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Bobingen

07.05.2017

Ein Nest für Kleinkinder

Mit Imke Nees haben die Kinder in der Nestgruppe viel Spaß beim Spielen und Basteln.

Das Angebot der Kolpingsfamilie Bobingen ist eine Alternative zur Kinderkrippe. Hier helfen Eltern kräftig mit.

Ins „Nest“ gehen Johannes und Laura gerne. Es macht ihnen Spaß, dort mit anderen Kinder zu spielen und Neues zu lernen. Das „Nest“ in Bobingen ist eine Alternative zur Krippenbetreuung. Seit Herbst gibt es dieses Angebot unter der Trägerschaft der Kolpingsfamilie, die schon immer unterstützend dahinter stand. Zuvor hatte der Frauenbund dieses spezielle Angebot in Bobingen organisiert. Es ist offen für Buben und Mädchen ab eineinhalb Jahren, die an zwei oder drei Vormittagen in der Woche betreut werden sollen.

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Die Nachfrage ist groß. So groß, dass ab September zwei Gruppen angeboten werden. Leiterin Imke Nees kennt die Vorgeschichte. „Fast alle Krippen bieten ja nur eine 5-Tage-Woche für die Kleinen an. Das war etlichen Müttern und Vätern einfach zu viel. Unsere Nestgruppen laufen an drei, und die neue Gruppe an zwei Vormittagen in der Woche.“

Jeweils eine Leitung betreut bis zu zwölf Kinder. Da eine Person alleine aber nicht ausreicht, übernehmen abwechselnd Mütter oder Väter als Elterndienst die Aufgaben einer zweiten Betreuungsperson. Imke Nees sieht darin einige Vorzüge: „Das hat mehrere Aspekte. Zum einen ist es für die Eltern schön, die Kinder in der Gruppe zu erleben und zu sehen, was im Nest so los ist. Zum anderen halten wir damit auch unsere Kosten geringer, weil wir uns komplett selbst finanzieren und keinerlei Zuschüsse bekommen.“

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Für den Elterndienst müssen je nach Kinderanzahl etwa 15 Tage pro Kind und Schuljahr eingeplant werden. Dazu kommt der Reinigungsdienst für die Räume, den die Eltern ebenfalls im Wechsel übernehmen.

Erst ablösen von den Eltern

Der Tag für die Nestkinder beginnt zwischen 8 und 8.30 Uhr morgens. Da sollen die Kleinen in der Gruppe ein sanftes „Ablösen von den Eltern“ ermöglicht bekommen. Dann erst wechseln die Kleinen im Alter zwischen 21 Monaten und drei Jahren in die Räume im zweiten Stock des Laurentiushauses. Festes Ritual ist dort der Morgen-Kreis, der mit einem Lied beginnt und auch Finger- und Kreisspiele beinhaltet. Eine gemeinsame Brotzeit am Vormittag, Zeit für Freispiel und Wickeln, ein Bastelangebot und Besuche auf dem Spielplatz gehören ebenfalls zum täglichen Ablauf der Nestgruppen. „In der Arbeit mit den Kindern soll stets das gemeinsame Erforschen und Erfahren im Mittelpunkt stehen“, erzählt Imke Nees. Dabei soll jedes Kind nach individuellem Interesse und Tempo gefördert werden. „Auf Basiskompetenzen wie Hilfsbereitschaft, Rücksichtnahme und Selbstvertrauen legen wir großen Wert.“

Die Kosten für die Nestgruppen betragen ungefähr 70 bis 85 Euro pro Monat, je nach Anzahl der Tage und der angemeldeten Kinder. Die Buben und Mädchen können die Nestgruppe bis zum Eintritt in den Kindergarten besuchen.

Noch sind einige Plätze in der neuen zweitägigen Nestgruppe, die am montags und mittwochs von 8 bis 12 Uhr angeboten wird, frei. Die Leitung wird Marisa Yilmaz übernehmen, die unter Telefon 0151 / 27 52 81 96 erreichbar ist. Wer Interesse an einem Platz in einer der Nestgruppen hat, kann sich auch unter www.kolping-bobingen.de in ein Kontaktformular eintragen.

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