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08.01.2010

Eine Krone für "Germania"

Die mächtige "Bavaria" ist eines der Wahrzeichen von München. Ihre kleine Schwester "Germania" könnte nun eines der Wahrzeichen fürs neue Augsburger Textil- und Industriemuseum (tim) werden. Gestern wurde die historische Bronzefigur dem Museum übergeben.

Bavaria und Germania stammen aus prominentem Hause. Beide wurden von dem Münchner Erzgießer Ferdinand von Miller (1813 - 1887) geschaffen. Aus seiner Werkstatt kommen auch andere bekannte Skulpturen wie das Reiterstandbild von Kaiser Friedrich III. auf der Berliner Museumsinsel oder das Tor fürs Capitol in Washington.

Die Augsburger Germania mit langem wallenden Haar und einem Schwert am Gürtel hat schon ein bewegtes Bronze-Leben hinter sich. Die Brunnenfigur aus dem Jahr 1876 stand einst im Innenhof des früheren Stadtpalais von Ludwig August Riedinger, einem findigen Unternehmer des 19. Jahrhunderts. Riedingers prunkvolles Wohn- und Geschäftshaus am Hohen Weg wurde 1865 erbaut und im Zweiten Weltkrieg zerstört. Seit 1938 ist unter dieser Adresse der Sitz der Augsburger Stadtwerke.

Kurz vor der Bombardierung Augsburgs wurde die Germania abgebaut und in den Werkstätten der Stadtwerke an der Johannes-Haag-Straße in Sicherheit gebracht. In den vergangenen Jahren leistete die bronzene Lady Stadtwerke-Mitarbeiter Hans Koch in der Bauabteilung Gesellschaft.

Im Textilmuseum, das am 20. Januar eröffnet, soll für Germania nun ein neuer Lebensabschnitt beginnen. Das tim bekommt sie als Dauerleihgabe. Darauf einigten sich Stadtwerke-Geschäftsführer Claus Gebhardt und Museumsleiter Karl B. Murr. Germania soll Besuchern vom Aufbruch Augsburgs ins Industriezeitalter berichten. "Das sind spannende Geschichten über Unternehmer und Bankiers, aber auch Arbeitern und Arbeiterinnen, deren Leben vom Takt der Maschinen bestimmt wurde", sagt Murr. (eva)

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