, Bildungsreferentin in der katholischen Pfarreiengemeinschaft Oberhausen/Bärenkeller und Mitorganisatorin dieses Projekts, erläutert, dass durch das Herausstellen der Figuren die Betrachter dazu angeregt werden sollen, zu fragen: Wer war das eigentlich? Wer war diese junge Maria, „zu früh schwanger, die sich einer ungewissen Zukunft stellt“, wie sie in einem begleitenden Text vorgestellt wird. Wer war Josef, der nun Verantwortung übernehmen musste? Wer war der Hirte? Ein Mensch an der Armutsgrenze, abgewertet und mit dem Wunsch nach Heilung? Der Sterndeuter steht für all "die Fremden auf dem Weg“. Auf einem letzten Podest steht nur ein Spiegel. Der Betrachter stellt sich selbst gedanklich in das Krippengeschehen hinein.

So zentral auf dem Rathausplatz begeistert er vor allem mit seiner Atmosphäre. Doch natürlich gibt es auch andere schöne Weihnachtsmärkte in der Stadt.
14 Bilder
Advent ohne Corona: Augsburgs Weihnachtsmärkte im vorigen Jahr
Foto: Klaus Reiner Krieger, Peter Fastl, Annette Zoepf

„Wir wollen die Menschen in Oberhausen dazu einladen, sich auf die Suche zu begeben und sich von Gott finden zu lassen – mitten unter den Menschen, mitten im alltäglichen Leben, mitten in Oberhausen“, sagt Pastoralreferentin Mechtild Enzinger, die auch bei diesem Projekt mitgewirkt hat. Sie ist davon überzeugt, dass in jedem Menschen eine Sehnsucht ist – „nach Gemeinschaft, nach Geborgenheit, nach Angenommen-sein und auch nach Kontakt mit den anderen“. Ihr ist bewusst, dass diese gerade in den Familien in Oberhausen schmerzlich vermisst wird. Auch deshalb solle dieser Adventsweg „Lichtspuren setzen“, „neue Hoffnungen wecken“. Jenen, „die am Rand stehen“, soll aufgezeigt werden, dass Gott sich mitten in ihre Welt, mitten in ihre Wirklichkeit hinein begibt.

Oberhauser Adventsweg auf Schritt und Tritt


„ICH BIN DA“ – dieser Hoffnungszusage Gottes begegnet man jeden Sonntag zur selben Zeit in der Installation „Himmelsleiter“ in der Kirche St. Johannes. Eine Strickleiter wird aus einer Öffnung im Dach in den Kirchenraum hinunter reichen. Sie greift den Traum des biblischen Jakob auf, der auf der Himmelsleiter die Engel hat auf- und niedersteigen sehen. In dieser Verbindung von Himmel und Erde werde sichtbar, „dass Gott zu den Menschen heute, zu uns kommt“, so die Pfarrerin Snewit Aujezdsky, „wir wollen die Menschen ein wenig verzaubern, wollen zeigen, dass der Advent Strahlkraft hat“.


Nahezu auf Schritt und Tritt wird man auf Wegmarken dieses Adventswegs treffen. Kinder aus den Kindertagesstätten des Stadtteils werden Plakate zum Thema bemalen, die in den Fenstern von Geschäften und Organisationen aufgehängt werden.
Das Programm für die begleitenden Angebote findet sich unter www.advent-in-oberhausen.de

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